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Da fahr'n ma nimma hi!

Geh weg! Gehweg weg!

INDONESIA | Friday, 5 August 2022 | Views [97]

(JH) So, jetzt ist es also so weit. We did it. It’s done! Wir sitzen in einem komplett anderen Eck unseres Planeten und klarerweise fühlt sich alles noch völlig surreal an. Natürlich ist man 24h unterwegs und ebenso logisch ist es, dass man in 24h weit kommt, aber das menschliche Hirn – zumindest meins – hängt noch irgendwo am Münchner Hauptbahnhof fest. Von dort gings nämlich los mit dem Zug nach Zürich, dort Übernachtung im Holiday Inn Express und dann am nächsten Tag mit dem Flieger nach Singapur. Dort hatten wir dann 10h Aufenthalt und uns ganz tolle Pläne gemacht, was wir uns alles anschauen und wen wir besuchen. Besucht haben wir niemanden, da von den zwei Familien die wir dort kennen, beide nicht da waren. Angeschaut haben wir uns immerhin den Botanischen Garten (BH: Gardens by the Bay). Danach waren wir aber aufgrund Schlafmangels zu nix mehr fähig. Also zurück zum Flughafen und völlig deliriös auf irgendeiner Eckbank eingepennt. Der Hopser nach Denpasar war ein Klacks und die Einreise auch deutlich entspannter als gedacht. Man hatte uns vorher von bis zu 5h Wartezeit und infolgedessen dem ein oder anderen Fist Fight in der Warteschlange berichtet. Jetzt da wir heute Nacht 14h geschlafen haben sind wir eigentlich recht fit.

Wie’s ein ordentlicher Schriftsteller macht, habe ich mir grad einen Rum auf Eis eingeschenkt, hämmere in die Tasten und überblicke unser Reich für die nächsten 2,5 Monate. Und I konn nur song, guad aus g’suacht.  Die Jungs hüpfen – eigentlich schon den ganzen Tag – im Pool rum, Jack Johnson trällert aus den Outdoorboxen. Ich sitze nur in Shorts bekleidet auf unseren balinesischen Rattanmöbeln und ab und zu fällt ne Mango vom Baum. Die Bude ist echt n‘ Knaller. Wir haben einen recht großen tropischen Garten mit diversen Palmen, Bambusbäumen, Loungemöbeln einer Outdoorküche, die nachts von einem kleinen indonesischen Pfeilfrosch bewacht wird (weiß nicht, obs wirklich einer ist könnte; aber sein; BH: gaaaanz bestimmt) und einer wunderschönen Nachtbeleuchtung. Drinnen ist es geräumig und sehr geschmackvoll eingerichtet. Für unsere Jungs viel wichtiger ist aber, dass wir eine Hauskatze (Matty) und einen Teich mit ein paar Fischen (soweit ich weiß alle namenlos) haben.  

Verlässt man die Bude, schlägt einem die balinesische Realität mit voller Wucht ins Gesicht. Die Straße direkt vor der Tür ist zwar nicht breit, aber ähnlich stark befahren wir der Isarhighway. Man ersetze lediglich die Autos durch Roller. Wie man es ja aus Südostasien kennt, sind diese wahlweise beladen mit kompletten Familien, Einkäufen, Schubkarren (kein Scheiß) oder Touristen. Ab und zu mischt sich auch das ein oder andere Auto ins Gedränge. Hier und da ertönt ein zaghafter Huperer (stellt euch einfach den Roadrunner vor) wobei dieser nicht wirklich einen besonderen Auftrag zu haben scheint. Einen Gehweg sucht man vergebens. Und sollten wirklich mal 2 Meter gepflastert sein, steht dort entweder ein Moped, ein Laster oder zumindest eine Opfergabe für die Götter. Auch die sind sicherlich nicht zu Fuß unterwegs. So blöd sind nur wir. Heute haben wir uns mal 50m in die eine Richtung der Straße zum Frühstücken bewegt, und einmal 300m in die andere Richtung zum Einkaufen. Beide Male ist mein Blutdruck gewaltig nach oben geschnellt. Da hilft auch kein Ramipril ned. Reicht schon, wenn man nur für sich selbst verantwortlich ist und wie Supermario alle Hindernisse überwindet. Aber wenn dann noch der Jonah mit seinen 5 Jahren recht unbedarft durch die Gegend springt, wird’s hektisch. Zwischendurch bellt mich dann immer wieder ein Hund aus irgendeiner Hofeinfahrt an. Musste grad ich nach Bali fahren, wo’s wohl mehr Straßenhunde gibt als Mücken?! Wer mich kennt weiß, dass es beide Tiergattungen (sind’s Gattungen?) besonders auf mich abgesehen haben.

Drum ist’s immer wieder eine Erlösung, wenn sich das Tor zu unserem Haus öffnet, wir hindurchtreten und sich auf der anderen Seite das Paradies befindet (BH: Anmerkung – es ist Tag 1 😉). Um genau dieses mehr zu feiern, mache ich jetzt Schluss, schenk mir noch a Glaserl ein und dank dem lieben Gott (oder allen je nachdem welchem Theismus ihr folgt) dafür, dass wir dieses Abenteuer erleben dürfen, welches grad erst beginnt.

 

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