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In 99 Tagen um die Welt

Experimental Village Garden, Puna, Hawai'i

USA | Thursday, 15 November 2007 | Views [879]


Hallo zusammen,

der Internetzugang gestaltete sich in den letzten 2 Wochen etwas kompliziert, entweder kostete die Verbindung $6 pro Stunde, oder es gab schlicht und ergreifend kein Internet.
Jetzt bin ich hier in der absoluten Pampa im Ostteil von Big Island und - wir haben hier endlich Internet installiert.
Ich fange mal von vorne an:

Am Donnerstag, dem 25. Oktober begab ich mich zurueck zum internationalen Flughafen Honolulu, um mit dem Billigflieger Go!-Airlines nach Hilo auf Big Island zu fliegen. Es sollte einer der aussergewoehnlicheren Fluege werden. Mit einer halben Stunde Verspaetung schienen alle Passagiere an Board der kleinen Maschine (CRJ) zu sitzen und eine ziemlich gestresst wirkende Stewardess stiefelte mit einem Stoss Papiere an Board, warf einen kurzen Blick auf die oberste Seite, riss das Mikro an sich heran und bruellte: 'Welcome aboard this Go!-Flight to Maui!' Die ziemlich ueberraschten Blicke ihres Publikums veranlassten die Stewardess noch einmal in ihren Papieren zu wuehlen. Wenige Sekunden spaeter hatte sie auch schon das Flugziel herausgefunden, welches sie mit den Piloten gegencheckte. So informierte sie und also, dass wir nach Hilo, Big Island fliegen wuerden. Alle Passagiere atmeten auf. Alle? Eine alte Dame im Rollstuhl gestikulierte wild mit ihren Faeusten in Richtung der Stewardess und bruellte so laut sie konnte. Das Gesicht der armen Stewardess einen Ausdruck an, als haette sie gerade das ekeligste Tier ihres Lebens gesehen. Sie schien sich von der wildgewordenen Alten loszureissen und funkte das Kontrollzentrum an, dass wenige Minuten spaeter mit einer Rampe anrueckte, und die Dame abtransportierte. Etwas genervte Frage der Stewardess in die Runde der gut unterhaltenen Passagiere: "Anybody else in here not flying to Hilo? No? Awesome!" Was folgte war ein ziemlich unruhiger Flug mit einem wahnsinnigen Landemanoever, sodass ich heilfroh war, als ich wieder sicheren Boden unter den Fuessen hatte.

Kaum war ich aus dem Flughafengebaeude heraus und ging den Weg zur Gepaeckausgabe, als ploetzlich zwei wildfremde Personen meinen Namen riefen ... "Thomas! Are you Thomas from Massachusetts?" ... Gut, ich sagte dass ich Thomas sei aber leider nicht Massachusetts sondern aus Central Germany kaeme. Das reichte den beiden. Sie stellten sich als Morgan (50) und Wendy (23) vor. Wendy, die tatsaechlich aus Massachusetts kommt, macht zur Zeit eine Art Langzeitaufenthalt auf der Farm, zu der auch ich unterwegs war. Morgan war eine Nachbarin aus Kailfornien. Beide hatten einige Wege in Hilo zu erledigen und nutzten die Gelegenheit, mich direkt vom Flughafen abzuholen. Das war ein grosses Glueck, oeffentliche Verkehrsmittel sind auf Big Island naemlich nur aeusserst spartanisch vorhanden.

Bevor wir zur Farm fuhren, hatten wir noch einige Zwischenstopps. Zum einen musste Wendy auf eine Behoerde, auf der sie 'Food Stamps' beantragte und genehmigt bekam. Diese 'Essensmarken' werden in den USA an die armen Bewohner ausgegeben und koennen wie eine Kreditkarte zum Lebensmittelkauf eingesetzt werden. Und dann hoert das Sozialsystem auch schon wieder auf.

Waehrend Morgan und ich im Auto sassen, unterhielten wir uns ueber dies und das. Morgan gehoert zu der grossen Gruppe der US-Buerger, die aus politischen Gruenden nach Hawaii gegangen sind, weil sie es fuer sich selber nicht mehr verantworten koennen in 'Mainland US' unter der Bush-Regierung zu leben. Eine erschreckend grosse Anzahl von  Amerikanern ist fest davon ueberzeugt, dass die US-Regierung den Dritten Weltkrieg plant. Urspruenglich in Kalifornien aufgewachsen zog Morgan also aus den USA weg, um sich auf dem von den USA besetzten Hawaiianischen Inseln (Ansichtssache) ein neues Leben aufzubauen. Sie fragte mich mich grossen Augen: "So you are from Europe ... do you hate us over there?" Ich versicherte ihr dass die meisten Europaeer in der Lage sind, eine Unterscheidung zwischen US-Regierung und US-Bervoelkerung oder Neueengland, Westkueste und dem Mittleren Westen vorzunehmen. Das schien sie zu beruhigen.

Auf der Farm traf ich die beiden anderen Farmbewohner. Zum einen war das Zac (20) aus Kalifornien, dessen letzte Woche auf der Farm angebrochen war. Er unterzog sich seit 8 Tagen einer strikten Fastenkur, um seinen Koerper komplett zu reinigen. Das hatte tatsaechlich einen wichtigen Hintergrund. Zac wurde naemlich dreimal in South Dakota verhaftet, jedesmal wegen Marihuana-Besitz und -Konsum. Irgendetwas wurde das letzte Mal nicht ganz geklaert, sodass Zac im Moment "WANTED BY THE STATE OF SOUTH DAKOTA" war. Also wuerde er voll gereinigt nach South Dakota zurueckkehren, sich einem Drogentest unterziehen, ein paar Tage im Knast verbringen und dann seiner Wege gehen.

Ausserdem auf der Farm lebte natuerlich Mikel, der Projektleiter, mit dem ich zuvor im E-Mail-Kontakt war. Er half mir beim Zeltaufbau und erklaerte mir dann die Grundidee des 'Experimental Village Garden', so der offizielle Name dieser Farm.

Alle Farmbewohner und umliegenden Nachbarn leben in einer Art lockeren Gemeinschaft. Jeder hat seinen eigenen Ort, sei es ein Zelt oder ein quadratkilometergrosses Grundstueck um die Ecke. Fuer alle gibt es einen Ort zum Versammeln, Zeitverteiben und die Gemeinschaft pflegen. Dieser Ort ist das Hauptgebauede auf Mikel's Place. Als WWOOFer spielt ist man natuerlich staendig dort anwesend, es sei denn man moechte lieber allein in seinem Zelt schmoren.

Wenn ich vom 'Hauptgebauede' spreche klingt das ein wenig sehr offiziell. Im Endeffekt war es aber nur ein voellig offenes, 100qm Fundament mit einem Dach darueber und einigen sehr nett eingerichteten Sitzecken, Kuechen, einer Stereoanlage und Mikel's Schlafplatz. Wir lebten also eigentlich immer draussen, da es keine Waende gab. Die ganze Arbeit in diesen Platz hatten Mikel und Zac gesteckt, Wendy und ich halfen in den letzten Zuegen mit. Nach Mikels Einschaetzung hatte das Haupthaus im fast fertigen Zustand definitiv 5 Sterne verdient, sodass er das Gebauede auf den Namen '5-Star-Drop-In-Center' (Freie Uebersetzung: '5-Sterne-Komm-doch-Vorbei-Zentrum')getauft hatte.

Der Grundgedanke der Farm ist so zu beschreiben: Tu was dir Freude bereitet, tu was dir weiterhilft.

Das ist ganz explizit auf die Arbeit zu beziehen. Mir wurde direkt nach meiner Ankunft gesagt, dass hier alle bloss nicht zuviel arbeiten ... Es sollen vor allem Dingen Arbeiten verrichtet werden, die im Moment Spass machen. So sollte die Farm nach und nach aufgebaut werden.

Ganz wichtig an der ganzen Sache: Es gibt keinen Boss. Mikel leitet zwar das Projekt und hat in gewisser Weise natuerlich die Faeden in der Hand. Er gibt jedoch nie Anweisungen oder gar Arbeitsaufgaben, jeder sieht die Arbeit, die er verrichten moechte selbst oder startet ein neues Projekt. Sehr unbeliebte Arbeiten werden zusammen verrichtet.

Eine dieser sehr unbeliebten Arbeiten ergab sich aus einem fuer mich voellig neuen Umstand: Wir waren an einem der abgelegensten Orte der Erde, auf dem geringbevoelkterten Teil einer Insel mitten im pazifischen Ozean. Das heisst im Klartext: Kein Wasseranschluss, kein Stromanschluss, kein Toilettenanschluss. Der elektrische Strom, der auesserst begrenzt war, kam von einem Solarkollektor, der uebermannsgross vor dem Gebaeude stand. Mit dem Strom wird eine Pumpe betrieben, die Wasser fuer Geschirr oder Koerperpflege zur Verfuegung stellt. Zum Trinken musste Regenwasser gesammelt werden.

Und das Toilettenproblem? Na, wir wollen doch so einen kostbaren Rohstoff wie menschlichen Kot nicht einfach verkommen lassen, oder? Also erledigte man sein sein Geschaeft zwischen Erdschichten in Eimer. Die Amerikaner nannten diese in ihrer ueblichen hoeflich-zurueckhaltenden Art (The Shit-Buckets). Ueberraschender Weise deckte das System 'Erde-auf-das-Haeufchen' alles komplett geruchslos ab. Aber einmal in der Woche mussten die Eimer halt in den Kompost geleert werden. Das war gar nicht so schlimm, wie man zunaechst glauben koennte; ich werde trotzdem nicht zu sehr ins Detail gehen.


Am Ankunftstag, Donnerstag dem 25. October verrichtete ich natuerlich keine Arbeiten mehr. Ich nutzte die restlichen zwei Stunden Tageslicht von 4pm - 6pm, um die Umgebung zu erkunden.

Es schien, als sei ich tatsaechlich im Paradies gelandet. Die Farm grenzte direkt an drei riesige Oeko-Fruchtfarmen, deren Baeume auf natuerliche Weise angepflanzt waren. Ich schlenderte ueber Wiesen, mit den unterschiedlichsten Baeuemen, die in einer wunderschoenen gruenen Umgebung lagen. Von einer Plantage kann im eigentlichen Sinn gar keine Rede sein, dafuer war die Gegend einfach viel zu schoen. Ein wenig entfernt von den Farmen gab es die kleine Strasse, die auf die Highway 130 fuehrte (Highway 130 = schlecht ausgebaute, wenig befahrene Landstrasse). Hier konnte man tausende von Avocados und Guaven direkt vom Boden auflesen.

Ich hatte das unbeschreibliche Glueck, dass die Farm direkt neben PANGAIA lag, einer ehemaligen Rohkostgemeinschaft. Am ersten Tag pilgerte ich natuerlich sofort auf dieses Farmgelaende, was nur einen 5 Minuten Fussweg durch eben die wunderbaren Obstwiesen entfernt war. Die Bewohner waren sehr freundlich, wir hatten sogar ein paar gemeinsame Bekannte in Europa. Am naechsten Tag erlaubten sie mir sogar, dass ich alle Fruechte, die ich moechte direkt von den Baeumen nehme, und einen Beitrag zahle, der fuer mich vertretbar ist. Soll heissen: Ich frass mich fuer 14 Tage nur so durch, mit allem, was die Tropen hergaben.
Auch die andere Farm, genannt 'Josanna's Farm', hatte einen netten Fruchtstand, wo alle Fruechte als Freundschaftspreis fuer $1 lb auf Vertrauens-Selbstbedienungsbasis herausgehauen wurden.

Am ersten vollen Tag schichtete ich einen Komposthaufen fuer zwei Stunden um, ging mein Mittagsmahl besorgen und kuemmerte ich um die Intakthaltung des 5-Star-Drop-In-Centers.

So gestalteten sich fast alle Werktage auf der Farm: Am Morgen fuer zwei bis drei Stunden koerperliche Arbeit im Freien, nachmittags unter Umstaenden ein wenig Arbeit im Innenbereich. Abends hing ich meistens mit Wendy herum, denn Zac war von seiner Fastenkur einfach zu muede, um nach Sonnenuntergang noch lange wach zu bleiben. Wendy hatte viel zu erzaehlen aus ihrem Leben und bevor sich das eine oder andere Familienmitglied wieder sonst etwas ausmalt: Wendy war wenig an Maennern interessiert.

Samstag ist der Gemeinschaftstag, an dem alle Nachbarn und Gemeinschaftsmitglieder, die Lust haben, gegen Abend zum 5-Star-Drop-In-Center kommen um am abend zusammen zu sitzen und das Gemeinschaftleben zu pflegen mit Gesang, Geschichten und Essen.

Der genialste Tag der Woche war aber doch der Sonntag, an dem niemand arbeitete und alle zu den zahlreichen Veranstaltungen in der Gegend fuhr. Am ersten Sonntag war das fuer mich der Maku'u Market, einem recht schoenen Sonntagsmarkt ganz im amerikanischen Stil. Die wirklich neue Erfahrung an diesem Sonntag war aber eine andere. Denn wie kommt man denn durch die Gegend auf Hawai'i, wo es praktische keinen OPNV gibt und Radfahren mangels Radlaeden und Entfernungen flachfaellt? Wer kein eigenes Auto hat, dem bleibt nur eine Moeglichkeit: Trampen, oder wie man hier sagt: 'I hitch to town'.

Wendy hatte als arme US-Buergerin natuerlich schon maechtig Erfahrung im Trampen und so stellten wir uns also am Sonntag-Morgen an den Highway 130 und streckten den Daumen heraus. Ed dauerte keine fuenf Minuten, bis ein Pick-Up anhielt und uns aufsteigen liess. Dann und viele folgende Male erolebte ich die genialsten Autofahrten ueberhaupt: Auf der Ladeflaeche eines riesigen Wagens durch gruende Urwaelder und kurvige Strassen bei 55mph. Trampen ist hier wirklich mehr als einfach: Sehr viele Amerikaner fahren riesige Wagen, der Verkehr laeuft langsam, die meisten Menschen hier sind sehr neugierig... Das ist es einfach, mal schnell anzuhalten und jemanden auf die Ladeflaeche oder den Beifahrersitz springen zu lassen. Ich kam tatsaechlich derartig auf den Geschmack, dass ich die folgende Zeit nur noch durch die Gegend trampte. Dabei traf ich die witzigsten Menschen: Einmal wurde ich mit Wendy von einem besoffenen Hippie aufgesammelt, der neben seinem Bier wilde Guaven verspeiste und auch uns welche andrehte. Ein anderes Mal wurde ich von einer Allgemeinaerztin mitgenommen, die eigentlich ganz woanders hin wollte, aber in ihrer Jugend selbst viel trampte und daher jetzt keinen Tramper im Regen stehen laesst.

Unter der Woche ging ich manchmal mit einigen WWOOFern der umliegenden Farmen zu den Tide Pools, einigen natuerlichen Meerwasserbecken, die bei Flut staendig von den meterhohen Wellen ueberspuelt werden. Ein eindrucksvolles Naturerlebnis. Mikel bevorzugt die nahegelegenden Hot Pools, einige von einer warmen Quelle gespeisten Pools direkt am Ozean. Dort traf er eine Frau, die sich beklagte, das sie noch 12 Meilen Fahrrad im Dunkeln fahren muesste bei Regen ueber den Highway. Mikel bot ihr also ganz im Sinne der Gemeinschaft an, doch bei uns zu uebernachten ... Aus der einen Nacht wurden leider blitzschnell drei Tage, in denen 'Angela', so der Name, einfach nicht verschwinden wollte. Das echte Problem: Die Frau war voellig geistesgestoert, redete wirres Zeug ueber die 'Pakistanis mit ihren Turbanen', schminkte sich ueber das ganze Gesicht, trug ihr Halloween-Kostuem, das ihr viel zu klein war und tanzte mit Kopfhoerern im Ohr durch die Gegend. Wir waren alle ziemlich entsetzt, aber zu hoeflich, um sie herauszuschmeissen. Nach drei Tagen verdeutlichte Mikel ihr dann, dass es doch Zeit zu gehen waere.

Am Dientagabend der zweiten Woche erlebte ich eine Einweihungfeier fuer eine Zirkus- und Kulturschule in der weiteren Umgebung, ein sehr amerikanischen gehaltenes Ereignis. Es waren ungefaehr hundert Personen anwesend. Die engagierte Band bestand aus fuenf grauhaarigen Ueber-Fuenfzig-Jaehrigen, die total fit mit Rock'n Roll-Rythmen loslegten. Ueberraschung: Ich hatte aus Deutschland-Erfahrung erwartet, dass es zumindest einige Minuten dauert, bis sich die Tanzflaeche fuellt. Falsch gedacht. Es dauerte kein zehn Sekunden, bis das Parkett gerammelt voll war. Woran lag das jetzt? Zum einen muss man natuerlich feststellen, dass ich in der Region Puna im Ostteil von Big Island war, wiedermal einem der alternativsten Orte der Erde. Hier ist es praktisch ein Gesetz, spirituell immer zu wachsen, auf der Suche zu sein und bitte mit viel Marihuana und Tanz dem inneren Selbst naeher zu kommen. Zum anderen muss ich aber eine Sache besonders positiv vermerken: Es ist nicht zu bestreiten, dass die Menschen hier sehr viel weniger verkrampft sind als in Europa ... Was es nicht gibt, ist der 'Normalbuerger'. Ein Blick auf die Tanzflaeche machte es deutlich: Jeder war auf seine Art verrueckt, der Durchschnittsmensch, an dem sich alle anderen orientieren und moeglichst nicht zu sehr vom Pfad abweichen, war zu Hause geblieben. Ein sehr gelungener Abend, der von einigen hochprofessionellen Vorfuehrungen beendet wurde.

Das interessanteste Erlebnis machte ich aber am Zweiten Sonntag meines Aufenthaltes. Statt zum Markt gingen Wendy und ich diesmal zu einer woechentlichen Veranstaltung, die sich Ecstatic Dance nennt. Diese findet an der Kueste in einem Art Kulturzentrum statt, dass wie eine riesige liegende halbe Konservendose mit offenen Enden aufgebaut ist. Innen befindet sich ein Parkett. Von 10:30 bis 12:30 mixt ein DJ Musik, zu der sich alle Teilnehmer bewegen. Ziel der Sache ist es, sich so zu bewegen, wie man es selbst gerade am angenehmsten empfindet, seine Geisteszustand durch Tanz nach aussen zu transportieren. Wer keine groesseren Probleme hat, so wie ich, der kann natuerlich auch einfach so sich irgendwie zur Musik bewegen. JEDER bewegt sich, keiner guckt komisch oder traut sich nicht. Einige Teilnehmer machen eine Art Aerobic, andere bewegen sich wirbelnd durch den Raum, wieder andere geben sich einer Art Pantomime hin. Das ganze macht besonders viel Spass am Sonntagmorgen, bei lauter Musik und guter Durchlueftung des Rauemes.

Am Ende der Veranstaltung setzen sich alle Teilnehmer in einen grossen Kreis, jeder kann sagen, was er will, Angebote oder Anfragen an die Gemeinde richten. Im Endeffekt ist die ganze Veranstaltung eine Art Ersatzkirche fuer die Region Puna, wo das Christentum sich keiner grossen Beliebtheit erfreut.

Ich verbrachte noch fuenf Tage auf der Farm und verliess den Ort Richtung Volcano National Park am Freitagmorgen.

Die Idee von dieser Experimental Village Farm hat mir sehr viel gebracht, hat mir einige gute Gedankenanstoesse gegeben. Es gab allerdings auch ein recht grosses Problem, und das stellten die anderen Bewohner der Farm, Mikel und Wendy dar. Auch wenn ich mich mit Wendy meistens sehr gut verstand, hatte sie doch in ihrem Leben wahnsinnig viele Schwierigkeiten gehabt und war in meiner Zeit sehr auf Entgigtungskurs. Dementsprechend war sie sehr launisch, was haeufig schwierig auszuhalten war. Ein Problem ist auch die Bildung in den USA, dass Wendy mit ihren neun Jahren US-Schulzeit auf dem Bildungsstand eines europaeischen Viertklaesslers war, was den Gespraechsrahmen ein vielen Stellen etwas begrenzte.

Mit Mikel bin ich oefter an einander geraten, unsere Grundansichten waren nahezu voellig verschieden. Mikel verehrt die chinesische Kultur wie nichts anderes und haelt sich uns prinzipiell fuer ueberlegen. Dann hat er haeufig Pauschalaussagen bereit, zum Beispiel dass Europa ein boesartiger Ort sei, an dem jeder jeden hasst, dann noch die Ansicht, dass Marihuana die meisten Probleme loesen helfen kann .... So drehten sich Gespraeche schnell im Kreis. Wir verstanden uns trotz allem immer noch einigermassen, lernten viel von einander; ich lernte Gartenarbeit und er wie man mit Computern kommuniziert.

Insgesamt war der Aufenthalt schon ein tolles praegendes Erlebnis, auch aus ernaehrungstechnischer Hinsicht vollgelungen .......... und doch war ich froh, am Freitagmorgen ueber die Strasse zum Highway zu laufen, wo mich eine Ueberraschung erwartete .....

LESEN SIE WEITER ..... COMING UP NEXT ..... MEINE RUNDREISE UBER BIG ISLAND .......

Bis zum naechsten Mal ......

PS.: Es tut mir Leid, wenn die Berichte etwas zu ausfuehrlich sind, aber ich habe sie schon stark gekuerzt ... Morgen fliege ich von San Francisco und werde dort den Hawai'i-Bericht vervollstaendigen ..... und auch alle Bildern hochladen .....

Tags: Culture

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