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    <title>In 99 Tagen um die Welt</title>
    <description>In 99 Tagen um die Welt</description>
    <link>https://journals.worldnomads.com/thomaspichl/</link>
    <pubDate>Sun, 19 Apr 2026 11:37:27 GMT</pubDate>
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      <title> :--))</title>
      <description>&lt;p&gt;&lt;img src="https://s3.amazonaws.com/aphs.worldnomads.com/thomaspichl/7052/DSC09797.jpg"  alt="Was muss, das muss ... Gaensehaut-Erlebnis: Besuch der Freiheitsstatue." /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;T I M E   T O   S A Y  G O O D B Y E  . . .&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nein, ich werde jetzt nicht mehr erzaehlen, was ich in New York getan und gelassen habe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dafuer fehlt mir einfach die Zeit, denn ich habe nicht mal mehr 24h in dieser genialen Stadt. Eine grobe Uebersicht ueber letzten Reisetage geben ja die Bilder.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich moechte diese kurzen Zeilen nutzen um mich oeffentlich zu bedanken. Bitte nicht stoehnen, und wenn, dann bitte leise.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Also: D A N K E! Das war's. Kleiner Scherz.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Danke an alle Familienmitglieder, die mir per Telefon, E-Mail oder Reisejournal-Feedback als Stuetze von zu Hause aus gedient haben in meinen 100 Tagen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Danke insbesondere an diejenigen, die mir durch ihre guenstige und grosszuegige Finanzpolitik diese Reise in meinen jungen Jahren (ohne jemals 'richtig' gearbeitet zu haben) ermoeglichten. Es ist nicht selbstverstaendlich. Soviel ist klar.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Danke an alle, die mir durch Verstaendnis, Toleranz und Unterstuetzung wieder mit zu Gesundheit verholfen haben, ohne die ich diese tolle Erfahrung niemals gemacht haette.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Danke an alle fuer alles, was ich vergessen haben sollte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So, das reicht dann aber auch. Wem das jetzt zu emotional war, der moege bitte den Umstand beachten, dass ich mich seit mehr als einem Monat auf US-Gebieten befinde und deshalb etwas desensibilisiert gegenueber spontanen emotionalen Gespraechen. Aber keine Sorge, das wird sich in Deutschland schnell wieder einstellen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bis bald&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Thomas&lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/thomaspichl/story/12247/USA/-</link>
      <category>Travel</category>
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      <author>thomaspichl</author>
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      <pubDate>Tue, 27 Nov 2007 15:24:00 GMT</pubDate>
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      <title>Gallery: NEW YORK NEEEEEWWW YOOOOOOOOORRRRK!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!</title>
      <description>Letzter Halt vor Frankfurt, Flughafen ueber London Heathrow.</description>
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      <author>thomaspichl</author>
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      <pubDate>Tue, 27 Nov 2007 14:34:00 GMT</pubDate>
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      <title>san-san-san-san-san ffrraanncciissccoo</title>
      <description>&lt;p&gt;Hallo zusammen,&lt;/p&gt;&lt;p&gt;habe mich jetzt in einem bis jetzt ganz sympathischen Hostel in Midtown Manhattan niedergelassen und kann jetzt endlich meinen Bericht ueber San Francisco ins Netz stellen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Fuenf Tage in San Francisco vergingen so schnell wie nie zuvor fuenf Tage vergingen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Donnerstag, dem 15.11.07 landete ich um 20.40 Uhr in San Francisco. Mein Gepaeck gluecklicherweise auch. Mit dem gutgemachten BART-System (U-Bahn) stand ich bereits um 21.30 vor meinem Hostel. Zuvor war ich noch von zwei zwielichtigen Gestalten angequatsch worden. Ein merkwuerdiger Herr mit wenig Zaehnen empfahl mir, meine Flugschilder vom Backpack zu entfernen, da mich das potentiell attraktiv fuer Gangster machen wuerde. Dieser Empfehlung kam ich nach. Ein zweiter ziemlich heruntergekommer Typ versuchte herauszubekommen, wohin ich ginge; er schien mich fuer ein ziemlich naives europaeisches Kind zu halten. Aber Klein-Thomas hat ja bereits auf Hawaii gelernt, wie man mit unangenehmen US-Buergern umgeht. Nach einem hoeflichen 'I F**KING know where I'm going, so get the F**K away', trottete der Typ von dannen als haette ich seine Anfrage freundlich abgelehnt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am ersten Tag orientierte ich mich vor allem. Ich lief die Market Str. herauf- und herunter, ging zum Ferry Building Market Place und nach Chinatown.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;San Francisco liess schon auf den ersten Blick keine Wuensche offen - Atmosphaerische Distrikte und an jeder Ecke etwas zu entdecken, auszuprobieren und zu bestaunen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Besonders auffaellig ist die Tatsache dass San Francisco verdammt bergig ist, ungewoehnlich fuer eine Grossstadt. Die Berge haben einen derartigen Anstieg dass man direkt ins Schnaufen kommt wenn man schnell auf den Russian Hill oder den Telegraph Hill heraufsteigt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich konzentrierte mich zunaechst auf den Financial District mit den tollen Wolkenkratzern und auf die Piere am Port of San Francisco.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Erlebnis ist die Stadt vor allem bei Nacht, wenn die beleuchteten Wolkenkratzer noch einmal fuer eine ganz besondere Atmosphaere sorgen, besonders am Ferry Building Market Place, wo sich auch ein Eislauffeld befindet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am zweiten Tag ging ich zunaechst auf den Farmers' Market und kaufte mir ein paar Fruechte ein, viel konnte ich mir nicht leisten. Daher zog ich mich nach Chinatown zurueck. Die Preisunterschiede sind unglaublich - Am Farmers Market am Hafen kostet das Kilogramm Aepfel bis zu $&lt;strong&gt;8, &lt;/strong&gt;in Chinatown nur $0,49, wenn auch die Qualitaet nicht so toll war.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nachmittags erklomm ich den Russian Hill mit der grossartigen Aussicht ueber San Francisco, die Bucht und die Skyline der Stadt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Letzter Hoehepunkt des Tages: Ich wanderte duch 'North Beach', jenem Stadtviertel, das auch 'Little Italy' genannt wird, und das aus gutem Grund. In diesem von italienischen Einwanderern dominierten Distrikt kann man ein angenehmes (fast) italienisches Flair geniessen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sonntagmorgen ein Ereignis, das ich schon immermal mitmachen wollte: Ich ging zur Kirche. Ja, nun haben wir noch einen Christen in der Familie. HAHAHA! Keine Angst, war nur ein Scherz. Auf Empfehlung des Lonely Planet fand ich mich um 9:00am an der Glide United Methodist Church ein und sah - Eine original us-amerikanische Gospelmesse. Mit knapp tausend Besuchern war die Kirche gerammelt voll und die Stimmung genial. Willkommen waren ausdruecklich alle Glaubensrichtungen und Weltanschauungen. Daher gibt es auch ein paar Tabuworte wie zum Beispiel 'Jesus' oder 'Christen'. Interessant, oder? Der Hauptteil der Messe bestand aus einem erstklassigen Konzert der Band und des Gospelchores, das durch multimedialen Einsatz unterstuetzt wurde, u.a. durch einen Beamer und ein Surround-System. Zwischendurch kamen einige Beitraege der oertlichen Mitglieder, mit betont mehr philosphischen oder pratischem als direkt religioesem Bezug. Im Kern drehte sich alles um das 'Geben', denn Thanksgiving stand ja vor der Tuer. Leider lag die Kirche im Distrikt 'The Tenderloin', dem aermsten Viertel der Stadt, in dem sich eine skid-row an die naechste reiht. Dieses Stadtviertel war auch nur zwei Blocks von meiner Unterkunft am Union Sq entfernt. Am fruehen morgen war es aber recht friedlich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nachmittags fuhr ich in den Haight Str Distrikt und sah mir die tollen viktorianischen Haeuser und die hippen Laeden der Gegend an.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Montag dann ein Ausflug zum Muirwood State Monument, in dem die hoechsten Baeume der Welt zu finden sind. Nicht die hoechsten Baeume an sich, aber die hoechstwachsende Sorte Baum. Mit 86 Meter waren sie sehr anschaulich, wenn die ganze Angelegenheit auch dadurch getruebt wurde, das ich mit einer Gruppe reisen musste, was mich maechtig nervte. Deshalb musste ich spaeter am Vormittag auch noch nach Sausalito, einer Kuenstlerstadt vor San Francisco fahren. Die restliche Zeit des Tages nutzte ich, um Cable Car zu fahren, soviel die Tageskarte hergab. Bis in die Dunkelheit hinein fuhr ich Powell Str und California Str hinauf- und hinunter, immer am Rand haengend. Das waere in Deutschland garantiert nicht zugelassen. Ein Riesenerlebnis, nachts am Cable Car haengend, den Kopf nach draussen gestreckt die steilen Haenge in die Strassenschluchten des Financial Districts zu rasen. Es ist mehr ein 'Eintauchen' als ein 'Fahren'.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am letzten Tag sah ich mir vormittags Alcatraz an, und lernte in der hervorragenden Audiotour die interessantesten Sachen ueber Ausbrueche, Alltag und sonstiges Wissenswertes aus der Gefaengnisgeschichte. Sehr empfehlenswert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Spaeter am Tag der kroenende Abschluss des Tages, ich lieh mir ein Fahrrad und radelte vom Fisherman's Wharf am Ufer der Bucht entlang bis zur Golden Gate Bridge und ueberquerte die Golden Gate Bridge. Ein spektakulaeres, sehr elegant aussehendes Gebilde, vor der untergehenden Sonne ganz besondern toll.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mein Backpack wird immer schwerer und dieses Mal musste ich ziemlich herumdiskutieren, bis man mir genehmigte, meine 12 Pfund Uebergepaeck kostenlos zu transportieren. Es ging alles gut auf AA0012 und wir landeten um 7:30pm in JFK, New York.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Bericht ueber New York folgt in spaetestens zwei Tagen ...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bis dahin&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Thomas&lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/thomaspichl/story/12114/USA/san-san-san-san-san-ffrraanncciissccoo</link>
      <category>Travel</category>
      <category>USA</category>
      <author>thomaspichl</author>
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      <pubDate>Sat, 24 Nov 2007 13:09:00 GMT</pubDate>
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      <title>Gallery: if you're going to s a n  f r a n c i s c o </title>
      <description>... eine der schoensten und interessantesten staedte der USA ... sagt man</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/thomaspichl/photos/6929/USA/if-youre-going-to-s-a-n-f-r-a-n-c-i-s-c-o</link>
      <category>Travel</category>
      <category>USA</category>
      <author>thomaspichl</author>
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      <pubDate>Thu, 22 Nov 2007 15:15:00 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>s c e n i c   hawai'i</title>
      <description>&lt;p&gt;A L O H A (zum letzten Mal),&lt;/p&gt;&lt;p&gt;hier nun die Fortsetzung meines Berichtes von Big Island.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Freitag, dem 8. Oktober stapfte ich also los mit meinem Riesenrucksack, der mittlerweile 62 Pfund wog. Mein erstes Reiseziel war das Doerfchen Volcano, das direkt am Volcano National Park liegt, wo ich zwei Tage verbringen wollte. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach cirka zehn Minuten Fussmarsch fuhr der erste Pick-Up an den Strassenrand und nahm mich mit bis zur Highway-Kreuzung. Dort landete ich einen Volltreffer. Die Dame, die mich zur Kreuzung mitgenommen hatte, war noch nicht weggefahren, als ein mittelgrosser silberner Wagen um die Ecke bog. Ich streckte sofort meinen Daumen aus und der Wagen hielt an. Drinnen sassen, stehend Menschen, schweigend ins Gespraech vertieft; als ein totgeschossner Hase ... ok, ok straight to the point: Der funkelnde Wagen war ein Mietwagen, in dem ein Ehepaar aus Alaska sass, das wohin unterwegs war? Natuerlich! Zum Volcano National Park! Also sparte ich mir bestimmt dreimal Umsteigen. Die beiden waren sogar so nett, dass sie mich wegen meines schweren Gepaecks und des leichten Nieselregens bis vor die Tuer des Hostels fuhren, es vorher sogar noch suchten. Das sparte mir eine weitere Stunde Fussmarsch durch die auesserst weitlaeufigen Ortschaften in den USA.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Hostel begruesste mich eine auesserst nette japanische Frau, die das Hostel zusammen mit ihrem Mann leitet. Ich durfte mein Gepaeck abstellen und sollte nach 4:30pm wieder erscheinen, in der Zwischenzeit war leider Daytime-Lockout. Verstaendlich, denn im Hostel wohnte auch die Familie.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Logischerweise ging ich sofort los und stand eine halbe Stunde spaeter am Eingang des Volcano National Parks. Dieser liess dann auch keinen Wunsch mehr offen. Einen weiten Ausblick ueber die rauchende Kaldera des riesigen Areal mit vielen kleinen und drei grossen Kratern. In der Mitte eine riesige Wueste schwarzer Lava, die wie ein vereister Fluss in Formation gegossen war. Dazwischen hawaiianische Urwaelder mit riesigen Farnbaeumen, die Neuseeland locker Konkurrenz machen und eine interessante Vogelwelt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kein Wunsch offen? DOCH! Ein Wunsch offen. Ich flitzte zum Visitors Center und erkundigte mich, wo ich denn nun Lava in den Ozean fliessen sehen koenne. Der Ranger erklaerte mir den Sachverhalt mit zynischer Genugtuung: Die Lava floss seit 1984 am einer ganz bestimmten Stelle in den Ozean, an der man dampfende, rotgefaerbte Explosionen wie nirgends sonst auf der Welt beobachten konnte. Nur LEIDER, so fuhr der Ranger fort, hoerte die Lava auf, in den Ozean zu fliessen. Und wann?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;L E T Z T E N   M O N A T ! ! ! Na schoen. Nach einem Erdbeben wurde naemlich der Lavastrom vom Vulkan abgetrennt und ein neuer tat sich auf, der Kurs auf die Umgebung meiner Gastfarm machte. Der aktuell aktive Lavastrom ist natuerlich komplett abgesperrt und nur ueber den Helikopter zu bestaunen, der nun aber wirklich gar nicht in mein Budget passt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Freitag-Nachmittag durchlief ich den Kilauea Iki Krater, der 1959 mit brodelnder Lava gefuellt war und noch heute dampft. Durch einen Riesenfarnwald ging ich weiter zur 'Lava Tube', einem ehemaligen Lavaflusshohlraum im Vulkangestein, der heute zu besichtigen ist. 350m dieser Lavaroehre sind unbeleuchtet und duerfen mit Taschenlampe selbst erkundet werden, was ich natuerlich tat. Um die Kaldera des Nationalparks fuehrt eine Ringstrasse, damit auch die Japaner etwas von der amerikanischen Landschaft mitbekommen. Einige anfahrbare Sehenswuerdigkeiten, wie zum Beispiel die 'Lava Tube', sind deshalb periodisch uebervoll. Kaum ist man aber zehn Meter gelaufen, schon steht man praktisch allein auf weiter Flur.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Hostel erwartete mich eine nette Ueberraschung: Es war genau ein Gast zuviel im Schlafsaal, naemlich ich, weshalb schnellstens ein Privatzimmer in einen Schlafsaal umgewandelt wurde - und fuer mich allein zur Verfuegung stand. Riesenzimmer fuer mich allein fuer $18 - nicht schlecht, oder?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Samstag drehte ich dann eine grosse Tour ueber ungefaher 17 Meilen. Zuerst bewunderte ich die Schwefel-Quellen und rauchenden Erdspalten nahe des Besucherzentrums. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich durchlief dann die grosse Kaldera einmal komplett. Eine wirklich magische Atmosphaere, ganz allein den Markern in Form von uebereinandergestapelten Steinen zu folgen, umgeben von einer dampfenden Mordor-artigen Landschaft. Abseits des Pfades war die Oberflaeche der Lava tatsaechlich bruechig. Spaeter warf ich einen Blick in den eindrucksvollen Halema'mua'u-Krater. Ich naeherte mich von der nichtanfahrbaren Seite und musste mit einem Prickeln in den Fingerspitzen feststellen, dass es keinen Zaun gab. Ich sah links und rechts und geradezu die Steilwaende des Kraters und ahnte, dass unter mir genau das gleiche sein muesste. Vorsichtig naeherte ich mich dem Abgrund; das Kitzeln wurde staerker. &amp;quot;Es muss doch etwas geben, dass mich jetzt davor schuetzen wuerde hier herunterzufallen oder zu springen!!&amp;quot; Viel zu deutsch gedacht; es gab NICHTS dergleichen. Also bin ich schnell wieder zurueck auf den Pfad gehuscht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zurueck lief ich den Crater Rim Trail durch die Wueste mit herrlichem Panorama ueber den Mauna Loa (4210m) und vorbei an interessanten Lavaformationen. Ein Stueck durch schoenste feuchte Waelder und ich war wieder in Volcano Village.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sonntagmorgen warf ich nochinal einen schnellen Blick von den Aussichtspunkten in der Naehe des Dorfes auf die nunmehr beste Aussicht dank des klaren Wetters.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gegen Mittag schnappte ich meine Sachen und stellte mich wiedereinmal an den Highway und trampte nach Hilo, was mein naechstes Reiseziel sein sollte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Hilo plante ich, mir die Museen und den beruehmten Farmers' Market anzuschauen. Ausserdem hoffte ich im oertlichen Hostel ein paar motortisierte Reisegefaehrten zu finden, die mit mir andere Teile der Insel erkunden wuerden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unfassbar, wie reibungslos auch diesmal wieder alles ablaufen sollte: Ich traf fuenf Minuten nach der Ankunft einen 30-jaehrigen Suedafrikaner namens Matthew, der Geodaesie studiert hatte und gerade eine Auszeit von der Arbeit nahm. Er lebte seit fuenf Jahren aus Sicherheitsgruenden in England, denn in Suedafrika ist es einfach zu gefaehrlich, als weisser Mann mit einem Wagen durch die Gegend zu fahren und das Land zu vermessen. Alle seine Studienkollegen hatten schon einmal die Pistole am Kopf und er hatte keine Lust auf seinen ersten Ueberfall zu warten. Trotzdem bedauerte er sehr, dass ich zur Zeit nicht nach Suedafrika fahren wuerde, denn es sei eines der schoensten Laender auf Erden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ausserdem mit von der Partie war Giorgo, ein 60-jaehriger Italiener, der ebenfalls in unserem schicken Schlafsaal uebernachtete. Er war sehr humorvoll und benahm sich wie ein Italiener und war derartig fit mit seinen 60 Jahren, dass es jeden Rentenversicherer in einen Schockzustand versetzt haette.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Montag nahmen wir uns ein Auto. Inklusive allem drum und dran kostete das dann $15,55 pppd, was wirklich erschwinglich ist. Meine Aufgabe war die Navigation und die Kontrolle des Fahrers, Matthew. Letzterer fuhr zwar sehr sicher, hatte aber da Problem, das er zum ersten Mal in seinem Leben am eigenen Leibe den Rechtsverkehr zu spueren bekam. Es ging alles gut, nur ein paar mal beim Wenden mussten Giorgo und ich bruellen: &amp;quot;KEEP RIGHT!!!&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Den Vormittag des Montages nutzten wir, um uns die Wasserfaelle in der Naehe von Hilo anzuschauen. Die fanden wir alle ziemlich unspektakulaer. Sie werden in den Reisefuehrern zu sehr hervorgehoben, was die Erwartungen zu sehr nach oben treibt und waren wiedereinmal von japanischen Terrouristen eingenommen. Ausserdem waren wir alle drei schon etwas abgestumpft mit Wasserfaellen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir sollten aber mehr als entschaedigt werden. Am Nachmittag fuhren wir dann mit einigen Fotostops zum Mauna Kea, dem hoechsten Berg DER WELT!!! Ja, ihr habt richtig gelesen, vergesst den Mount Everest, der ist nur der hoechste Gipfel. Der Mauna Kea aber erhebt sich vom Meeresboden bis auf 13,976 Fuss uber NN, was ihn auf eine Gesamthoehe von ueber 30,000 Fuss bringt!! Mit einigen Fotostopps am Highway 200 fuhren wir zum Visitors Center auf 9,000 Fuss. Die Anfahrtsstrecke war schon sehr schoen und war ein Vorgeschmack auf das, was kommen sollte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jedem Besucher wird dringend geraten, sich mindestens eine Stunde am Visitors Center aufzuhalten, um sich zu akklimatisieren. Tatsaechlich waren wir so schnell hochgefahren, dass ich schon hier fuer einen kurzen Moment ein Schwindelgefuehl hatte, was aber sofort wieder verschwand.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir sahen uns das Sicherheitsvideo an und gingen dann den Trampelpfad zu einer Spitze in der Umgebung. Von hier oben genoss ich den sagenhaftesten Ausblick, den ich bisher im Leben gesehen hatte: Mehrere kleinere und groessere Krater unter uns, der Mauna Loa als zweithoechster Berg mit seinem seicht ansteigenden Profil, das an den Kilimandscharo erinnert direkt vor uns, gruene Wiesen und tropische Waelder zur Kueste hin, auf halber Hoehe eine Wolkenfront, die an einigen Stellen Wasser regnen liess, die Bergwelt des Mauna Kea in allen Rot- und Brauntoenen und und und .... Wir konnten uns nicht satt sehen an diesem Panorama!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aus Kostengruenden hatten wir natuerlich nur ein normales Auto gemietet. Um auf den Mauna Kea ganz nach oben zu fahren, braucht es aber einen Allradantrieb (4WD). Also nutzten wir die uebliche Strategie: Trampen! Wir fragten sehr lange herum, bis wir schliesslich drei Plaetze in zwei Wagen organisert bekommen hatten. Ich fuhr allein mit einer japanischen Touristengruppe nach oben. Schon die Kulisse waehrend der Auffahrt ist nicht mehr in Worte zu fassen! Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir die Spitze, von der aus wir noch das letzte Stueck bis zum wirklich hoechsten Punkt liefen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;ES WAR WIE IM FILM! Diese Kulisse war nicht mehr steigerbar! Die weissen Observatorien, die wie die Schneefetzen auf dem braunen Gipfel das Licht der untergehenden Sonne orange reflektierten, die wenig spaeter blutrote Sonne, der man beim untergehen mit blossem Auge zu sehen konnte, im gleichen Moment der Schatten des Berges, der sich in Sekundenschnelle ueber den weissen Wolken erhob. Es war, als haetten wir uns nicht in ein Fahrzeug gesetzt, um zum Gipfel zu kommen, sondern als ob wir uns von einem Raumschiff direkt auf einen anderen Planeten gebeamt haetten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich darf sagen, dass diese Fuenf Minuten, wenn sie auch ein wenig stressig waren, wegen der vielen Fotos und dem Hecheln der wenigen Besucher, mit Abstand das genialste Naturerlebnis darstellen, das ich je gehabt habe. Nach Sonnenuntergang standen wir noch weitere fuenf Minuten auf der Spitze und waren gebannt von der Atmosphaere. Auf dem Gipfel war es mit 1C auesserst kalt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So gar nicht gebannt waren natuerlich die Japaner, denn die standen unter Termindruck. Kein einziger Japaner von vier Reisgruppen hatte sich auf den Gipfel begeben und wenige Sekunden nach Sonnenuntergang waren drei der vier Gruppen schon wieder auf dem Rueckweg. Gott sei Dank sammelte mich die letzte Touristengruppe auf, sodass ich nicht auf dem Gipfel zurueckbleiben musste.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Visitor Center wohnten wir dann noch fuer zwei Stunden von 6:45pm einer Starshow bei. Ein Freiwilliger Helfer erlaeuterte viele interessante Geschichten uber den Mauna Kea und benutzte seinen Laserpointer, um den Besuchern die Sternbilder des ueberragenden Sternenhimmels zu praesentieren. Um 8:45pm fuhren wir dann zurueck nach Hilo. Es war auch hoechste Zeit, denn mich plagten Kopfschmerzen von den Hoehenunterschieden und die Temperatur betrug auch nur knappe 10C. Im Tal waren diese dann wie weggeblasen. Es sah schon lustig aus, als wir drei in Winterklamotten unter Palmen ins Hostel einmarschierten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Dienstag nahmen wir gleich nochmal ein Auto, weil die Expedition am Vortag so einen Spass gemacht hatte. Diesmal steuerten wir Waipi'o Valley an, das mit seinen saftigen gruenen Wiesen, Obstbaeumen, riesigen Wasserfaellen und dem schwarzen Sandstrand vor den Steilklippen einen weiteren Hoehepunkt auf der Tour darstellte. Gegen Nachmittag fuhren wir die Straende von Hilo ab, wo uns ein Regenbogen eine fast zu perfekte Fotogelegenheit bot.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mittwoch flog Giorgo nach Honolulu und Matthew fuhr in den Volcano National Park, den ich ja schon kannte. Ich nutzte meinen letzten Tag auf Hawai'i, um mir die interessanten Museen Hilos anzuschauen. Im Pacific Tsunami Museum lernte ich einiges neues ueber Verhalten bei und Geschichte ueber Tsunamis. Nach einem zweistuendigen Marsch durch die Sonne erreichte ich das Imiloa Center of Astronomy, wo ich mir eine hochinteressante excellente 3D-Filmvorfuehrung ansah ...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Schlafsaal traf ich Gott sei Dank einen Oesterreicher, der mit am naechsten Morgen eine Mitfahrmoeglichkeit in seinem Mietwagen zum Flughafen anbot, was mir einen einstuendign Fussmarsch mit 62 Pfund Gepaeck ersparte, denn $17 fuer das Taxi haette ich nicht gezahlt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute morgen hatte der Flug ganz im Sinne der Airline GO! zwei Stunden Verspaetung und ich schaffte es gerade rechtzeitig mit den wahnsinnig hohen Sicherheitsvorkehrungen, meinen Anschlussflug zu erhaschen. Der Landeanflug auf Honolulu war mal wieder irrwitzig mit waghalsigen Manoeuvern, die uns hin- und herschleuderten. Schlimmer noch der Landeanflug bei American Airlines: Kompletter Bodennebel in San Francisco, reinen Vertrauen in die Technik. Aber es ging alles gut.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mein erster Eindruck des naechtlichen San Francisco: Das ist schon eine heissen Pflaster, mit vielen Obdachlosen und Gaunern. Morgen werde ich die Stadt mal inspizieren und irgendwann in meinen fuenf Tagen noch einen Ausflug zu einem Nationalpark machen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bis demnaechst aus Kailfornien&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Thomas&lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/thomaspichl/story/11751/USA/s-c-e-n-i-c-hawaii</link>
      <category>Travel</category>
      <category>USA</category>
      <author>thomaspichl</author>
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      <pubDate>Fri, 16 Nov 2007 20:47:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Experimental Village Garden, Puna, Hawai'i</title>
      <description>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Hallo zusammen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Internetzugang gestaltete sich in den letzten 2 Wochen etwas
kompliziert, entweder kostete die Verbindung $6 pro Stunde, oder es gab
schlicht und ergreifend kein Internet.&lt;br /&gt;
Jetzt bin ich hier in der absoluten Pampa im Ostteil von Big Island und - wir haben hier endlich Internet installiert.&lt;br /&gt;
Ich fange mal von vorne an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Donnerstag, dem 25. Oktober begab ich mich zurueck zum
internationalen Flughafen Honolulu, um mit dem Billigflieger
Go!-Airlines nach Hilo auf Big Island zu fliegen. Es sollte einer der
aussergewoehnlicheren Fluege werden. Mit einer halben Stunde
Verspaetung schienen alle Passagiere an Board der kleinen Maschine
(CRJ) zu sitzen und eine ziemlich gestresst wirkende Stewardess
stiefelte mit einem Stoss Papiere an Board, warf einen kurzen Blick auf
die oberste Seite, riss das Mikro an sich heran und bruellte: 'Welcome
aboard this Go!-Flight to Maui!' Die ziemlich ueberraschten Blicke
ihres Publikums veranlassten die Stewardess noch einmal in ihren
Papieren zu wuehlen. Wenige Sekunden spaeter hatte sie auch schon das
Flugziel herausgefunden, welches sie mit den Piloten gegencheckte. So
informierte sie und also, dass wir nach Hilo, Big Island fliegen
wuerden. Alle Passagiere atmeten auf. Alle? Eine alte Dame im Rollstuhl
gestikulierte wild mit ihren Faeusten in Richtung der Stewardess und
bruellte so laut sie konnte. Das Gesicht der armen Stewardess einen
Ausdruck an, als haette sie gerade das ekeligste Tier ihres Lebens
gesehen. Sie schien sich von der wildgewordenen Alten loszureissen und
funkte das Kontrollzentrum an, dass wenige Minuten spaeter mit einer
Rampe anrueckte, und die Dame abtransportierte. Etwas genervte Frage
der Stewardess in die Runde der gut unterhaltenen Passagiere: &amp;quot;Anybody
else in here not flying to Hilo? No? Awesome!&amp;quot; Was folgte war ein
ziemlich unruhiger Flug mit einem wahnsinnigen Landemanoever, sodass
ich heilfroh war, als ich wieder sicheren Boden unter den Fuessen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum war ich aus dem Flughafengebaeude heraus und ging den Weg zur
Gepaeckausgabe, als ploetzlich zwei wildfremde Personen meinen Namen
riefen ... &amp;quot;Thomas! Are you Thomas from Massachusetts?&amp;quot; ... Gut, ich
sagte dass ich Thomas sei aber leider nicht Massachusetts sondern aus
Central Germany kaeme. Das reichte den beiden. Sie stellten sich als
Morgan (50) und Wendy (23) vor. Wendy, die tatsaechlich aus
Massachusetts kommt, macht zur Zeit eine Art Langzeitaufenthalt auf der
Farm, zu der auch ich unterwegs war. Morgan war eine Nachbarin aus
Kailfornien. Beide hatten einige Wege in Hilo zu erledigen und nutzten
die Gelegenheit, mich direkt vom Flughafen abzuholen. Das war ein
grosses Glueck, oeffentliche Verkehrsmittel sind auf Big Island
naemlich nur aeusserst spartanisch vorhanden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bevor wir zur Farm
fuhren, hatten wir noch einige Zwischenstopps. Zum einen musste Wendy
auf eine Behoerde, auf der sie 'Food Stamps' beantragte und genehmigt
bekam. Diese 'Essensmarken' werden in den USA an die armen Bewohner
ausgegeben und koennen wie eine Kreditkarte zum Lebensmittelkauf
eingesetzt werden. Und dann hoert das Sozialsystem auch schon wieder
auf. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Waehrend Morgan und ich im Auto sassen, unterhielten wir
uns ueber dies und das. Morgan gehoert zu der grossen Gruppe der
US-Buerger, die aus politischen Gruenden nach Hawaii gegangen sind,
weil sie es fuer sich selber nicht mehr verantworten koennen in
'Mainland US' unter der Bush-Regierung zu leben. Eine erschreckend
grosse Anzahl von  Amerikanern ist fest davon ueberzeugt, dass die
US-Regierung den Dritten Weltkrieg plant. Urspruenglich in Kalifornien
aufgewachsen zog Morgan also aus den USA weg, um sich auf dem von den
USA besetzten Hawaiianischen Inseln (Ansichtssache) ein neues Leben
aufzubauen. Sie fragte mich mich grossen Augen: &amp;quot;So you are from Europe
... do you hate us over there?&amp;quot; Ich versicherte ihr dass die meisten
Europaeer in der Lage sind, eine Unterscheidung zwischen US-Regierung
und US-Bervoelkerung oder Neueengland, Westkueste und dem Mittleren
Westen vorzunehmen. Das schien sie zu beruhigen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf der Farm
traf ich die beiden anderen Farmbewohner. Zum einen war das Zac (20)
aus Kalifornien, dessen letzte Woche auf der Farm angebrochen war. Er
unterzog sich seit 8 Tagen einer strikten Fastenkur, um seinen Koerper
komplett zu reinigen. Das hatte tatsaechlich einen wichtigen
Hintergrund. Zac wurde naemlich dreimal in South Dakota verhaftet,
jedesmal wegen Marihuana-Besitz und -Konsum. Irgendetwas wurde das
letzte Mal nicht ganz geklaert, sodass Zac im Moment &amp;quot;WANTED BY THE
STATE OF SOUTH DAKOTA&amp;quot; war. Also wuerde er voll gereinigt nach South
Dakota zurueckkehren, sich einem Drogentest unterziehen, ein paar Tage
im Knast verbringen und dann seiner Wege gehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ausserdem auf der
Farm lebte natuerlich Mikel, der Projektleiter, mit dem ich zuvor im
E-Mail-Kontakt war. Er half mir beim Zeltaufbau und erklaerte mir dann
die Grundidee des 'Experimental Village Garden', so der offizielle Name
dieser Farm.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alle Farmbewohner und umliegenden Nachbarn leben in
einer Art lockeren Gemeinschaft. Jeder hat seinen eigenen Ort, sei es
ein Zelt oder ein quadratkilometergrosses Grundstueck um die Ecke. Fuer
alle gibt es einen Ort zum Versammeln, Zeitverteiben und die
Gemeinschaft pflegen. Dieser Ort ist das Hauptgebauede auf Mikel's
Place. Als WWOOFer spielt ist man natuerlich staendig dort anwesend, es
sei denn man moechte lieber allein in seinem Zelt schmoren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn
ich vom 'Hauptgebauede' spreche klingt das ein wenig sehr offiziell. Im
Endeffekt war es aber nur ein voellig offenes, 100qm Fundament mit
einem Dach darueber und einigen sehr nett eingerichteten Sitzecken,
Kuechen, einer Stereoanlage und Mikel's Schlafplatz. Wir lebten also
eigentlich immer draussen, da es keine Waende gab. Die ganze Arbeit in
diesen Platz hatten Mikel und Zac gesteckt, Wendy und ich halfen in den
letzten Zuegen mit. Nach Mikels Einschaetzung hatte das Haupthaus im
fast fertigen Zustand definitiv 5 Sterne verdient, sodass er das
Gebauede auf den Namen '5-Star-Drop-In-Center' (Freie Uebersetzung:
'5-Sterne-Komm-doch-Vorbei-Zentrum')getauft hatte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Grundgedanke der Farm ist so zu beschreiben: Tu was dir Freude bereitet, tu was dir weiterhilft.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das
ist ganz explizit auf die Arbeit zu beziehen. Mir wurde direkt nach
meiner Ankunft gesagt, dass hier alle bloss nicht zuviel arbeiten ...
Es sollen vor allem Dingen Arbeiten verrichtet werden, die im Moment
Spass machen. So sollte die Farm nach und nach aufgebaut werden. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ganz
wichtig an der ganzen Sache: Es gibt keinen Boss. Mikel leitet zwar das
Projekt und hat in gewisser Weise natuerlich die Faeden in der Hand. Er
gibt jedoch nie Anweisungen oder gar Arbeitsaufgaben, jeder sieht die
Arbeit, die er verrichten moechte selbst oder startet ein neues
Projekt. Sehr unbeliebte Arbeiten werden zusammen verrichtet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine
dieser sehr unbeliebten Arbeiten ergab sich aus einem fuer mich voellig
neuen Umstand: Wir waren an einem der abgelegensten Orte der Erde, auf
dem geringbevoelkterten Teil einer Insel mitten im pazifischen Ozean.
Das heisst im Klartext: Kein Wasseranschluss, kein Stromanschluss, kein
Toilettenanschluss. Der elektrische Strom, der auesserst begrenzt war,
kam von einem Solarkollektor, der uebermannsgross vor dem Gebaeude
stand. Mit dem Strom wird eine Pumpe betrieben, die Wasser fuer
Geschirr oder Koerperpflege zur Verfuegung stellt. Zum Trinken musste
Regenwasser gesammelt werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und das Toilettenproblem? Na, wir
wollen doch so einen kostbaren Rohstoff wie menschlichen Kot nicht
einfach verkommen lassen, oder? Also erledigte man sein sein Geschaeft
zwischen Erdschichten in Eimer. Die Amerikaner nannten diese in ihrer
ueblichen hoeflich-zurueckhaltenden Art (The Shit-Buckets).
Ueberraschender Weise deckte das System 'Erde-auf-das-Haeufchen' alles
komplett geruchslos ab. Aber einmal in der Woche mussten die Eimer halt
in den Kompost geleert werden. Das war gar nicht so schlimm, wie man
zunaechst glauben koennte; ich werde trotzdem nicht zu sehr ins Detail
gehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Am Ankunftstag, Donnerstag dem 25. October verrichtete
ich natuerlich keine Arbeiten mehr. Ich nutzte die restlichen zwei
Stunden Tageslicht von 4pm - 6pm, um die Umgebung zu erkunden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es
schien, als sei ich tatsaechlich im Paradies gelandet. Die Farm grenzte
direkt an drei riesige Oeko-Fruchtfarmen, deren Baeume auf natuerliche
Weise angepflanzt waren. Ich schlenderte ueber Wiesen, mit den
unterschiedlichsten Baeuemen, die in einer wunderschoenen gruenen
Umgebung lagen. Von einer Plantage kann im eigentlichen Sinn gar keine
Rede sein, dafuer war die Gegend einfach viel zu schoen. Ein wenig
entfernt von den Farmen gab es die kleine Strasse, die auf die Highway
130 fuehrte (Highway 130 = schlecht ausgebaute, wenig befahrene
Landstrasse). Hier konnte man tausende von Avocados und Guaven direkt
vom Boden auflesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich hatte das unbeschreibliche Glueck, dass
die Farm direkt neben PANGAIA lag, einer ehemaligen
Rohkostgemeinschaft. Am ersten Tag pilgerte ich natuerlich sofort auf
dieses Farmgelaende, was nur einen 5 Minuten Fussweg durch eben die
wunderbaren Obstwiesen entfernt war. Die Bewohner waren sehr
freundlich, wir hatten sogar ein paar gemeinsame Bekannte in Europa. Am
naechsten Tag erlaubten sie mir sogar, dass ich alle Fruechte, die ich
moechte direkt von den Baeumen nehme, und einen Beitrag zahle, der fuer
mich vertretbar ist. Soll heissen: Ich frass mich fuer 14 Tage nur so
durch, mit allem, was die Tropen hergaben.&lt;br /&gt;
Auch die andere Farm, genannt 'Josanna's Farm', hatte einen netten
Fruchtstand, wo alle Fruechte als Freundschaftspreis fuer $1 lb auf
Vertrauens-Selbstbedienungsbasis herausgehauen wurden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am ersten
vollen Tag schichtete ich einen Komposthaufen fuer zwei Stunden um,
ging mein Mittagsmahl besorgen und kuemmerte ich um die Intakthaltung
des 5-Star-Drop-In-Centers.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So gestalteten sich fast alle
Werktage auf der Farm: Am Morgen fuer zwei bis drei Stunden
koerperliche Arbeit im Freien, nachmittags unter Umstaenden ein wenig
Arbeit im Innenbereich. Abends hing ich meistens mit Wendy herum, denn
Zac war von seiner Fastenkur einfach zu muede, um nach Sonnenuntergang
noch lange wach zu bleiben. Wendy hatte viel zu erzaehlen aus ihrem
Leben und bevor sich das eine oder andere Familienmitglied wieder sonst
etwas ausmalt: Wendy war wenig an Maennern interessiert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Samstag
ist der Gemeinschaftstag, an dem alle Nachbarn und
Gemeinschaftsmitglieder, die Lust haben, gegen Abend zum
5-Star-Drop-In-Center kommen um am abend zusammen zu sitzen und das
Gemeinschaftleben zu pflegen mit Gesang, Geschichten und Essen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der
genialste Tag der Woche war aber doch der Sonntag, an dem niemand
arbeitete und alle zu den zahlreichen Veranstaltungen in der Gegend
fuhr. Am ersten Sonntag war das fuer mich der Maku'u Market, einem
recht schoenen Sonntagsmarkt ganz im amerikanischen Stil. Die wirklich
neue Erfahrung an diesem Sonntag war aber eine andere. Denn wie kommt
man denn durch die Gegend auf Hawai'i, wo es praktische keinen OPNV
gibt und Radfahren mangels Radlaeden und Entfernungen flachfaellt? Wer
kein eigenes Auto hat, dem bleibt nur eine Moeglichkeit: Trampen, oder
wie man hier sagt: 'I hitch to town'.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wendy hatte als arme
US-Buergerin natuerlich schon maechtig Erfahrung im Trampen und so
stellten wir uns also am Sonntag-Morgen an den Highway 130 und
streckten den Daumen heraus. Ed dauerte keine fuenf Minuten, bis ein
Pick-Up anhielt und uns aufsteigen liess. Dann und viele folgende Male
erolebte ich die genialsten Autofahrten ueberhaupt: Auf der Ladeflaeche
eines riesigen Wagens durch gruende Urwaelder und kurvige Strassen bei
55mph. Trampen ist hier wirklich mehr als einfach: Sehr viele
Amerikaner fahren riesige Wagen, der Verkehr laeuft langsam, die
meisten Menschen hier sind sehr neugierig... Das ist es einfach, mal
schnell anzuhalten und jemanden auf die Ladeflaeche oder den
Beifahrersitz springen zu lassen. Ich kam tatsaechlich derartig auf den
Geschmack, dass ich die folgende Zeit nur noch durch die Gegend
trampte. Dabei traf ich die witzigsten Menschen: Einmal wurde ich mit
Wendy von einem besoffenen Hippie aufgesammelt, der neben seinem Bier
wilde Guaven verspeiste und auch uns welche andrehte. Ein anderes Mal
wurde ich von einer Allgemeinaerztin mitgenommen, die eigentlich ganz
woanders hin wollte, aber in ihrer Jugend selbst viel trampte und daher
jetzt keinen Tramper im Regen stehen laesst.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unter der Woche ging
ich manchmal mit einigen WWOOFern der umliegenden Farmen zu den Tide
Pools, einigen natuerlichen Meerwasserbecken, die bei Flut staendig von
den meterhohen Wellen ueberspuelt werden. Ein eindrucksvolles
Naturerlebnis. Mikel bevorzugt die nahegelegenden Hot Pools, einige von
einer warmen Quelle gespeisten Pools direkt am Ozean. Dort traf er eine
Frau, die sich beklagte, das sie noch 12 Meilen Fahrrad im Dunkeln
fahren muesste bei Regen ueber den Highway. Mikel bot ihr also ganz im
Sinne der Gemeinschaft an, doch bei uns zu uebernachten ... Aus der
einen Nacht wurden leider blitzschnell drei Tage, in denen 'Angela', so
der Name, einfach nicht verschwinden wollte. Das echte Problem: Die
Frau war voellig geistesgestoert, redete wirres Zeug ueber die
'Pakistanis mit ihren Turbanen', schminkte sich ueber das ganze
Gesicht, trug ihr Halloween-Kostuem, das ihr viel zu klein war und
tanzte mit Kopfhoerern im Ohr durch die Gegend. Wir waren alle ziemlich
entsetzt, aber zu hoeflich, um sie herauszuschmeissen. Nach drei Tagen
verdeutlichte Mikel ihr dann, dass es doch Zeit zu gehen waere.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am
Dientagabend der zweiten Woche erlebte ich eine Einweihungfeier fuer
eine Zirkus- und Kulturschule in der weiteren Umgebung, ein sehr
amerikanischen gehaltenes Ereignis. Es waren ungefaehr hundert Personen
anwesend. Die engagierte Band bestand aus fuenf grauhaarigen
Ueber-Fuenfzig-Jaehrigen, die total fit mit Rock'n Roll-Rythmen
loslegten. Ueberraschung: Ich hatte aus Deutschland-Erfahrung erwartet,
dass es zumindest einige Minuten dauert, bis sich die Tanzflaeche
fuellt. Falsch gedacht. Es dauerte kein zehn Sekunden, bis das Parkett
gerammelt voll war. Woran lag das jetzt? Zum einen muss man natuerlich
feststellen, dass ich in der Region Puna im Ostteil von Big Island war,
wiedermal einem der alternativsten Orte der Erde. Hier ist es praktisch
ein Gesetz, spirituell immer zu wachsen, auf der Suche zu sein und
bitte mit viel Marihuana und Tanz dem inneren Selbst naeher zu kommen.
Zum anderen muss ich aber eine Sache besonders positiv vermerken: Es
ist nicht zu bestreiten, dass die Menschen hier sehr viel weniger
verkrampft sind als in Europa ... Was es nicht gibt, ist der
'Normalbuerger'. Ein Blick auf die Tanzflaeche machte es deutlich:
Jeder war auf seine Art verrueckt, der Durchschnittsmensch, an dem sich
alle anderen orientieren und moeglichst nicht zu sehr vom Pfad
abweichen, war zu Hause geblieben. Ein sehr gelungener Abend, der von
einigen hochprofessionellen Vorfuehrungen beendet wurde.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das
interessanteste Erlebnis machte ich aber am Zweiten Sonntag meines
Aufenthaltes. Statt zum Markt gingen Wendy und ich diesmal zu einer
woechentlichen Veranstaltung, die sich Ecstatic Dance nennt. Diese
findet an der Kueste in einem Art Kulturzentrum statt, dass wie eine
riesige liegende halbe Konservendose mit offenen Enden aufgebaut ist.
Innen befindet sich ein Parkett. Von 10:30 bis 12:30 mixt ein DJ Musik,
zu der sich alle Teilnehmer bewegen. Ziel der Sache ist es, sich so zu
bewegen, wie man es selbst gerade am angenehmsten empfindet, seine
Geisteszustand durch Tanz nach aussen zu transportieren. Wer keine
groesseren Probleme hat, so wie ich, der kann natuerlich auch einfach
so sich irgendwie zur Musik bewegen. JEDER bewegt sich, keiner guckt
komisch oder traut sich nicht. Einige Teilnehmer machen eine Art
Aerobic, andere bewegen sich wirbelnd durch den Raum, wieder andere
geben sich einer Art Pantomime hin. Das ganze macht besonders viel
Spass am Sonntagmorgen, bei lauter Musik und guter Durchlueftung des
Rauemes.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Ende der Veranstaltung setzen sich alle Teilnehmer in
einen grossen Kreis, jeder kann sagen, was er will, Angebote oder
Anfragen an die Gemeinde richten. Im Endeffekt ist die ganze
Veranstaltung eine Art Ersatzkirche fuer die Region Puna, wo das
Christentum sich keiner grossen Beliebtheit erfreut.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich verbrachte noch fuenf Tage auf der Farm und verliess den Ort Richtung Volcano National Park am Freitagmorgen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die
Idee von dieser Experimental Village Farm hat mir sehr viel gebracht,
hat mir einige gute Gedankenanstoesse gegeben. Es gab allerdings auch
ein recht grosses Problem, und das stellten die anderen Bewohner der
Farm, Mikel und Wendy dar. Auch wenn ich mich mit Wendy meistens sehr
gut verstand, hatte sie doch in ihrem Leben wahnsinnig viele
Schwierigkeiten gehabt und war in meiner Zeit sehr auf Entgigtungskurs.
Dementsprechend war sie sehr launisch, was haeufig schwierig
auszuhalten war. Ein Problem ist auch die Bildung in den USA, dass
Wendy mit ihren neun Jahren US-Schulzeit auf dem Bildungsstand eines
europaeischen Viertklaesslers war, was den Gespraechsrahmen ein vielen
Stellen etwas begrenzte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit Mikel bin ich oefter an einander
geraten, unsere Grundansichten waren nahezu voellig verschieden. Mikel
verehrt die chinesische Kultur wie nichts anderes und haelt sich uns
prinzipiell fuer ueberlegen. Dann hat er haeufig Pauschalaussagen
bereit, zum Beispiel dass Europa ein boesartiger Ort sei, an dem jeder
jeden hasst, dann noch die Ansicht, dass Marihuana die meisten Probleme
loesen helfen kann .... So drehten sich Gespraeche schnell im Kreis.
Wir verstanden uns trotz allem immer noch einigermassen, lernten viel
von einander; ich lernte Gartenarbeit und er wie man mit Computern
kommuniziert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Insgesamt war der Aufenthalt schon ein tolles
praegendes Erlebnis, auch aus ernaehrungstechnischer Hinsicht
vollgelungen .......... und doch war ich froh, am Freitagmorgen ueber
die Strasse zum Highway zu laufen, wo mich eine Ueberraschung erwartete
.....&lt;/p&gt;&lt;p&gt;LESEN SIE WEITER ..... COMING UP NEXT ..... MEINE RUNDREISE UBER BIG ISLAND .......&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bis zum naechsten Mal ......&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;PS.: Es tut mir Leid, wenn die Berichte etwas zu ausfuehrlich sind, aber ich habe sie schon stark gekuerzt ... Morgen fliege ich von San Francisco und werde dort den Hawai'i-Bericht vervollstaendigen ..... und auch alle Bildern hochladen .....&lt;/p&gt;</description>
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      <pubDate>Thu, 15 Nov 2007 17:50:00 GMT</pubDate>
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      <title>Gallery: Big Island - Alles auf einer Insel!</title>
      <description>Dreieinhalb Wochen auf Hawai'i</description>
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      <title>Gallery: O'ahu - Waikiki, Kailua, Pearl Harbor</title>
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      <pubDate>Wed, 7 Nov 2007 13:54:00 GMT</pubDate>
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      <title>O'ahu - ODER - Die beiden Tage des 21. Oktobers</title>
      <description>&lt;p&gt;&lt;img src="https://s3.amazonaws.com/aphs.worldnomads.com/thomaspichl/6600/DSC08925.jpg"  alt="Sonnenuntergang am Waikiki Beach." /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A  L  O  H  A !&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja, in der Tat, dies ist die gaengigste und offizielle Begruessungsformel auf den hawaiianischen Inseln, die nicht nur fuer japanische Touristen gebraucht wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es tut mir leid, dass ich solange gebraucht habe um einen neuen Bericht von meiner Reise ins Netz zu stellen. Der Internetzugang gestaltet sich in diesem abgelegenen Teil der Welt aber schwieriger als gedacht. Hier nun mein Bericht von O'ahu und den ersten beiden Wochen auf Big Island:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich kam also am Sonntag, dem 21. Oktober 2007 ziemlich uebermuedet auf dem Flughafen Honolulu auf Hawaiis wichtigster Insel, O'ahu an. Das kuriose an der Sache, ueber das ich mich jetzt noch freue ist der Fakt, dass ich gerade die internationale Datumsgrenze ueberschritten hatte. Ein wirklich irreales Erlebnis: Ich hatte einen ganzen Tag lang den 21. Oktober in Australien, flog 19:45 Uhr ab und kam am selben Tag zehn Stunden eher auf O'ahu an, erlebte also den selben Tag nocheinmal, nur aus anderer Perspektive, oder wie auch immer man das ausdruecken moechte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Bus nach Waikiki traf ich einen 26-jaehrigen Englaender namens Lodgy, mit dessen Hilfe ich ein recht gutes Hostel direkt am Waikiki Beach fand. Wir wurden im selben Zimmer im Waikiki Beach Hostel untergebracht, zusammen mit vier bis sechs weiteren Bewohnern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein erster Blick in den naechsten Supermarkt liess mich zunaechst erstarren: &amp;quot;HIER MUSS ICH VERHUNGERN!!&amp;quot; dachte ich, sah mich schon im Flugzeug nach San Francisco fliehen. Das Angebot war noch schwaecher als deutsche Supermaerkte. Alle Frischwaren aus Kalifornien importiert, entweder ueberreif oder unreif. Einfach ekelhaft.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Also beschloss ich schon am ersten Nachmittag nach meiner Ankunft direkt nach Chinatown zu fahren. Und: Tada!! Die hier ansaessigen Chinesen verkaufen auf den taeglichen Maerkten und in ihren Geschaefte nur beste hawaiianische Frischwaren. So deckte ich mich ein mit Rambutan, den besten Mangos, die ich je gegessen habe, Avocados aller Sorten, Kokosnuessen, Sapoten und mehr. Nur die Preise waren einen Schritt vor der Schmerzgrenze ... aber gut, dafuer war die Qualitat auch hervorragend.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Vormittag des zweiten Tages sah ich mir die wenigen Sehenswuerdigkeiten der in den letzten Jahren gewachsenen Stadt Honolulu an. Ausser den Maerkten von Chinatown gibt es leider nichts erwaehnenswertes. Der so beruehmte Waikiki-Beach ist nichts weiter als ein voellig ueberfrachtetes Stueck Strand, das voellig von japanischen Terrouristen besetzt ist, im Hintergrund befinden sich Hotelburgen, die an die schlechteren Regionen Spaniens erinnern. Der Unterschied zu Spanien: Die schlechtesten Doppelzimmerpreise hier beginnen bei $120 pro Nacht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie der Englaender Lodgy bemerkte: Es ist preislich sehr interessant, einmal um die Welt zu reisen. Im laendlichen Thailand war ich wahrscheinlich die reichste Person im Umkreis von einigen Meilen. In Waikiki Beach konnte ich genau das Gegenteil erleben: Zwischen Hilton Waikiki Village, Sheraton Waikiki und Co. gehoert man als Nicht-Millionaer zu den aermsten Individuen im Stadtteil.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Nachmittag sahen Lodgy und ich uns Pearl Harbor an. Das USS Arizona Memorial, das an den japanischen Ueberraschungsangriff im zweiten Weltkrieg erinnert, wurde in den 60er Jahren errichtet. Daher ist es haesslich wie die Nacht, aber hochinteressant.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Abends entdeckte ich dann doch noch die schoene Seite von Waikiki Beach: Der Sonnenuntergang mit Segelschiffen und Surfern erzeugt eine malerische Kulisse. Die kostenlose Abendunterhaltung am Strand und auf der Promenade (Hula-Dance, Artisten, Dokumentarfilme) macht einen Abend in Waikiki doch sehr schoen. Es gilt nur eine Regel einzuhalten beim Sonnenuntergang: BLOSS NICHT UMDREHEN. Sonst macht das Hotelburgenpanorama die Atmosphaere in Sekunden zunichte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am dritten Tag sollte ich dann endlich das Paradies zu Gesicht bekommen. Ich fuhr mit TheBus (America's best Public Transport System 2004) zum Kailua Beach Park auf der Ostseite der Insel. Kurz zum OPNV auf der Insel: Das System ist wirklich hervorragend. Es gibt zwar keine genauen Fahrplaene oder Namen an den Haltestellen, dafuer fahren die Busse aber ziemlich oft und die Fahrt kostet nur $1 inkl. Anschluss- oder Rueckfahrt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf dem Weg von der Bushaltestelle zum Strand traf ich einen Japaner, der gerade die letzten 24 Stunden seines Zehn-Tage-Jahresurlaub genoss. Er war maechtig stolz, in seiner Position zehn Tage Urlaub zu bekommen, die meisten Japaner erhalten nur sieben Tage Jahresurlaub. In seinen zehn Luxustagen hatte er eine Amerika-Rundreise gemacht: San Francisco, New York, O'ahu. Er war dann doch ein bisschen neidisch als ich ihm auf Nachfrage mitteilte, dass ich mich gerade auf einem 13-Wochen-Urlaub befaende. Ins Wasser wollte er am Strand natuerlich nicht, sondern nur schnell ein Foto schiessen und dann schnell noch zwei weitere Straende an der Ostkueste abklappern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber dieser Strand hatte wirklich alles, was man sich wuenschen kann: Tuerkisfarbendes Wasser, von Palmen gesaeumter weisser Sandstrand mit Bergen im Hintergrund und ueberschaubarer Anzahl an Badegaesten. Also genoss ich meine Stunden im Paradies; badete im Wasser und spazierte am Strand entlang.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am dritten und letzten vollen Tag fuhr ich nach Hanauma Bay, einem beliebten Schnorchelparadies. Im Bus lernte ich eine recht sympathische Japanerin kennen, mit der ich mir die bunten riesigen Fische im Wasser ansah.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Interessant am Hanauma Bay: Alle Touristen muessen sich vor dem Einlass ei zehnminuetiges Video anschauen, in dem sie auf das richtige Verhalten im Wasser und den Korallenschutz hingewiesen werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die riesigen Fische in schillernden Farben waren wirklich interessant, nur leider war von den rosaschillernden Korallen, die man vom Berg aus sieht im Wasser gar nichts zu sehen. Dieser Ort hat zwar seinen Reiz, ist aber nicht mit den Schnorchelparadiesen auf Pulau Tioman in Malaysia vergleichbar.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Leider schaffte ich es nicht mehr, mit North Shore mit seinen Monsterwellen anzuschauen und auch ins Gebirge bin ich nicht mehr gekommen. Aber man kann nicht alles haben. Dafuer werde ich auf Big Island Vulkane und unberuehrte Natur sehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am 25. Oktober flog ich mit Go-Airlines nach Hilo, Big Island und das Abenteuer setzte sich fort ......&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich werde alles geben um in den naechsten Tagen einen Bericht von meinem Aufenthalt auf dem Experimental Village Garden, Papaya Farms Rd, Pahoa HI ins Netz zu stellen, im Moment habe ich keine Zeit mehr .... also noch ein bisschen gedulden, bis zu einem Bericht ueber eine ungeahnte Anzahl neuer Erfahrungen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;A  L  O  H  A ! ! ! &lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/thomaspichl/story/11355/USA/Oahu-ODER-Die-beiden-Tage-des-21-Oktobers</link>
      <category>Travel</category>
      <category>USA</category>
      <author>thomaspichl</author>
      <comments>https://journals.worldnomads.com/thomaspichl/story/11355/USA/Oahu-ODER-Die-beiden-Tage-des-21-Oktobers#comments</comments>
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      <pubDate>Wed, 7 Nov 2007 13:04:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>s-Y-d-N-e-Y --&amp;gt; honolulu</title>
      <description>&lt;p&gt;&lt;img src="https://s3.amazonaws.com/aphs.worldnomads.com/thomaspichl/6250/DSC08713.jpg"  alt="Downtown und das Opera House von der Faehre aus gesehen." /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hallo allerseits,&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;mittlerweile bin ich in Honolulu
gelandet und wohne in einem netten Hostel mit netten Zimmermitbewohnern
direkt am Waikiki Beach.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jetzt ist es spaetestens Zeit, noch einen Bericht ueber meine letzte Station in Australien ins Netz zu stellen:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am
Abend des 14.10.07 begann meine zwoelfstuendige Moerderbustour von
Lismore nahe Byron Bay nach Sydney, waehrend der ich kein Auge zumachen
sollte. Halb sieben am naechsten Morgen kamen wir in Sydney Central an
und ich ging direkt zur YHA Railway Square, einer der merkwuerdigsten
Jugendherbergen der Welt. Diese YHA ist auf einem Gleis des Bahnhofs
untergebracht ist, die Zimmer bestehen aus renovierten Wagons. Kaum war
ich eingetreten, sah ich ein Schild am Notice Board: 'Work for
Accomodation! See reception!'. Daraufhin rannte ich sofort zur
Rezeption und fragte, ob ich denn fuer meine Unterkunft arbeiten
koenne. Mir wurde gesagt, dass das gewoehnlich erst ab vierzehn Tagen
Aufenthalt gemacht wuerde, ich aber einen zweistuendigen Minijob
uebernehmen koenne. Im Endeffekt schleppte ich spaeter am Tag fuer zwei
Stunden schwere Kisten mit einem weiteren Mitarbeiter. Die Kisten
mussten auf einen Pick-Up geladen werden, mit dem wir dann zum
Abstellort durch Sydney rasten. Das war ziemlich erfrischend und machte
einen Riesenspass. Vor allem aber bekam ich fuer den Job zwei Naechte
freie Unterkunft in Sydney, was mir AUD 60 (!!!) ersparte. Somit wurde
mir eine Stunde Arbeit also mit AUD 30 verguetet. Das ist selbst fuer
australische Verhaeltnisse mehr als respektabel.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nachmittags am
ersten Tag sah ich mir dann die touristischen Highlights an, das heisst
das Opera House, die Harbour Bridge, den Botanischen Garten, die George
Street, Circular Key, Darling Harbour und den Hyde Park, alles in einem
schoenen Rundgang. Die Stadt gefiel mir gleich hervorragend, denn
Sydney schlaeft nie, ist staendig unruhig und vor allem nachts von
unbeschreiblicher Atmosphaere in den Strassenschluchten der George
Street, der Flaniermeile von Darling Harbour oder einfach nur am dezent
beleuchteten Opera House mit der Harbour Bridge im Hintergrund.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ueberall
sind zwischen den modernen Wolkenkratzern auch kleine
Backsteinhaeuschen zu finden, die sich wie Zwerge zwischen die Riesen
pressen und mit ihrer Architektur aus dem letzten Jahrhundert
Australiens aelteste Gebaeude darstellen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am zweiten Tag schaute
ich mir einige der Stadtteile des Eastern Suburbs und des Inner West
Districts an. Hier musste ich mir eingestehen, dass ich auch sehr gern
fuer einige Zeit in dieser Stadt leben wuerde. Nur wenige Minuten vom
Zentrum entfernt liegen Stadtviertel wie Surrey Hills oder Paddington,
die fast gaenzlich aus viktorianischen Haeusern bestehen und das Flair
englischer Kleinstaedte besitzen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich vervollstaendigte den Tag
mit Chinatown und dem Spanish Quarter und fuhr gegen spaeten Nachmittag
mit der Faehre nach Breadley's Head einer der vielen Halbinsel auf der
anderen Bucht von Sydney. Hier lief ich eine Runde durch den Sydney
Harbour Natioanal Park, der, obgleich in Suchtweite der Innenstadt,
erholsame Natur und spektakulaere Aussichten fuer den Besucher
bereithaelt. So wartete ich die letzte Faehre zum Circular Quay ab und
sah mir den Sonnenuntergang ueber dem City Center an und fuhr, dann
schon bei dunkelster Nacht, mit der Faehre zurueck. Es war mit
Sicherheit einer der beeindruckendsten Momente meiner Reise, im Dunkeln
auf die beleuchtete Skyline von Sydney nur wenige Meter entfernt vom
majestaetischen Opera House nahe der Harbour Bridge auf das Circular
Quay zuzufahren. Ich kam noch mit einer ebenfalls 19-jaehrigen
Stewardess ins Gespraech, die darauf bestand, ein Bild mit mir vor der
Skyline zu schiessen, weil ich ja sonst niemanden zeigen koenne dass
ich dort gewesen sei. Anschliessend erzaehlte sie mir, dass sie in
Sydney aufwuchs und die Nase gestrichen voll hat vom Opera House, der
Harbour Bridge und den ganzen Hochaeusern und ueberhaupt nicht
versteht, wie die Leute nur nach Sydney kommen koennen. Ich konnte es
ihr auch nicht erklaeren, ich fand Sydney aber einfach super.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In
den ersten Tagen hatte ich zum ersten Mal auf der Reise nicht sofort
Kontakt zu Mitreisenden knuepfen koennen. Das Hostel bot dafuer nicht
die besten Moeglichkeiten. Am vierten Tag aber schliesslich lernte ich
Elisabeth kennen, einem deutschen Maedel aus - Schmalkalden. Die war
natuerlich maechtig entsetzt, als sie mich kennengelernt hatte. Keine
zwei Stunden in Australien war die erste Person, die ihr ueber den Weg
lief, ein Deutscher aus Erfurt. Noch entsetzer war sie, als ich ihr
dezent alle umsitzenden Deutschen zeigte, die ungefaehr 60% der Leute
in der Lobby ausmachten. Aber gut, sie ueberwand den Schock und liess
sich Sydney zeigen und einige mehr oder weniger hilfreiche Tips fuer
Australien vermitteln.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eigentlich hatte ich vorgehabt, dann am
Freitag in die Blue Mountains zu fahren. Elisabeth wollte aber gern
mitkommen. Daher verschob ich die Fahrt spontan auf Samstag. Die
Agentur, die Elisabeth eine Gastfamilie vermitteln sollte fuer ihren
zehnmonatigen Aupair-Aufenthalt wollte sie naemlich am Freitagmorgen
sehen. Freitagnachmittag drehten wir dann eine Runde durch Sydney und
abends gab es ein weiteres Highlight! Da wir beide ganz gut auf Harry
Potter zu sprechen sind, gingen wir in den aktuellen Film. Aber nicht
irgendwo. Sondern im IMAX in Darling Harbor und sahen Harry Potter in
3D!!! Zugegeben waren es nur 20 Minuten in 3D aber immerhin hatte man
das Gefuehl, mittendrin im Film zu stehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Samstag war dann
wirklich kaum noch zu toppen. Kein Foto kann die atembaeraubende
Landschaft der Blue Mountains festhalten. Schluchte wie am Grand
Canyon, nur mit Wald bedeckt, hundertmetertiefe Wasserfaelle und eine
einzigartige Vogelwelt. Wir gingen den National Pass nahe Wentworth
Falls, d.h. wir liefen einmal ueber den Klippen und einmal direkt an
den Klippen, hundert Meter ueber dem Tal. Einfach spektakulaer. Solche
Aussichten hatte ich noch nie erlebt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Elisabeths erste
Gastfamilie am Sonntag sollte im noblen Strandstadtteil Manly zu
besuchen sein, weshalb wir am Sonntagvormittag auf die Faehre nach
Manly stiegen. Waehrend Opera House und Harbour Bridge ein weiteres Mal
hinter uns wegzogen naeherten wir uns dem Manly. Mir war der Stadtteil
etwas zu ueberlaufen, halb Sydney schien anwesend zu sein. Aber einen
Halbtagesausflug war es allemal wert. Da das Gespraech bei der
Gastfamilie Elisabeths laenger dauern sollte, fuhr ich allein zurueck
zum Circular Quay und beendete meinen Sydney-Augenthalt mit einem ganz
besonderem Genuss: Ich fuhr auf den Sydney Tower! Von dort oben hatte
ich an diesem strahlend klaren Tag eine noch bessere Aussicht als
erhofft auf ganz Sydney! Diese Stadt muss ich unbedingt wiedersehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gegen
4pm machte ich mich zum Bahnhof und zum Flughafen auf. Neben der
ueblichen Sicherheitschecks wurde nocheinmal eine Spezialkontrolle per
Hand kurz vor dem Boarding durchgefuehrt. Ein Grenzbeamter durchsuchte
mein Handgepaeck und kontrollierte selbst meinen Kugelschreiber. Er
nahm ihn in die Hand, beaeugte ihn kritisch, drehte und wendete das
Schreibgeraet, drueckte zweimal ruckartig auf das hintere Ende
(woraufhin nichts passierte, weil es sich hierbei um einen
thailaendischen Billig-Kugelschreiber handelt) und legte ihn vor sich
hin. Als der Grenzbeamte beim besten Willen keine terroristische
Nebenfunktion entdecken konnte gab er mir meinen Rucksack zurueck mit
den Worten 'Have a good day!'.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei der Einreise in die
Vereinigten Staaten wurden mir hunderte Fragen gestellt: Was
beabsichtigen Sie, in den Vereinigten Staaten zu tun? Was haben sie vor
ihrer Einreise in die Vereinigten Staaten getan? Welche Laender haben
Sie auf diesem Trip besucht? Was werden Sie nach ihrer Ausreise aus den
Vereinigten Staaten in Deutschland tun? Was werden Sie nach Ihrem
Krankenhauspraktikum in Deutschland tun?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich konnte die Grenzbeamten ueberzeugen, dass ich die USA wieder verlassen wuerde und durfte einreisen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;A L O H A und Willkommen auf Hawaii!&lt;/p&gt;Ein
erster Bericht folgt demnaechst von Waikiki-Beach, Kailua Beach und
anderen Highlights. Bleiben Sie dran! Es geht spannend weiter! ;-)
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      <link>https://journals.worldnomads.com/thomaspichl/story/10659/Australia/s-Y-d-N-e-Y-andgt-honolulu</link>
      <category>Travel</category>
      <category>Australia</category>
      <author>thomaspichl</author>
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      <pubDate>Wed, 24 Oct 2007 17:51:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Gallery: s-Y-d-N-e-Y</title>
      <description>Eine geniale Woche in der groessten Stadt Australiens ...</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/thomaspichl/photos/6250/Australia/s-Y-d-N-e-Y</link>
      <category>Travel</category>
      <category>Australia</category>
      <author>thomaspichl</author>
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      <pubDate>Tue, 23 Oct 2007 15:53:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Weeding, snakes and more ... Farming Australia</title>
      <description>&lt;p&gt;&lt;img src="https://s3.amazonaws.com/aphs.worldnomads.com/thomaspichl/6057/DSC08508.jpg"  alt="Mein Dienstwagen - Ein komfortabler Rasenmaeher, der es bis auf 10km/h bringt." /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hallo zusammen,&lt;/p&gt;&lt;p&gt;es ist 6:50 Uhr in Sydney an einem schoenen Fruehlingsmorgen und hier am Computer der YHA Railway Square sitze ich nach 12 Stunden schlafloser Busfahrt und vertreibe mir die Zeit bis die Stadt aufwacht. Soweit die Einleitung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun zu meinem juengsten Abschnitt auf der Reise, meinem Farmaufenthalt in der Region Lillian Rock, bei den Farmern James und Philippe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf der Farm leben zur Zeit vier Personen: Philippe und James, die Besitzer im Haupthaus, Jade und Eloith zur Miete in zwei kleinen Huetten auf dem Gelaende. Der Alltag der Farmbewohner spielt sich individuell ab, jedoch bewirtschaften alle gemeinsam das Gut.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Meine Hauptaufgabe bestand darin, jeweils vor- und nachmittags 2,5h die Baeume zu behandeln. Da es auf der Farm mehr als 100 verschiedene Fruchtsorten mit Unterarten gibt, war fuer meinen 12-Tage-Aufenthalt absolut aussreichend Arbeit vorhanden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unter der 'Behandlung der Baeume' kann man sich folgendes vorstellen: Unkraut im Boden im Kreis jaeten, getrockneten Huehnerschiss auftragen, Dolomite (Stein)-Pulver streuen, 2 andere Pulver streuen. Wasser drauf, zweilagig mit Zeitung abdecken, Wasser drauf, Heu (mulch) drauf - fertig. Klingt einfach? Ich moechte gar nicht behaupten dass die Aufgabe physisch oder psychisch besonders anstrengend gewesen waere ... Aber da man fuer diese Arbeit pro Baum bis zu einer Stunde braucht, ist das ganze nach spaetestens 10 Tagen einfach nur aetzend. Da kam mir eine Arbeitsabwechslung, das Ausheben eines Wassergrabens nur allzu recht ... Meine Konsequenz: Falls ich mal einen Garten haben sollte, dann sind in diesem Garten nicht mehr als 30 Baeume, alles andere ist mir zuviel.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber auch diese Erfahrung war sehr gut: Zum einen habe ich 'wirklich' fuer die Farmer sinnvolle Arbeit erledigt und mir damit meine kostenlose Verpflegung und Unterkunft verdient und zum anderen kann ich folgenden Schluss fuer mich ziehen: Ich brauche spaeter einen Job, der mir wenigstens 50% der Zeit Spass macht, sonst gehe ich ein. ;-)              PLUS: Ich arbeitete jeden Tag im Freien umgeben von der reinen australischen Luft und Sonne.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nebenbei bemerkt hatte ich auch ein Dienstfahrzeug, einen hervorragenden Benzinrasenmaeher, der es bis auf 10km/h bringt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zu den Mahlzeiten durfte ich die besten Produkte der Farm (eigener Wabenhonig, eigene Eier) und vom Supermarkt zum Nulltarif geniessen und konnte in dieser Zeit interessante Gespraeche mit Philippe und James fuehren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Abends dann spielten wir zumeist Backgammon. Ein hervorragendes Spiel, das ich bis jetzt nur vom sehen kannte, mir aber beigebracht wurde.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ausserdem nahmen mich die beiden zum Markt nach Lismore mit, am arbeitsfreien Sonntag und am Mittwoch, was mir die Gelegenheit gab mir eine nichttouristische australische Kleinstadt anschauen. Zuviel gab es nicht zu sehen, aber ich geniesse es immer, einmal in Orte abseits der Touristenpfade zu sehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Sonntagnachmittag bot Philippe mir an, in den Border Range National Park zu fahren. Ich nahm das Angebot natuerlich an und erlebte ein weiteres Highlight auf meiner Reise: Ein echter australischer Urwald (wie fast alle NPs in Australien, nichts zu besonderes hier, aber fuer mich einzigartig)! Der Wald war feucht, die Pflanzen dort wuchsen wild ineinander verstrickt, riesige Baeume erhoben sich neben oder auf den Pfaden und es gab massig Tiere, die im Gebuesch raschelten. Keine Frage: Die australischen Waelder sind etwas ganz anderes als unsere Baumansammlungen in Europa. Wenig ist angelegt, hier kann man noch unberuehrte Natur erleben. Die spektakulaere Aussicht ueber die Caldera des Mount Warning kann man in der Photogalerie ansehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann gab es noch ein paar weitere Ueberraschungen: In den Huehnerkaefig hatte sich eine (Baby)-Python geschlichen. Das Tier wurde aber rechtzeitig von James entdeckt und in einen Sack gesperrt. Leider vergassen wir die Schlange, die hinter uns im Auto lag, sodass wir sie erst nach sieben Stunden freiliessen. Entsprechend gereizt fauchte sie uns an. Wir suchten das Weite.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine der fuenf Farmhuendinnen wurde vermutlich von einer Giftschlange gebissen. Sie war ploetzlich halbseitig gelaehmt und musste zum Tierarzt gebracht werden. Daraufhin trugen wir alle Schuhe im Garten, weil wir Angst hatten, die 'braune Schlange' koennte auch einen Menschen beissen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Samstag hatte ich noch die Gelegenheit, teilweise an einem Workshop ueber biodynamischen Anbau teilzuhaben, bevor ich meinen Rucksack wieder einmal packte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sonntag verbrachten wir an einem See und am Strand in Byron Bay und um 6pm fuhr mein Bus nach Sydney. Und hier bin ich nun.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;7 Tage Zeit mir die Stadt und die Umgebung anzusehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Bis zum naechsten Mal&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Thomas&lt;/p&gt;&lt;p /&gt;&lt;p&gt;PS1.: Meine Experimental Farm auf Hawaii hat zugesagt, ich werde auch dort gegen etwas Arbeit kostenlos essen und schlafen duerfen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;PS2.: Noch ein kleiner Nachtrag: Heute habe ich im Radio gehoert, dass der MainBeach in Byron Bay direkt nach meiner Abreise gesperrt worden ist. Und warum? HAI-ATTACKE!!! Da habe ich wohl nochmal Glueck gehabt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/thomaspichl/story/10274/Australia/Weeding-snakes-and-more-Farming-Australia</link>
      <category>Travel</category>
      <category>Australia</category>
      <author>thomaspichl</author>
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      <pubDate>Mon, 15 Oct 2007 06:57:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Gallery: Weeding, snakes and more ... Farming Australia</title>
      <description>Mein Farmaufenthalt bei Philippe und James in Lillian Rock, NSW.</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/thomaspichl/photos/6057/Australia/Weeding-snakes-and-more-Farming-Australia</link>
      <category>Travel</category>
      <category>Australia</category>
      <author>thomaspichl</author>
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      <pubDate>Sat, 13 Oct 2007 14:54:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Nimbin  - Allein unter Kiffern</title>
      <description>&lt;p&gt;&lt;img src="https://s3.amazonaws.com/aphs.worldnomads.com/thomaspichl/5855/DSC08492.jpg"  alt="Ein lebendiges Museum, mit Bweohnern in den Hinterraeumen." /&gt;&lt;/p&gt;
Hallo an alle, die ueber zwei Augen, Internetzugang und genuegend Zeit verfuegen um meine Reise in Australien weiter zu verfolgen.

Wieder einmal ergaben sich einige Ueberraschungen und spontane Planaenderungen, die diese Reise fuer mich so spannend machen.

Am Samstagabend stieg ich also mit Ruth von Byron Bay aus zum Leuchtturm auf dem Cape Byron hoch. Hierbei handelt es sich, wie uns ein grosses Schild infotmierte, um den oestlichsten Puntk Australiens. Diesen direkten Hinweis und die wenig spektakualere Aussicht von unten liessen mich befuerchten, dass es sich beim Cape Byron um einen jener Orte handele, die nur wegen ihrer geographischen Lage beruehmt sind. 
Wiedereinmal lag ich mit meinen Vorahnungen praechtig daneben.
Der gut ausgebaute Holzweg zum Cape fuehrte vorbei an Steilkuesten ueber die Sandbuchten von Byron Bay mit spektakulaeren Aussichten. Wellen schienen wie in Zeitlupe ineinanderlaufend an die Kueste zu schlagen; Mount Warning und die umliegenden Berge des Nationalparks gluehten in der sinkenden Abendsonne.  Es war ein atemberaubendes Erlebnis.

Nach Sonnenuntergang dann eine weitere Ueberraschung im Internetshop. 
Philippe von der Rohkostfarm in Lillian Rock hatte mir geschrieben, dass ich statt Sonntag leider erst Mittwoch kommen koenne. Das kam mir gar nicht ungelegen. Ich schnappte mir meinen Lonely Planet East Coast Australia (Reisefuehrer) und ueberlegte, wohin ich denn als naechstes fahren koennte.
Letztendlich entschloss ich mich dazu, meinem neuen ZimmermitbewohnER zu folgen. Mark, 22, hatte gerade seine Ausbildung zum Elektroniker beendet, ein Jahr gearbeitet und wollte nun sein verdientes Geld auf einer einjaehrigen Weltreise sinnvoll investieren.
Unser Reiseziel war das 40km entfernte Nimbin, dem Amsterdam Australiens, wie ich spaeter herausfinden sollte. Der Reisefuehrer informierte lediglich ueber Nimbin als das alternative Zentrum auf dem Kontinent, das in den 70ern als Basis des Vietnamkriegs-Widerstandes dinete. Auch heute sei die Stadt noch sehr alternativ gepraegt und einen Aufenthalt wert.
Klar, das klang gut. Der Bayer (Mark) und ich wurden denn also am Sonntagmorgen von einem Tagesausflugsbus abgeholt und kauften unser Ticket One-Way nach Nimbin. Der Busfahrer war ein Hippie gegen Ende dreissig, der seine Passagiere mit Jonglieren und derben neuseelandfeindlichen Witzen unterhielt.
Er beeindruckte mich maechtig. Jimmie, so sein Name, hatte zwar einen einfachen Job, der prinzipiell jeden Tag aehnlich gestaltet und nicht allzuviel Einkommen bringt., aber das schien ihn nicht im geringsten zu stoeren, im Gegenteil. Er war praktisch die ganze Zeit am Lachen, sah sich weniger als Busfahrer sondern eher als Tourguide und Entertainer und schien sein Leben in vollen Zuegen zu geniessen. Diese Lebenseinstellung findet man hier unten haeufiger. Statt sich zu beschweren und zu neiden akzeptieren hier viele Menschen ihre Rolle und machen mit einem Laecheln das Beste aus ihrer Situation. Das ist bewundernswert.
Auf der Fahrt nach Nimbin hielten wir nebenbei noch an einem 100m – Wasserfall an, von dem aus man eine wunderbare Sicht von oben auf den subtropischen Urwald der Region hat.  Klar wurde mir hier eins: Australien hat unzaehlige Naturwunder zu bieten, von denen jedes einzelne in Europa DAS Highlight waere. Hier unten ist so ein Wasserfall mit einer netten Aussicht nur ein Punkt von vielen.
Kurz vor Nimbin hielten wir noch einmal an. Der Busfahrer durfte im Namen der Regierung von New South Wales eine Ansprache halten. Wir wurden gewarnt, dass in ALLEN Teilen von NSW Drogenkonsum, -besitz oder – handel unter Strafe stehe, die langfristigen Folgen von Marijuana unterschaetzt werden (der Busfahrer erzaehlte staendig von seinem Hirnschaden :-S) und dass jeder uns auf der Strasse angebotene Cookie mit Sicherheit ein paar Extrazutaten enthalte. Und wenn wir dann zuviel gekifft haetten, so schloss der Busfahrer seine Rede, dann helfe ein Glass frisch gepresster Orangensaft. 
Langsam wurde mir klar, warum die Ausfluege nach Nimbin so gut wie immer  ausgebucht werden. 
Nimbin erfuellte dann aber auch jedes Klischee, dass man gegenueber einem Hippiedorf haben kann. Das 400-Seelen-Dorf wird von einer einzigen Hauptstrasse durchzogen; links und rechts reihen sich die bunten Gebaeude mit kunterbunten Schildern davor aneinander. Man sieht alternative Klamotten, zwei Biolaeden, einige Kunstgalerien und nauerlich die oertlichen Lokale, in denen man hinter der Hintertuer besseres Kraut als in Amsterdam kaufen kann. Denn, so sagte man mir, damit der Hanf in Holland waechst, muss viel Chemie verwendet werden. Nicht so in NSW. Mit dem 100%-Bio-Joint kann sich auch der letzte Hippie gesundheitsbewusst bei hoher Qualitaet des Krautes seiner Lieblingsbeschaeftigung widmen.
Jimmie der Busfahrer fuhr uns zu unserem Hostel der YHA Nimbin Rox. Hier waehlten wir statt den Schlafsaelen lieber unser eigenes grosses Indianerzelt, ein Tipii, von dem man aus einen perfekten Blick ueber die gruene Bergwelt rundherum hatte. Ich wiederhole mich: Ich hatte nichts dergleichen erwartet, aber die Aussicht, die Luft und die Atmosphaere waren genial.
Es ist wohl kaum noetig zu erklaeren, warum mein bayerischer Mitburerger u.a. nach Nimbin gekommen war. Am ersten Abend sassen wir auf unserer Zeltterasse, hatten Abendessen gehabt und Mark goennte sich eine gute Dosis Marihuana. Dann stand er auf, um Wasser aus dem Zelt zu holen. Auf halbem Weg hielt er an und rief: “Uiuiui, hahaha, ich seh nicht recht, da steht ein Kaenguru vor dem Zelt!!” Ich nahm die Sache total ernst und fragte ihn: “Soso, ein Kaenguru … ist es rosa oder blau??” Mark konnte mich aber ueberreden und ich kam zu ihm herueber. HUPPS!!! Da stand tatsaechlig ein leibhaftiges Kaenguru. Na gut, es war kein riesengrosses, sondern ein kleines. Diese Wallabies, wie sie auch genannt werden, sind aufgerichte ungefaehr 1,50m gross. 
Jetzt war ich wirklich in Australien angekommen.
In den kommenden Tagen sah ich noch einige von diesen Tieren.
Das Hostel selbst war sehr luxerioes, mit Swimmingpool und topmodernen Gemeinschaftsraeumen und Aussenterasse.
Das schoene in Australien: Wer eine Woche oder laenger bleibt, kann in den meisten Orten Hostels finden, die gegen zwei Stunden taeglicher Arbeitsleistung ein Bett zur Verfuegung stellen. Leider wusste ich, dass ich nur drei Naechte bleiben konnte. Aber Mark konnte das Angebot nutzen.
Abends sassen im Hostel am langen Tisch auf der Terasse die meisten Hostelbewohner zusammen. Ausser mir war JEDER restlos zugekifft, weshalb eine sehr beruhigte Atmosphaere herrschte. Man spielte mehr oder weniger unterhaltsame Spiele, hoerte mehr oder weniger unterhaltsame Abenteuer aus dem Backpackerleben waehrend zwei bis drei Joints kreisten. Selbst habe ich natuerlich nicht gekifft, aber der staendige Haschdunst um mich herum hat auch mich in eine aeusserst entspannte Stimmung versetzt.
Was ich sonst in Nimbin gelernt habe? Es braucht nicht viel, um das Leben zu geniessen. Ich ging taeglich zweimal ins Dorf, um mir Nahrung zu beschaffen, sah mir die tollen Museen, Kunstgalerien und Hanflegalisierungskampagnen an. Ansonsten uebte ich mich, in der Nimbin-Atmosphaere badend, im Nichtstun. Das ist gar nicht so leicht. Mit ein viel Entspannung schaffte ich es aber, es allen anderen gleich zu tun und packte mich 3 Stunden in die Haengematte ohne irgendetwas zu tun, nicht einmal geschlafen habe ich. Und mein Schritttempo passte ich dem oertlichen Tempo an, soll heissen ich senkte meine Geschwindigkeit um mehr als die Haelfte.
Der Regierung von NSW ist das Gekiffe selbstverstaendlich ein Dorn im Auge. Unter dem Vorwand, dass es in dem kleinen Dorf zunehmende Gewalt gaebe, wurden in der einzigen richtigen Strasse 6 Ueberwachungskameras installiert, Gesamtkosten AUD 40,000.
Reaktion der oertlichen Bevoelkerung: Das Hasch wird jetzt nur noch im Laden verkauft und Besucher werden mit Karten, auf denen die Kameras eingezeichnet sind, gewarnt.
Am heutigen Mittwoch holte mich Philippe um 2pm in Nimbin ab. Wir fuhren zu einer Farm irgendwo in der Naehe des Minidorfes Lillian Rock. Hier leben in einer Art Gemeinschaft (aber schon in Haeusern getrennt) zeitweilig bis zu 6 Rohkoestler, die gemeinsam in landschaftlich reizvoller Umgebung einen Gemuese- und Fruchtgarten bewirtschaften.
Heute habe ich schon gelernt, wie man im biologischen Anbau Duengen und geschickt Baeume pflegen kann und habe die exzellenten verfuegbaren Produkte ausprobiert.
Hier werde ich aller Voraussicht nach zwei Wochen bleiben und dann meinen Weg nach Sydney finden. Fuer das Ouback werde ich wohl kaum Zeit finden, auch wenn es reizvoll waere.

Bis demnaechst

PEACE

Thomas
</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/thomaspichl/story/9842/Australia/Nimbin-Allein-unter-Kiffern</link>
      <category>Travel</category>
      <category>Australia</category>
      <author>thomaspichl</author>
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      <guid isPermaLink="true">https://journals.worldnomads.com/thomaspichl/story/9842/Australia/Nimbin-Allein-unter-Kiffern</guid>
      <pubDate>Thu, 4 Oct 2007 00:49:00 GMT</pubDate>
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      <title>Gallery: Cape Byron und Nimbin</title>
      <description>Australiens oestlichster Punkt und die Hasch-Plantage</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/thomaspichl/photos/5855/Australia/Cape-Byron-und-Nimbin</link>
      <category>Travel</category>
      <category>Australia</category>
      <author>thomaspichl</author>
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      <pubDate>Wed, 3 Oct 2007 11:58:00 GMT</pubDate>
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      <title>Thomas auf dem Surfbrett</title>
      <description>&lt;p&gt;Guten Tag liebe Mitleserinnen und Mitleser,&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mein Australienbesuch begann hervorragend. Im Flugzeug gab es eine Ansage (ach was &amp;quot;Ansage&amp;quot; ... ich meine natuerlich ein Inflight-Announcement)dass wir die optimale Flugroute fuer unseren Anflug auf Sydney bekommen haetten. Tatsaechlich konnten wir Passagiere schon vom Flugzeug aus die naechtliche Harbourbridge und das Opernhaus bewundern. Die Einreise- und Hygienekontrolle ging schneller als erwartet, sodass ich in aller Ruhe zum Domestic Flight Terminal fahren konnte. Von dort flog ich mit VirginBlue zum Gold Coast Airport. Eigentlich wollte ich noch am selben Abend nach Byron Bay weiterfahren. Es gab aber keinen Transport mehr. Also durfte ich der schlechten Beschreibung des Infoschalters folgend, durch das Flughafenviertel der oertlichen Stadt Coolongatta schlagen. Das Hostel gefiel mir nicht; die Atmosphaere war mit unangenehm, was vor allem daran lag, dass es nach Teenagern STANK. Verzeihung, aber es hing ueber der gesamten Anlage der Geruch von billigen Kinderparfum. Ok, ok, ich steigere mich nicht weiter rein. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am naechsten Morgen lief ich schnurstracks zurueck zum Flughafen und schnappte mir eine Busverbindung nach Byron Bay fuer schlappe AUD 30. Das 'MainBeach Backpackers' Hostel' gefiel mir hier auf Anhieb. Ich bin in einem Zimmer mit drei US-Amerikanerinnen, einer Suedaustralierin und einer Koelnerin. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Rezeption riet mir dringend zu einem Surfkurs, wegen Spass- und Sicherheitsfaktor. Also buchte ich fuer den Donnerstag einen Eintagessurfkurs (3,5h). &lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Den Eingeweihten wird mein anschliessender Supermarkt-Besuch interessieren. Mit der Erwartung, mich nach den fuenf Wochen tropischer Luxusverpflegung wieder der westlichen Versorgungsschwierigkeit hingeben zu muessen, trat ich in den oertlichen Woolworths ein. ABER HALLO! Ich traute meinen Augen kaum. Neben allen europaeischen Fruechten und Gemuesen (aus Australien) gab es ein breites Sprektrum an tropischen Fruechten aus Nordaustralien, darunter Papayas, Lady Finger Bananas und Passionsfruechte. PLUS: Ein Regal mit thailaendischen Fruechten inklusive Longan, Kokosnuesesen und DURIAN. Letztere leider in ganzen Fruechten tiefgefroren.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Nachmittags spazierte ich am scheinbar ENDLOSEN Sandstrand von Byron Bay bis zum Aussichtspunkt und badete in den Wellen. Der Hoehepunkt des Tages: VON DER AUSSICHTSPLATFORM UBER BYRON BAY KONNTE ICH WALE BEOBACHTEN, DIE SICH AUS DEM WASSER ERHOBEN UND FONTAENEN NACH OBEN SCHOSSEN. Mein Einstand in Australien war somit mehr als gelungen.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt; Die Stadt ist auch nett. Zwar laufen viele Touristen herum, aber man sieht auch noch genuegend Australier. Dieses typische Flair, 'easy-living, easy-going' ist Byron Bay erhalten geblieben.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Gestern frueh wurde ich nach meinem Besuch des Farmers' Market von der Surfschule abgeholt. Wir fuhren zum ungefaehr 2km entfernten Belongil-Beach. Los ging es mit einigen Sicherheitshinweisen und Trockenuebungen. Das wichtigste war die Ausfuehrung von NOSE (Nase an die Markierung vom Brett) - RIGHT KNEE (rechtes Knie aufstellen)  - LEFT FOOT (linker Fuss zwischen die Haende) - UP (im Boogie-Rythmus erheben).&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Dann ging es in die Praxis. Wir nahmen unsere Surfbretter und bewegten uns zu den Wellen hinaus. Etwas vom Ufer entfernt 'stellten' wir zehn Schueler (Austr, Schw, Deut, GB) uns 'an', soweit man das bei der Brandung konnte. Die Surflehrer nahmen uns einen nach dem anderen und schuppsten uns passend in die Wellen. &lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Es funktionierte hervorragend. Schon beim ersten Mal schaffte ich es, aufzustehen. UND DAS IST EIN GEFUEHL. Man steht auf einem Brett und rauscht mit einer Wahnsinnsgeschwindigkeit mit der Welle mit, die Augen zur Stabilisierung auf das Ufer fixiert und balanciert das Brett aus. Das erfordert wahnsinnig viel Gleichgewichtssinn. Ich bin auch einige Male vom Brett gefallen, keine Frage. Aber es hat riesig Spass gemacht. &lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Ausnahmsweise habe ich fuer eine Sportart auch mal die traumhaften Koerpermasse. HAHAHA. Ist aber kein Scherz. Es ist vor allem fuer Anfaenger ein Riesenvorteil, wenn man nicht zu gross oder zu kraeftig ist. Normale Groesse und kein Gramm zuviel auf den Rippen sind die besten koerperlichen Voraussetzungen.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Heute frueh liehen die Koelnerin (Ruth) und ich uns selbstbewusst ein schoenes Brett fuer den Tag. Sie hatte einen Tag vor mir den Surfkurs gemacht. Tjajaja, und dann wurde uns vorgefuehrt, wie schwierig es ist, eine Welle auch nur zu 'erwischen', wenn man keinen Surflehrer hinter sich hat, der einen punktgenau hineinschiebt. So gelang es mir heute nur ein muedes Mal, mich auf dem Brett zu erheben. Aber gut, Surfen ist nun mal nicht einfach und braucht viel Uebung.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Morgen kann ich mich wieder probieren. Heute Nachmittag gehen Ruth und ich zum Cape Byron (Leuchtturm) hoch um uns am heutigen strahlen klaren Tag den Sonnenuntergang anzusehen.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Am Sonntag werde ich aller Wahrscheinlichkeit nach Lillian Rock zu meiner Farm fahren. &lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Bis zum naechten Bericht.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;PS.: Waehrend des Surfkurses wurden Bilder von uns auf den Brettern geschossen, die wir bei schlechter Qualitaet fuer AUD 25 haetten kaufen koennen. HAHA. Danke, soviel Geld ist nicht in meinem Budget. Also muessen sich die Leserinnen und Leser mit Strandsurfbildern zufrieden geben.&lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/thomaspichl/story/9617/Australia/Thomas-auf-dem-Surfbrett</link>
      <category>Travel</category>
      <category>Australia</category>
      <author>thomaspichl</author>
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      <pubDate>Fri, 28 Sep 2007 14:48:00 GMT</pubDate>
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      <title>Gallery: Surfen, Sonne, Sonnencreme - Byron Bay NSW</title>
      <description>Ein paar Bilder von meinem Surfabenteuer in Byron Bay</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/thomaspichl/photos/5761/Australia/Surfen-Sonne-Sonnencreme-Byron-Bay-NSW</link>
      <category>Travel</category>
      <category>Australia</category>
      <author>thomaspichl</author>
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      <pubDate>Fri, 28 Sep 2007 14:39:00 GMT</pubDate>
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      <title>Auf dem Sprungbrett nach Australien</title>
      <description>&lt;p&gt;SIE LESEN: DIE ABSCHIEDSNACHRICHT VON SINGAPUR&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und schon ist sie tatsaechlich vorbei, meine Zeit in Suedostasien, 5 Wochen verflogen wie nichts. Ich habe mir nun noch zwei sehr schoene Tage in Singapur gemacht. Weniger schoen war die Tatsache dass in meinem Schlafsaal ein dicker schnarchender Daene lag, der die 11 anderen Bewohner mit seiner Schnarcherei aus den Traeumen riss. Prkatisch fuer die uebrigen 10 hoeflichen Briten, Chinesen und Kanadier, dass ein Deutscher unter dem Daenen lag, naemlich ICH. Hehe. Also habe ich meine Fuehler ausgestreckt, die Bettpfosten gegriffen und unserem Doppelbett einen derartigen Stoss versetzt, dass dem Daenen das Schnarchen vergangen ist. Scheinbar hatte mein Stoss irgendetwas in seinen Atemwegen bewegt, denn er begann auch nicht wieder zu schnarchen. Aber sonst ist er nett.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gestern war Sonntag. Ich habe meine Runde durch Chinatown gedreht, aber nichts gekauft. Dann nochmal den Bauch ordentlich mit bezahlbaren Topenfruechten vollgeschlagen. Abends durch Little India. Sonntagabend platzt der Stadtteil immer aus allen Naehten. All die Blue-Collar-Worker aus Indien und Bangladesh saeumen die Strassen. Durchkommen fast unmoeglich. Leider ist die Atmosphaere fast ein bisschen schwul. Die armen Inder und Bangladeshi haben naemlich ihre Frauen nicht nach Singapur mitgebracht, deshalb sieht man auf der Strasse 95% Maenner. Dazu kommt, dass es in der suedindischen Kultur ueblich ist, dass Maenner, wenn sie gute Freunde sind, Haendchen halten und sich umarmen. Das habe ich aber erst nach einiger Zeit herausgefunden. Mein erster Gedanke, als ich dieses Massenphaenomen beobachtet, war ungefaher: &amp;quot;Wo bin ich denn HIER gelandet?!?!?!&amp;quot; Aber gut, andere Laender, andere Sitten. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute habe ich das Morgenprogramm in Chinatown wiederholt, bin dann in Little India shoppen gegangen. Es ist der Wahnsinn, ich gehe sonst NIE shoppen. Aber in Singapur, da kannst du links und rechts zugreifen. Gestern Nacht ging ich mit keinem boesen Gedanken auf die Strasse, hoerte den Indie-Pop aus den Laeden und dachte mir: &amp;quot;Das waere doch ein schoenes Andenken an die Atmosphaere in Singapur, so eine CD mit indischer Musik.&amp;quot; Diesen Gedanken muss der Shopinhaber wohl aus fuenf Meter Entfernung gelesen haben, denn er kam schnurstracks auf mich zu: &amp;quot;Man, I have MP3-CD vor you. The composer is famous in Britain! This CD is 200 songs, different interprets ... I make you SPEACIAL price!! I give it to you for eight dollars!&amp;quot; Also gebt es zu: Eine CD mit 200 Indie-Musiktiteln, die in Grossbritannien beliebt sind (chm chm chm), von verschiedenen Interpreten fuer S$8 .... Haettet Ihr &amp;quot;Nein!&amp;quot; gesagt?? Und schon war mein Portmonnaie wieder etwas leichter. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zurueck zum Roten Faden: Nachmittags habe ich mir das MacRitchie Reservoir angegeguckt; das ist sozusagen der Stadtwald Singapurs. Es gab wiedermal Affen und Schildkroeten zu sehen. Die Anlage ist sehr gepflegt und an laueft sehr angenehm auf Holzstiegen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei Qantas Airlines habe ich auch noch angerufen und mir meine rohkoestliche Fruchtplatte als Spezialmenue auf allen Fluegen bestaetigen lassen. HAHAHAHAHA. Ich freue mich schon wieder auf die Stewardess die die Liste dreimal durchcheckt bis sie glaubt dass wirklich ICH das Spezialmenue bestellt habe und nicht die 50-Jaehrige spiessige Hausfrau vor mir. Nach meinem Aussehen (ca. 16, maennlich, westlich) erwartet man von mir eher dass ich DER Fast-Food-Junkie schlechthin bin.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA. . . . . Singapur macht Spass. Hier koennte man leben, oder zumindest ein Auslandsstudienjahr verbringen. Aber mal schauen, was Australien und die USA bringen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kurze Uebersicht ueber meine kommende Zeit: Werde morgen, am 25.09.07 um 18:50 in Sydney landen. Habe mir gestern im Internet einen sofortigen Anschlussflug mit der Billigairline Virgin Blue gekauft. Die fliegt mich von Sydney hoch zum Gold Coast Airport. Von dort werde ich voraussichtlich keinen Anschluss mehr nach Byron Bay erhalten und werde eine Nacht auf dem Flughafen oder sonstwo unter der naechsten Bruecke verbringen. In Byron Bay habe ich vor, so circa fuenf bis sechs Tage das Surfen auszuprobieren. Einen Surfkurs nehme ich natuerlich nicht; das ist mir viel zu teuer. Also muss ich neben den Krokodilen, Haien, Unterstroemungen, Giftspinnen und -schlangen auch noch die 7-Meter-Wellen fuerchten. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Liebe Verwandte und Bekannte, wer mich lebend wiedersehen moechte, der ueberweise mir bitte das Geld fuer den Surfkurs und die Nahkampfaustruestung fuer Australiens charmante Tierwelt.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Kleiner Scherz - Ich werde mir schon irgendjemanden krallen, der mir das Surfen in der Theorie ein bisschen naeherbringen kann. Und die Straende von Byron Bay, einem Paradies fuer Surfer, sind auch bestens ueberwacht. Vom 2. oder 3 Okotber an werde ich mich dann auf die Farm im Hinterland von Byron Bay begeben. Dort arbeite ich fuer ungefaehr zwei oder drei Wochen. Wie es im Moment aussieht werde ich meinen Flug nach Hawaii etwas verschieben muessen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bis zur ersten Nachricht vom toedlichsten Kontinent&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Euer noch lebender Thomas&lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/thomaspichl/story/9496/Singapore/Auf-dem-Sprungbrett-nach-Australien</link>
      <category>Travel</category>
      <category>Singapore</category>
      <author>thomaspichl</author>
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      <pubDate>Mon, 24 Sep 2007 22:08:00 GMT</pubDate>
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      <title>Hungern auf der Trauminsel und KL - Kuala Lumpur</title>
      <description>&lt;p&gt;&lt;img src="https://s3.amazonaws.com/aphs.worldnomads.com/thomaspichl/5607/DSC08290.jpg"  alt="Pulau Tioman - Blick auf den Strand von ABC." /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hallo zusammen,&lt;/p&gt;&lt;p&gt;olala, in den letzten 5 Tagen habe ich wieder einmal ziemlich viel erleben duerfen. Lisa und Theresa, meine beiden Wiesbadenerinnen, die ich im Hostel in Singapur kennengelernt hatte, entschlossen sich angesichts ihrer chronisch leeren Reisekasse, mit mir nach Malaysia zu fahren. Auf Anraten der Hostelmitarbeiter entschieden wir uns fuer Pulau Tioman, einer Insel nicht allzuweit von Singapur. Los ging es am Sonntag, dem 15.09. gegen Nachmittag. Wir nahmen einen Bus nach Johor Bahru, der malayischen Grenzstadt. Dort stoppten die Busse zweimal, um die malayischen und singapuritanischen Grenzer zu beschaeftigen. Am Busbahnhof von Johor Bahru nahmen wir den Bus nach Mersing, dem Ort, von dem aus die Faehre nach Pulau Tioman faehrt. Wir kamen abends an. Ein Mann kam auf uns zu und wollte uns ein Hostel und Boottickets aufschwatzen. Von Thailand gepraegt weahlten wir die uebliche Strategie: Totale Ignoranz. Spaeter trafen wir den Herrn wieder, in einem Hostel, in das wir einen Blick wurfen. Er textete uns zu von wegen westliche Arroganz und 'kein Respekt' und so weiter. Letztendlich entschieden wir uns doch fuer Omar's Backpacker Hostel und wurden fuer die schlechte Erfahrung mit dem aufdringlichen Herrn entschaedigt. Omar ist der Name des netten Hostelbesitzers, der nicht nur Ausfluege fuer seine Hostelgaeste organisiert, sondern auch fuer ProSieben die Abenteuerserie 'Survival' managet, was er gleich stolz erzaehlte und uns mit Fotos bewies. Abends setzte sich noch seine Nichte zu uns und erzaehlte uns interessante Sachen aus dem malayischen Alltag. Ausserdem feierten wir in meinen Geburtstag rein. Lisa und Theresa schenkten mir eine singapuritanische Flagge. Damit haben sie voll ins Schwarze getroffen, wo ich ganz gern die eine oder andere Flagge sammele. Aus irgendeienm Grund beendeten wir den Abend mit Armdruecken. Lisa besiegte Theresa auf rechts und war darueber wahnsinnig gluecklich. Theresa hatte naemlich erst vor kurzem bei einem Armdrueckwettstreit auf Phi-Phi-Island (Thailand) drei israelische Kampflesben bezwungen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am naechsten Morgen setzten wir mit der Faehre nach Pulau Tioman ueber. Obwohl es waehrend der Ueberfahrt regnete, wurde schon von der Faehre aus deutlich, dass Pulau Tioman in der Tat eine Trauminsel ist. Saftig gruene Urwaelder ueberzogen das Eiland mit Bergen, die bis auf 1000m hoch herausragen. Dazu viele palmengesaeumte Buchten. Kein Ort ist groesser als ein mittleres Dorf und die Orte haben einen merkwuerdig ruhigen, fast vergessenen Charakter. Wir hatten uns ABC/Air Batang als Ort ausgesucht, weil es hier am guenstigsten sein sollte. Und das war es auch. Unser Bungalow am Strand kostete fuer drei Personen insgesamt nur 5EUR/Nacht. Am ersten Tag machten wir schon Bekanntschaft mit allen anderen jungen Urlaubern der Insel. Abends sassen wir im Freiluftrestaurant, tranken Bier und Kokosnuesse und liessen uns auf die Karten- und Streichholztricks des Wirts ein. So wurde mein Geburtstag doch noch sehr nett. Ueberhaupt herrschte auf Pulau Tioman eine Inselatmosphaere. Jeder kennt jeden, alles geht sehr ruhig zu, Zeit spielt kaum eine Rolle. Von den ungefaehr 10 jungen Besuchern aus England, Australien und Frankreich wollten 4 schon seit einer Woche abgereist sein, hatten sich nur immer noch fuer einen weiteren Tag entschieden. Pulau Tioman ist also einer dieser Orte auf Erden, der die Besucher fesselt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Den ersten vollen Tag verbrachten wir am Hausstrand. Unsere erste Mahlzeit bestand aus wilden Mangos, die wir direkt vor der Haustuer sammeln konnten. Fuer mich war dies das einzig verfuegbare Nahrungsmittel, fuer die Maedels eine willkommene kostenlose Mahlzeit. Dann gingen wir schnorcheln. ABER HALLO!!!! DAS habe ich noch nicht erlebt!! Eine Wahnsinns-Unterwasserwelt. Korallen in allen Farben und Formen, Regenbogenfische, riesige Seeigel (mit schillernden Augen), Seemuscheln im Fels ... einfach genial!! &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was mir am selben Tag leider auch klar wurde: Hier konnte ich nicht lange leben ... Der einzige, 40-Minuten-entfernte kleine Laden des Ortes bot fuer mich nur wenige Nahrungsmittel, darunter keine tropischen, von Kokosnuessen einmal abgesehen. So lebte ich also von jungen, gekeimten und alten Kokosnuessen, bis ich keine mehr sehen konnte. Von wilden Mangos kann man auch irgendwann die Nase vollhaben. Selbst meine Maedels hatten Probleme, sich zu versorgen. Es war leider Ramadan ... Wer sich nun gegen 4:00pm etwas zu essen besorgen wollte, hatte ein Problem. Kein Restaurant war tagsueber geoeffnet. Lisa und Theresa werden allerdings schon am 23.09. nach Australien fliegen und beschlossen daher, noch ein wenig auf der Insel zu bleiben und dann nach Singapur zu fahren. Ich entschied mich fuer einen weiteren und letzten Tag auf Pulau Tioman.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Dienstag also gingen wir durch den Dschungel zum abgelegenen Monkey Beach. Der Name kommt nicht von irgendher; auf dem Weg dorthin sahen wir viele mittelgrosse Affen, die gar nicht so begeistert waren, dass wir in ihr Revier eindrangen. Monkey Beach war wirklich traumhaft ... Die Unterwasserwelt uebertraf noch unseren Heimatstrand. Ich sah Nemo-Fische und Saebelfische an haarigen Korallen. Abends dann feierten wir meinen Abschied mit einer Mangoparty im Bungalow. Wir assen Mangos bis zum Umfallen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mittwoch frueh dann nahm ich die Faehre nach Mersing und von dort aus den Bus nach Kuala Lumpur. Ich sah mir noch Chinatown an und fuhr mit dem Bus zum Durianstand. Dann schlief ich. Das Hostel ist zwar billig; dafuer ist es aber auch so schlecht isoliert, dass man das Gefuehl hat unter der Bruecke zu schlafen. Aber gut, nettes Personal und Einzelzimmer fuer 4EUR.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute dann sah ich mir Kuala Lumpur an. Die Stadt ist ganz nett, aber nicht das MUSS in Suedostasien. KL, wie die Englischsprachigen und coolen deutschen sagen, kann nicht mit meinen bisherigen Reisezielen mithalten. Gut, die Petronas Towers sind schon beeindruckend, aber davon abgesehen ... Chinatown und Little India sind in Bangkok und Singapur zehnmal schoener. Merdeka Square, der Hauptplatz Malaysias ist auch einen Besuch wert, aber allgemein reicht hier touristisch gesehn wohl ein Tag. Da es mir im Hostel auch nur begrenzt gefaellt, fahre ich morgen lieber nach Melaka, einer Stadt auf dem Weg nach Singapur, die mir von allen und jedem dringend fuer einen Besuch empfohlen wurde.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann werde ich demnaechst aber nach Singapur zurueckfahren. Ich habe hier naemlich genug Geld gespart, um eine paar Tage ein bisschen mehr ausgeben zu koennen und Singapur ist nun einmal GENIAL. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Den Eingeweihten wird zum Schluss noch interessieren, dass die Durian-Saison tatsaechlich rapide schnell zu Ende geht. In Kuala Lumpur muss man sich schon direkt anstrengen, um noch eine Frucht zu finden. Es wird Zeit, Suedostasien zu verlassen.&lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/thomaspichl/story/9372/Malaysia/Hungern-auf-der-Trauminsel-und-KL-Kuala-Lumpur</link>
      <category>Travel</category>
      <category>Malaysia</category>
      <author>thomaspichl</author>
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      <pubDate>Thu, 20 Sep 2007 19:10:00 GMT</pubDate>
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      <title>Gallery: Einmal Malaysia und zurueck ...</title>
      <description>Pulau Tioman, Kuala Lumpur und Melaka</description>
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      <category>Travel</category>
      <category>Malaysia</category>
      <author>thomaspichl</author>
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      <pubDate>Thu, 20 Sep 2007 19:05:00 GMT</pubDate>
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