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    <title>Da fahr'n ma nimma hi!</title>
    <description>Da fahr'n ma nimma hi!</description>
    <link>https://journals.worldnomads.com/johannhermann/</link>
    <pubDate>Sun, 5 Apr 2026 05:51:55 GMT</pubDate>
    <generator>World Nomads Adventures</generator>
    <item>
      <title>Stop the knallpot terror!</title>
      <description>&lt;p&gt;(BH) Bevor es weitergeht mit den bunten Abenteuern der Familie Hermann muss aber nochmal eine Abhandlung von der Verkehrssituation geschrieben werden. Weil, die ist wirklich was ganz Besonderes hier.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich mein, wir haben ja schon so einiges auf unseren Trips nach Asien gesehen, z.B. 7-k&amp;ouml;pfige Familien auf Rollern oder Frauen, die den Helm &amp;uuml;ber ihren Kopf halten, um die Frisur nicht kaputt zu machen, etc. Und gewuselt hats in Vietnam auch brutal. Aber das hier ist schon nochmal die Schlagsahne auf dem Cocktailkirschchen. Also wir haben ja jetzt seit ein paar Tagen auch einen Roller, weil es ohne eben nicht geht. Der Johann ist der Fahrer - ich muss noch einige Wochen und Jahre in mich gehen, ob ich mir das zutrau. Insofern soll mei Mo sich zum Fahrgef&amp;uuml;hl &amp;auml;u&amp;szlig;ern. Als Mitfahrer kann ich sagen, man krallt sich einfach nur fest, sendet Sto&amp;szlig;gebete aus, zwischendurch prellts einem gscheit das Stei&amp;szlig;bein, wenn die Stra&amp;szlig;e wieder voller Schlagl&amp;ouml;cher oder Tempobegrenzungshuggel ist (auf der &amp;uuml;belsten Stra&amp;szlig;e heute ist uns eine aufm Roller mit einem voll beladenen Tablett in der Hand entgegengekommen!!!) und h&amp;auml;lt die Beinchen fest an die Seiten gepresst, weil die Gefahr besteht, dass sie einem sonst ein Auto oder andrer Roller abs&amp;auml;belt. Und dann schwimmt man mit im Strudel der Rollerarmada. Ganz vereinzelt kommt echt einer mitm Radl daher. Letztens haben wir einen Rennradfahrer durch Denpasar fahren sehen. Das ist die Steigerung von wahnsinnig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist IMMER die H&amp;ouml;lle los auf der Stra&amp;szlig;e - dabei sind haupts&amp;auml;chlich Einheimische unterwegs. Viele ohne Helm, auch gern die Kinder, die teilweise am R&amp;uuml;cken des Fahrers festgebunden werden (mit einem Schal; immerhin kein Bindfaden), damit sie beim Einschlafen nicht wegkippen. Oft sind neben den Stra&amp;szlig;en kleine Kan&amp;auml;le, in denen der Unrat schwimmt. Ab und zu plumpst da einer rein, weil er einfach von der Stra&amp;szlig;e runtergeschoben wird oder versucht hat, sich durch den irrzwitzigsten Spalt zu dr&amp;auml;ngen und dabei sein Volumen untersch&amp;auml;tzt hat. ABER: komischerweise wird nicht geschimpft oder gebr&amp;uuml;llt und gehupt nur kurz, um zu sagen "Obacht". Die sind alle so derma&amp;szlig;en gechillt und gleichm&amp;uuml;tig. Is halt so und wird einfach hingenommen. Keiner besteht auf sein Recht, Einf&amp;auml;deln lassen wird hier gro&amp;szlig; geschrieben. Bei uns g&amp;auml;bs Stra&amp;szlig;enschlachten. Aber klar, wenn man an Wiedergeburt glaubt und immer Kakerlake oder Tiger im Kopf hat, dann ist man wohl ein besserer Mensch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und die Locals sind halt superstolz auf ihre aufgepimpten Roller. Je mehr es r&amp;ouml;hrt, desto besser. Der Johann hat heut ein Schild gesehen mit der Aufschrift "Stop the knallpot terror". Knallpot hei&amp;szlig;t Auspuff auf indonesisch (&amp;Uuml;berbleibsel der holl&amp;auml;ndischen Besetzung). E-Roller w&amp;auml;ren schon ne feine Sache hier...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(JH) Nein Mum und Dad, ist alles nicht so schlimm wie's Bettina schreibt. Eure Enkelkinder sind sicher :) Wir schwimmen halt so mit im Strom und die Kids findens einfach nur super auf unserem Scoopy.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir sind grad in der Schule und feiern mit allen Kindern, Eltern und Lehrern den indonesischen Unabh&amp;auml;ngigkeitstag. Die ganze Schule wurde seit Tagen mit rot-wei&amp;szlig;en Fahnen geschm&amp;uuml;ckt und der Sportplatz, auf dem die Feierlichkeiten stattfinden, etwas beschattet. Zuerst wurde feierlich die indonesische Flagge gehisst. Der (so wie ich denke) Parkplatzw&amp;auml;chter macht ein paar Exerzier&amp;uuml;bungen und die Schuldirektorin und ein paar Sch&amp;uuml;ler lesen was vor. Alle salutieren und dann m&amp;ouml;gen die Spiele beginnen. Wie wohl in ganz Indonesien wird mit vor allem kindlichen Spielen wie Sackh&amp;uuml;pfen, Eierlauf, Kissenschlacht, Krabbenbrotschnappen, Tauziehen, etc. gefeiert. Und das gilt nicht exklusiv f&amp;uuml;r die Kinder. Ich finde das passt wie die Faust aufs Auge auf dieses Volk. Grunds&amp;auml;tzlich tragen die meisten, die man hier trifft diese kindliche Freude in sich, die wir auch zuletzt in Kambodscha so bewundert haben. In der kurzen Zeit haben wir die Balinesen schon sehr ins Herz geschlossen. Ich hoffe das &amp;auml;ndert sich nicht und sie sich auch nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was war sonst noch in der letzten Woche. Betsy und ich waren am "Old Man Beach" surfen und haben uns beide komplett das Kreuz verrenkt. Danach in eines dieser Instagram-optimierten Caf&amp;eacute;s (Zin) zum Fr&amp;uuml;hst&amp;uuml;cken, welches aber nicht nur super aussieht, sondern auch echt geiles und trotzdem g&amp;uuml;nstiges Essen hat. Jetzt hoffen wir das Intan unsre Haus-und-Hof-Masseuse bald wieder vorbeikommt und uns einrenkt. Am Wochenende waren wir auf der Halbinsel Bukit und haben zusammen mit Spieleders (Freunden aus M&amp;uuml;nchen, die zu Besuch hier sind) ein paar Str&amp;auml;nde ausgekundschaftet. Am besten hat uns Melasti Beach gefallen - ein Strand wie ausm Bilderbuch: Wasser t&amp;uuml;rkis, bunte Fische, Schildkr&amp;ouml;ten und Korallen in allen Farben und Formen, ein wei&amp;szlig;er fast menschenleerer Strand und ein kleines Beach-Warung (Restaurant w&amp;auml;r zu viel gesagt), welches uns kaltes Bier, Pommes und Fr&amp;uuml;hlingsrollen an den Strand gebracht hat. Bei jeder Bestellung haben die Jungs ausm Warung mich und Elmar zum Schnaps-Saufen "&amp;uuml;berredet" :). Und wieder mal...sich tierisch gefreut, wenn uns die Gesichtsz&amp;uuml;ge ob des Geschmacks entgleist sind. Sch&amp;ouml;n, dass es auf dieser vollen Insel diese Flecken noch gibt (ich h&amp;auml;tts nicht gedacht).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Letzte Woche haben wir bei eine Yoga-Stunde f&amp;uuml;r "all Levels" mitgemacht. Auch hier nur irgendwelche Bali-Hipster und die Yogi-Tante wie ausm Bilderbuch (oder eher Youtube-Channel). Wir haben uns also 90 Minuten verknotet und brav dabei gel&amp;auml;chelt und uns bei uns selber f&amp;uuml;r unsere Hammer-Performance bedankt: "Namaste".&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Jungs haben die erste Schulwoche mit Bravour hinter sich gebracht. Anfangs waren wir tags&amp;uuml;ber noch in der Schule, um ihnen den Start so soft wie m&amp;ouml;glich zu machen. Inzwischen bringen wir sie um 8:00 und holen sie wieder um 14:30. Den Rest wuppen sie ganz allein und freuen sich tats&amp;auml;chlich jeden Tag wieder auf die Schule - ok, Elias mehr als Jonah aber warum soll's hier anders sein als in M&amp;uuml;nchen? Und Mami und Papi haben dann den Vormittag f&amp;uuml;r sich! Wie sagt Hannibal ausm A-Team? Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert :) (BH: jetzt m&amp;uuml;ssen wir den Plan nur noch k&amp;ouml;rperlich durchhalten...).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hab das Gef&amp;uuml;hl, ich hab noch einiges vergessen, hab aber jetzt auch schon genug getippelt. It's Bintang Time! Bis bald wieder!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/johannhermann/story/151673/Indonesia/Stop-the-knallpot-terror</link>
      <category>Travel</category>
      <category>Indonesia</category>
      <author>johannhermann</author>
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      <pubDate>Mon, 15 Aug 2022 19:14:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Ramé</title>
      <description>&lt;div&gt;(JH) Stellt euch vor, ihr steht auf, seid noch etwas schlaftrunken schlendert nach einer morgendlichen Entleerung (BH: &amp;auml;h, hallo??) gem&amp;auml;chlich in die K&amp;uuml;che. Ihr holt euch Milch und Cornflakes und setzt euch gem&amp;uuml;tlich an den K&amp;uuml;chentisch. Ihr wischt euch nochmal den Restschlaf aus dem Gesicht und wollt euch dann die Cornflakes mit Milch in eine Sch&amp;uuml;ssel geben. Dabei glotzt euch aus der Plastikinnenverpackung der Cornflakes ein etwa 10 cm langer Gecko an. Boom! Wach! Elias h&amp;auml;tte es fast r&amp;uuml;ckw&amp;auml;rts vom Stuhl gehauen. Wie gesagt, wach war er dann. Wei&amp;szlig; jetzt nicht, ob's f&amp;uuml;r den Gecko auch so ein morgendlicher Schock war. Das wird er wohl in seinem Gecko-Blog seinen anderen Gecko-Kollegen erz&amp;auml;hlen.&amp;nbsp;Und davon gibt's in unserer Villa viiiieeeeeele. Ich muss sagen, sie st&amp;ouml;ren mich nicht wirklich. Mir sind sie lieber als Schlangen und Spinnen, wovon wir bisher noch keine gesehen haben. Vor allem Schlangen sollen sich manchmal aus den Reisfeldern in bewohnte Gebiete verirren, let's see.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;(BH: kleiner Nachtrag - nur einen Tag sp&amp;auml;ter war ne Schlange auf dem Schulgel&amp;auml;nde, ca. 1m lang aber d&amp;uuml;nn, direkt vor Jonah's Klassenzimmer. Meine scharfen Habichtaugen haben sie nat&amp;uuml;rlich sofort gespotted und eigentlich relativ gelassen Alarm geschlagen. Dann wurds aber tats&amp;auml;chlich etwas hektisch, alle Kinder wurden direkt in die Zimmer geschoben, T&amp;uuml;ren zu, G&amp;auml;rtner geholt, kleiner Menschenauflauf. Der G&amp;auml;rtner hatte dann bissl M&amp;uuml;he, die doch extrem flinke Schlange einzufangen. Puh. Der reinste Actionfilm hier...)&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Inzwischen sind wir seit einer Woche hier und grooven uns so langsam ein. Seit Montag gehen unsere beiden Kids in die 4. Klasse bzw. Preschool auf der Sunrise International School. Mehr zum&amp;nbsp;Schulstart will euch bestimmt Bettina erz&amp;auml;hlen...&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;(BH) ... aber sowas von. Nachdem wir die ersten Tage das Haus eigentlich nur zur Nahrungsaufnahme verlassen haben - nein, das stimmt nicht, wir haben einen Abstecher nach Canggu gemacht. Schlappe 10km in 50 Minuten - Hin und Zur&amp;uuml;ck (JH: Frauen und Orientierung... Es sind 3,5 km und waren 50 Minuten one-way). Tja, den Ritt zum Strand werden wir wohl leider nicht regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig machen...&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Aber kurz zur&amp;uuml;ckspulen, also haupts&amp;auml;chlich zur Nahrungsaufnahme... und am Sonntag schon den ersten Besuch aus der Heimat hatten, von Wachtmeisters, die wir ja eigentlich in Singapur besuchen wollten, die da aber grad auf den Malediven waren, da war aber das Wetter schlecht, also sind sie nach Bali und da haben sie uns dann besucht.... alles klar??... Moment muss mir kurz den Schwei&amp;szlig; von der Stirn wischen... wo war ich stehen geblieben?&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Ach ja, also nachdem wir das ganze Wochenende gechillt hatten, stand er also vor der T&amp;uuml;r - der erste Schultag!! Mein Gott, was hatten wir f&amp;uuml;r schlaflose N&amp;auml;chte. Vorw&amp;uuml;rfe haben wir uns gemacht, was wir f&amp;uuml;r gnadenlose Eltern sind. Die armen Kinder 4 Tage nach Ankunft in ne Schule zu stopfen, wo alles, wirklich ALLES anders ist, wo sie nix verstehen, wo sie keinen kennen. Bei der Orga klang alles so Heitideiti im Kopf. Aber die Realit&amp;auml;t ist ja schon ne andere. Nun gut, nat&amp;uuml;rlich wollten wir es probieren und waren auf das Schlimmste gefasst.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Die Kinder waren nat&amp;uuml;rlich schon aufgeregt, haben sich aber erstmal total &amp;uuml;ber ihre Schult&amp;uuml;ten gefreut (die ich aus Deutschland mitgeschleppt hab). Mit dem Taxi sind wir zur Schule ged&amp;uuml;st - die ist zwar nur 7 Minuten weg, aber das mit dem Gehweg weg habt ihr ja schon gelesen. Und an Radeln ist hier auch nicht zu denken. Roller evtl. irgendwann in ein paar Wochen, wenn einem alles egal ist. Ein herzliches Willkommen am Eingang, Fieber messen, Pfoten waschen und reinmarschiert ein einen &amp;uuml;ppig gr&amp;uuml;nen Garten gespickt mit Holzh&amp;uuml;ttchen. Der Campus ist recht &amp;uuml;berschaubar und sehr basic. Wir sagen mal authentisch.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Der Johann ist mit dem Jonah zum Kindergartenbereich / Preschool abgebogen, ich mit dem Elias zur 4. Klasse. Die Gruppen sind &amp;uuml;berschaubar gro&amp;szlig;, Jonah's Gruppe sind 20 Kinder, beim Elias sind es sogar nur 15 Kinder. Tapfer ist er in die Klasse marschiert.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Beide haben jeweils zwei Lehrerinnen, davon immer eine balinesisch. Elias Hauptlehrerin ist Australierin.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Unterrichtsf&amp;auml;cher sind neben den &amp;Uuml;blichen z.B. Gardening, Yoga, Cooking, Self Reflection und Moral Values. Sensationell. Ausserdem haben beide&amp;nbsp;noch Indonesian Culture und Balinesisch als F&amp;auml;cher.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Also ich bin so stolz auf unsre Jungs. Die haben das wirklich toll gemeistert. Der Jonah hat immer nur freudig gegrinst und gewunken, wenn wir mal durchs Fenster geschaut haben, er hat sofort &amp;uuml;berall mitgemacht und schon die ersten W&amp;ouml;rter gelernt. Seitdem schreit er immer "excited", wenn er in den Pool h&amp;uuml;pft. In der Pause erkundet er die Krabbeltiere im Garten und hat schon eine "K&amp;ouml;nigsbeterin" gefunden, alias Gottesanbeterin.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Der Elias hat nat&amp;uuml;rlich wesentlich mehr zu bei&amp;szlig;en. Neuer Schulstoff und kaum Englischkenntnisse. Aber er ist guter Dinge, hat schon "viele neue Freunde" (haupts&amp;auml;chlich Holl&amp;auml;nder), mit denen er in den Pausen kickt. Tja Fussball ist und bleibt ein T&amp;uuml;r&amp;ouml;ffner. Und die Gardening Lehrerin Ibutu spricht deutsch - ist also zur Not auch immer eine Anlaufstelle (vielleicht auch, wenn das Essen mal nicht schmeckt, harharhar).&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;So weit also so gut. Mal sehen, ob der Motivationseinbruch noch kommt, aber bisher k&amp;ouml;nnte es nicht besser laufen.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;So geht jetzt also die erste Woche ins Land. Wir haben uns befreit von dem Gedanken, sofort 1000 Dinge machen oder sehen zu m&amp;uuml;ssen. Unter der Woche werden wir die Jungs erstmal so gut es geht bei ihrem Schulalltag mental unterst&amp;uuml;tzen und die Wochenenden werden wir verst&amp;auml;rkt f&amp;uuml;rs Erkunden der Insel nutzen. Mit unsrem Besuch aus good old Munich, der jetzt nach und nach die n&amp;auml;chsten Wochen eintrudelt.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Ach ja, die &amp;Uuml;berschrift "Ram&amp;eacute;" ist &amp;uuml;brigens Balinesisch und bedeutet so viel wie&amp;nbsp;"etwas, das zwar chaotisch ist, aber gl&amp;uuml;cklich macht." Das beschreibt unseren neuen Alltag ganz gut ;) (JH: F&amp;uuml;r unsere norddeutschen Freunde: Ein Ramme in bayerisch ist &amp;uuml;brigens ein Popel und ist auch chaotisch und kann mitunter gl&amp;uuml;cklich machen, wenn man seine Nase von selbigem befreit hat)&lt;/div&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/johannhermann/story/151667/Indonesia/Ram</link>
      <category>Travel</category>
      <category>Indonesia</category>
      <author>johannhermann</author>
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      <pubDate>Wed, 10 Aug 2022 11:26:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Geh weg! Gehweg weg!</title>
      <description>&lt;p&gt;(JH) So, jetzt ist es also so weit. We did it. It&amp;rsquo;s done! Wir sitzen in einem komplett anderen Eck unseres Planeten und klarerweise f&amp;uuml;hlt sich alles noch v&amp;ouml;llig surreal an. Nat&amp;uuml;rlich ist man 24h unterwegs und ebenso logisch ist es, dass man in 24h weit kommt, aber das menschliche Hirn &amp;ndash; zumindest meins &amp;ndash; h&amp;auml;ngt noch irgendwo am M&amp;uuml;nchner Hauptbahnhof fest. Von dort gings n&amp;auml;mlich los mit dem Zug nach Z&amp;uuml;rich, dort &amp;Uuml;bernachtung im Holiday Inn Express und dann am n&amp;auml;chsten Tag mit dem Flieger nach Singapur. Dort hatten wir dann 10h Aufenthalt und uns ganz tolle Pl&amp;auml;ne gemacht, was wir uns alles anschauen und wen wir besuchen. Besucht haben wir niemanden, da von den zwei Familien die wir dort kennen, beide nicht da waren. Angeschaut haben wir uns immerhin den Botanischen Garten (BH: Gardens by the Bay). Danach waren wir aber aufgrund Schlafmangels zu nix mehr f&amp;auml;hig. Also zur&amp;uuml;ck zum Flughafen und v&amp;ouml;llig deliri&amp;ouml;s auf irgendeiner Eckbank eingepennt. Der Hopser nach Denpasar war ein Klacks und die Einreise auch deutlich entspannter als gedacht. Man hatte uns vorher von bis zu 5h Wartezeit und infolgedessen dem ein oder anderen Fist Fight in der Warteschlange berichtet. Jetzt da wir heute Nacht 14h geschlafen haben sind wir eigentlich recht fit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie&amp;rsquo;s ein ordentlicher Schriftsteller macht, habe ich mir grad einen Rum auf Eis eingeschenkt, h&amp;auml;mmere in die Tasten und &amp;uuml;berblicke unser Reich f&amp;uuml;r die n&amp;auml;chsten 2,5 Monate. Und I konn nur song, guad aus g&amp;rsquo;suacht. &amp;nbsp;Die Jungs h&amp;uuml;pfen &amp;ndash; eigentlich schon den ganzen Tag &amp;ndash; im Pool rum, Jack Johnson tr&amp;auml;llert aus den Outdoorboxen. Ich sitze nur in Shorts bekleidet auf unseren balinesischen Rattanm&amp;ouml;beln und ab und zu f&amp;auml;llt ne Mango vom Baum. Die Bude ist echt n&amp;lsquo; Knaller. Wir haben einen recht gro&amp;szlig;en tropischen Garten mit diversen Palmen, Bambusb&amp;auml;umen, Loungem&amp;ouml;beln einer Outdoork&amp;uuml;che, die nachts von einem kleinen indonesischen Pfeilfrosch bewacht wird (wei&amp;szlig; nicht, obs wirklich einer ist k&amp;ouml;nnte; aber sein; BH: gaaaanz bestimmt) und einer wundersch&amp;ouml;nen Nachtbeleuchtung. Drinnen ist es ger&amp;auml;umig und sehr geschmackvoll eingerichtet. F&amp;uuml;r unsere Jungs viel wichtiger ist aber, dass wir eine Hauskatze (Matty) und einen Teich mit ein paar Fischen (soweit ich wei&amp;szlig; alle namenlos) haben. &amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Verl&amp;auml;sst man die Bude, schl&amp;auml;gt einem die balinesische Realit&amp;auml;t mit voller Wucht ins Gesicht. Die Stra&amp;szlig;e direkt vor der T&amp;uuml;r ist zwar nicht breit, aber &amp;auml;hnlich stark befahren wir der Isarhighway. Man ersetze lediglich die Autos durch Roller. Wie man es ja aus S&amp;uuml;dostasien kennt, sind diese wahlweise beladen mit kompletten Familien, Eink&amp;auml;ufen, Schubkarren (kein Schei&amp;szlig;) oder Touristen. Ab und zu mischt sich auch das ein oder andere Auto ins Gedr&amp;auml;nge. Hier und da ert&amp;ouml;nt ein zaghafter Huperer (stellt euch einfach den Roadrunner vor) wobei dieser nicht wirklich einen besonderen Auftrag zu haben scheint. Einen Gehweg sucht man vergebens. Und sollten wirklich mal 2 Meter gepflastert sein, steht dort entweder ein Moped, ein Laster oder zumindest eine Opfergabe f&amp;uuml;r die G&amp;ouml;tter. Auch die sind sicherlich nicht zu Fu&amp;szlig; unterwegs. So bl&amp;ouml;d sind nur wir. Heute haben wir uns mal 50m in die eine Richtung der Stra&amp;szlig;e zum Fr&amp;uuml;hst&amp;uuml;cken bewegt, und einmal 300m in die andere Richtung zum Einkaufen. Beide Male ist mein Blutdruck gewaltig nach oben geschnellt. Da hilft auch kein Ramipril ned. Reicht schon, wenn man nur f&amp;uuml;r sich selbst verantwortlich ist und wie Supermario alle Hindernisse &amp;uuml;berwindet. Aber wenn dann noch der Jonah mit seinen 5 Jahren recht unbedarft durch die Gegend springt, wird&amp;rsquo;s hektisch. Zwischendurch bellt mich dann immer wieder ein Hund aus irgendeiner Hofeinfahrt an. Musste grad ich nach Bali fahren, wo&amp;rsquo;s wohl mehr Stra&amp;szlig;enhunde gibt als M&amp;uuml;cken?! Wer mich kennt wei&amp;szlig;, dass es beide Tiergattungen (sind&amp;rsquo;s Gattungen?) besonders auf mich abgesehen haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Drum ist&amp;rsquo;s immer wieder eine Erl&amp;ouml;sung, wenn sich das Tor zu unserem Haus &amp;ouml;ffnet, wir hindurchtreten und sich auf der anderen Seite das Paradies befindet (BH: Anmerkung &amp;ndash; es ist Tag 1 😉). Um genau dieses mehr zu feiern, mache ich jetzt Schluss, schenk mir noch a Glaserl ein und dank dem lieben Gott (oder allen je nachdem welchem Theismus ihr folgt) daf&amp;uuml;r, dass wir dieses Abenteuer erleben d&amp;uuml;rfen, welches grad erst beginnt.&lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/johannhermann/story/151662/Indonesia/Geh-weg-Gehweg-weg</link>
      <category>Travel</category>
      <category>Indonesia</category>
      <author>johannhermann</author>
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      <pubDate>Fri, 5 Aug 2022 23:57:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Warum tun wir uns das an?</title>
      <description>&lt;p&gt;(BH) Nachdem wir die letzte Woche Tag ein Tag aus unsere Wohnung geputzt haben, fragen wir uns ernsthaft, warum wir ausgerechnet jetzt ausziehen. So sauber werden wir die Wohnung nie mehr haben. Nix bappt, alle "Ich-knall-meinen-Bruder-mit-dem Fussball-ab-Spuren" im Gang sind entfernt, die Wollelefanten hinter der Waschmaschine eingesaugt und den Backofen pyrolisiert (oder so &amp;auml;hnlich). Es duftet richtig - fast. All unser Hab und Gut ist fein s&amp;auml;uberlich in Kisten verpackt und in s&amp;auml;mtlichen verf&amp;uuml;gbaren Kellern und Garagen verstaut. Wir sind bereit!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einer Stunde ist Wohnungs&amp;uuml;bergabe an unsere Mieter und wir fliegen nach einem Zwischenstopp bei meiner Mam und der Schwiegerfamilie, wo wir uns nochmal richtig mit heimischen K&amp;ouml;stlichkeiten vollstopfen werden, n&amp;auml;chste Woche nach Bali. Ein Jahr Auszeit, die letzten zwei kr&amp;auml;ftezehrenden Coronajahre hinter sich lassen, endlich wieder raus in die Welt, Runterschalten, einfach Sein. So der Plan... Den Plan hatten wir ja schon lange, aber den richtigen Zeitpunkt finden ist nicht so einfach. Die Devise lautet "jetzt oder nie". Vorfreude ist aktuell noch keine da, zu viel einfach noch im Kopf, zu wenig Schlaf und zu viel Alkohol die letzten Abende voller tr&amp;auml;nenreicher Abschiede. Ihr fehlt uns alle jetzt schon! Und wie es immer so ist, wenn die Tage gez&amp;auml;hlt sind, nimmt man bewusster wahr, man schaut sich aufmerksamer die Stadt an, das Viertel, die Leute um einen rum, unsre Wohnung, unseren Alltag. So verkehrt ist er ja nicht. Wie immer muss man manchmal raus, um zu merken, wie sch&amp;ouml;n die Heimat ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum denn eigentlich Bali? Ja mei.... weil halt w&amp;uuml;rden unsre Jungs sagen. Anders sollte es sein als daheim (gut ich geb zu, da h&amp;auml;tte dann auch Bottrop gereicht), aber Meer, Sonne, viele neue Eindr&amp;uuml;cke, andere Kultur und... bezahlbar. Auf Bali waren wir noch nie - gef&amp;uuml;hlt aber schon der ganze Rest der Welt - wollten halt auch mal mitreden k&amp;ouml;nnen. Auf Bali erwartet uns ein zumindest auf den Bildern wundersch&amp;ouml;nes Haus mit Pool und Garten, die ein oder andere Schlange f&amp;uuml;rchte ich und die Jungs vorallem nur 4 Tage nach Ankunft die neue Schule. Der Elias wird in die 4. Klasse auf der Sunrise School gehen, der Jonah in die Prep School. Wird sicher nicht leicht f&amp;uuml;r die beiden, vorallem sprachlich, aber nachdem der Elias die letzten Monate fleissig Friends und Two and a Half Men mitgeglotzt hat und der Jonah dank Online-Englischkurs "it's a yellow cupcake" sagen kann, d&amp;uuml;rfte nix schief gehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tats&amp;auml;chlich ist alles super geflutscht bei den Vorbereitungen: Elias Schule in M&amp;uuml;nchen war super entgegenkommend, die Mieter sind ein Gl&amp;uuml;cksgriff, der Johann konnte Elternzeit nehmen und ich hab inzwischen ein super Team, in dessen H&amp;auml;nde ich meine Macht euch schmutzig Projekte gewissenhaft legenk kann. Trotzdem ist so ein Sabbatical mit Kind und Kegel echt ne Hausnummer und ich kann verstehen, warum das nicht jeder macht. Krass anstrengend und so viel Vorbereitung. Aber wir werden es nicht bereuen. Sagt zumindest das Horoskop.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So jetzt hei&amp;szlig;t es noch, Sp&amp;uuml;lmaschinensieb reinigen (yech) und dann gehts Schlag auf Schlag. Wir melden uns nach Ankunft.&lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/johannhermann/story/151645/Germany/Warum-tun-wir-uns-das-an</link>
      <category>Travel</category>
      <category>Germany</category>
      <author>johannhermann</author>
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      <pubDate>Fri, 29 Jul 2022 21:46:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>4 Sterne sind nicht genug!</title>
      <description>&lt;p&gt;(JH) So liebe Wegbegleiter, unser letzter Abend unserer Reise ist angebrochen. Ich sitze gerade in unserer Bude im Shandrani Beachcomber und hab mir den letzten Tropfen des mauritianischen Green Island Rum (Mauritius ist zwar nicht bekannt f&amp;uuml;r Rum aber schmecken tut er Hammer 😊) eingeschenkt und lasse mir diesen sowie den letzten Teil unserer Reise nochmal durch den Kopf gehen. Ich denke das Motto &amp;bdquo;all is good that ends well&amp;ldquo; k&amp;ouml;nnte nicht besser passen. Das Ressort, in dem wir jetzt sind hatten wir gar nicht gebucht, sondern ein anderes desselben Anbieters. Beachcomber hat n&amp;auml;mlich halb Mauritius mit Anlagen zugepflastert. Daf&amp;uuml;r haben sie sich dann auch immer die sch&amp;ouml;nsten Pl&amp;auml;tze umgeben von sagenhafter Natur ausgesucht. Das Victoria Beachcomber, welches wir gebucht hatten hatte uns allerdings direkt nach Ankunft in Schockstarre versetzt. Der Strand selbst war fantastisch. Das wars aber dann auch. Ansonsten war das eher eine in die Jahre gekommene Massen-Malle-Bettenburg mit den dazugeh&amp;ouml;rigen G&amp;auml;sten. Wir waren kaum ne Stunde dort, da sa&amp;szlig; ich schon bei der Managerin und habe ihr gesagt, dass wir weg wollen. Nat&amp;uuml;rlich war der Schritt vom Shanti Ghar, unserer vorherigen schnuckeligen Unterkunft, die &amp;uuml;bersetzt &amp;bdquo;friedliches Zuhause&amp;ldquo; bedeutet und sich genau so anf&amp;uuml;hlte ein extremer. Das Shanti Ghar war dank den Gastgebern Will, Ann-Christine und vor allem deren Sohn Zack mal wieder einer der Pl&amp;auml;tze, die man mit einer kleinen Tr&amp;auml;ne im Auge und einer dicken Umarmung verlassen musste (BH: aber nachdem der Jonah zweimal in deren Whirlpool gekackt hat, war es h&amp;ouml;chste Zeit weiterzuziehen...). Zur&amp;uuml;ck zum Victoria Beachcomber: Es war einfach nicht die 500 Tacken pro Nacht wert (BH: muss man sich mal vorstellen. Die mit Abstand teuerste Unterkunft unserer Reise). Die Managerin meinte &amp;bdquo;give it a chance&amp;ldquo;. Das taten wir dann auch (BH: sind ja keine Unmenschen). Am n&amp;auml;chsten Morgen um 9 sa&amp;szlig; ich dann zum zweiten Mal bei ihr und hab ihr noch etwas deutlicher gesagt, dass sie was machen muss oder wir wollen alternativ fr&amp;uuml;her abreisen. So weit waren wir n&amp;auml;mlich. 10 Minuten sp&amp;auml;ter kam sie mit dem Angebot zur&amp;uuml;ck uns auf ein 5 Sterne Luxus Ressort mit All-Inclusive up-zu-graden. Ich hab kurz gegoogelt und festgestellt, dass der Preis pro Nacht hier eher bei 900 EUR liegt. Kann nicht so schlecht sein dachte ich mir und hab zugestimmt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir haben uns also Wort w&amp;ouml;rtlich die letzten 4 Tage das Puder in den Popo blasen lassen. Angefangen von gutem Essen in wundersch&amp;ouml;nen Restaurants, Cocktails non-stop, gef&amp;uuml;hlten 50 Magnums f&amp;uuml;r die Kids bis zu einem Sport-Programm vom Allerfeinsten inklusive hoteleigenem Golfplatz direkt am Meer, Tennis, Schnorcheltrips, Katamaran-Verleih und und und. Das allersch&amp;ouml;nste hier ist aber mal wieder die Natur selbst. Die Anlage liegt in einer t&amp;uuml;rkisblauen Bucht, in der einer der wenigen Marine-Nationalparks hier gelegen ist. Man schnorchelt keine 3 Minuten, schon f&amp;uuml;hlt man sich wie in der Anfangsszene von &amp;bdquo;Findet Nemo&amp;ldquo;. Den Elias haben wir kaum aus dem Wasser bekommen und auch wir haben jede freie Minute mit dem Kopf unter Wasser verbracht.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;BH: bin mit einer Riesen-Schildkr&amp;ouml;te geschnorchelt. Der Hammer!! Verwunderlich sind die Punktabz&amp;uuml;ge bei &lt;a href="http://booking.com" target="_blank"&gt;booking.com&lt;/a&gt;&amp;nbsp;schon, aber ich denke mal, wenn man den vollen Preis zahlen muss, dann findet man schon was zum Meckern ;) Vielleicht st&amp;ouml;rt 14-Tage-Urlauber der Flugl&amp;auml;rm - liegt halt neben dem Flughafen und ca. 15 Maschinen am Tag d&amp;uuml;sen &amp;uuml;ber einen hinweg, u.a. der A380. Aber die 4 Tage fanden wir und vorallem die Jungs das einfach nur faszinierend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;JH: Viele Turis verbringen also wirklich ihren kompletten Urlaub in der Anlage, was ich gut verstehen kann. Wir haben zum Gl&amp;uuml;ck in der ersten Woche mit dem Mietwagen die Insel ganz gut abgegrast und auch ein bisschen was vom &amp;bdquo;wahren Leben&amp;ldquo; und den restlichen Sehensw&amp;uuml;rdigkeiten hier gesehen. Das Autofahren selbst ist allerdings der absolute Horror. Die Stra&amp;szlig;en grad breit genug f&amp;uuml;r 2 Autos werden immer noch parallel von Fu&amp;szlig;g&amp;auml;ngern, streunenden Hunden, H&amp;uuml;hnern, Radlern, Leuten die einen Karren ziehen, vor allem aber parkenden Autos bevorzugt in Kurven genutzt. Wenn mal kein Hindernis auf der Stra&amp;szlig;e ist, fahren die Einheimischen trotzdem in der Mitte der Stra&amp;szlig;e. Man ist eigentlich nur am Ausweichen. Kein Wunder, dass die hier eine 0-Promille-Grenze haben. Trotzdem stehen jeden Tag mehrere Unf&amp;auml;lle in der Zeitung. Eigentlich br&amp;auml;uchten die hier zudem ein Nachtfahrverbot.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was hat die Insel also zu bieten? Die Leute leben hier ganz gut. Nach westlichen Standards ist nat&amp;uuml;rlich alles eher dreckig, aber arm kamen sie mir in der Regel nicht vor. Die Insel selbst ist knallgr&amp;uuml;n. Kein Wunder bei ganzj&amp;auml;hrig &amp;uuml;ber 90% Luftfeuchtigkeit und zwischen 25 und 35 Grad Celsius. Es ist ziemlich h&amp;uuml;gelig (die Insel aus einem Vulkan entstanden) und es gibt wundersch&amp;ouml;ne Wasserf&amp;auml;lle. Das Hinwandern ist meist etwas beschwerlich, weil die Wege nicht beschildert sind (so haben die Guides bessere Argumente f&amp;uuml;r ihre Services) und man von den Moskitos nur so zernagelt wird. Da hilft das ganze Einspr&amp;uuml;hen mit &amp;bdquo;Peaceful Sleep&amp;ldquo; original gar nichts. Auch die &amp;ouml;ffentlichen Str&amp;auml;nde sind sehr sch&amp;ouml;n und in der Regel auch recht sauber. Plastikm&amp;uuml;ll hier und da findet man zwischenzeitlich wohl &amp;uuml;berall auf der Welt. Die vorherrschende Religion ist der Hinduismus, also sieht man viele knallbunte Tempel, die eher so aussehen als h&amp;auml;tte sich Picasso nach nem LSD Trip mal so richtig verausgabt. Trotzdem ne recht sch&amp;ouml;ne Abwechslung zu unseren doch eher tristen Kirchen. Die Ortschaften selber haben allerdings kaum Charme.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So jetzt muss ich aber langsam Schluss machen, da wir jetzt nochmal sch&amp;ouml;n in unserer Heilen-Welt-Anlage essen gehen und dann unser ganzes Graffel zum allerallerletzten Mal zampacken m&amp;uuml;ssen. Unglaubliche 6 Wochen gehen vorbei und wir werden wohl wirklich erst daheim dazu kommen all das Gesehene im Kopf zu sortieren. Ich bin auch mal gespannt, wieviel unsere beiden Jungs mitnehmen. So lange sie einfach nur sehen, was f&amp;uuml;r ein toller Ort die Erde ist, den es zu sch&amp;uuml;tzen gilt, bin ich schon zufrieden.&amp;nbsp; &amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(BH) Wir werden dieses kleine Abenteuer auf jeden Fall nicht vergessen. Jetzt ist ja dann auch leider erstmal Schluss mit den gro&amp;szlig;en Trips - Schule sei Dank. Heul.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/johannhermann/story/151658/Mauritius/4-Sterne-sind-nicht-genug</link>
      <category>Travel</category>
      <category>Mauritius</category>
      <author>johannhermann</author>
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      <pubDate>Sun, 24 Mar 2019 00:08:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Da waren sie wieder meine drei Probleme</title>
      <description>&lt;p&gt;(JH) &amp;hellip; die Tigerm&amp;uuml;cke, der Steinfisch und die Riesenspinne. Ganz nach dem Motto: Immer ist was; nie ist nix! Ja inzwischen sind wir auf Mauritius und wurden schon in den ersten paar Minuten von unserer vollkommen nervigen deutschen Mitbewohnerin &amp;uuml;ber die Probleme hier aufgekl&amp;auml;rt. Die Tigerm&amp;uuml;cke &amp;uuml;bertr&amp;auml;gt Dengue-Fieber. Aber das ist ja nicht so schlimm meinte sie, au&amp;szlig;er eben f&amp;uuml;r Kinder, f&amp;uuml;r die w&amp;auml;rs t&amp;ouml;dlich. Am liebsten h&amp;auml;tte ich das dumme Weib nach dem Satz im Pool ers&amp;auml;uft! Der Steinfisch gilt zu den giftigsten Tieren &amp;uuml;berhaupt und ist deshalb so gef&amp;auml;hrlich, weil er sich im Sand f&amp;uuml;r den Menschen quasi unsichtbar versteckt und man dann drauftritt. Sein Gift l&amp;auml;hmt wohl sofort und man muss umgehend ins Krankenhaus, um sich das Gegenserum reinzuziehen. Und zu guter Letzt meinte sie dann noch: Ach ja und eine Spinne von der Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e eines Tellers hatte sie schon im Zimmer. Auf manche Menschen kann man echt verzichten. Aber egal, wir sind hier und jedes Land hat so eine T&amp;uuml;cken. Auch die werden wir irgendwie meistern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Anreise dagegen tr&amp;auml;gt eher das Adjektiv &amp;bdquo;nervenaufreibend&amp;ldquo;. Zwei Tage vor Abflug aus Port Elizabeth hatten wir festgestellt, dass unser Anschlussflug um einen Tag nach hinten verschoben wurde. Dies h&amp;auml;tte zu einer ungewollten &amp;Uuml;bernachtung irgendwo in Johannesburg (das war unser Transit-Flughafen) gef&amp;uuml;hrt. W&amp;auml;hrend mein Dad in 48 Stunden sicherlich akkumuliert 3 Stunden in der Hotline von &lt;a href="http://flugladen.de" target="_blank"&gt;flugladen.de&lt;/a&gt; (gr&amp;ouml;&amp;szlig;ter Drecksladen des Planeten) verbrachte, hatte gleichzeitig unsere Vermieterin in Jeffreys Bay (die gleichzeitig Travel Agent ist) versucht, direkt mit South African Airways zu verhandeln. Beide Versuche wurden nicht von Erfolg gekr&amp;ouml;nt, so dass wir uns schon in irgendeiner sch&amp;auml;bigen Flughafenabsteige in Johannesburg gesehen haben, begleitet von dem Choral unserer Kinder mit dem Refrain: &amp;bdquo;Mir ist langweilig!&amp;ldquo; Am Morgen unserer Abreise haben wir&amp;lsquo;s dann nochmal am Schalter von South African Airways versucht. Ich hab mich mit den Kindern vor der anfangs noch mit steinernem Blick schauenden Mitarbeiterin von SAA postiert und ihr erst einmal mit einem dicken L&amp;auml;cheln einen guten Morgen gew&amp;uuml;nscht. Das Eis war gebrochen und innerhalb 5 Minuten hatte sie uns kostenlos umgebucht. Sie meinte allerdings, die Umsteigezeit (inkl. Security Check und Passkontrolle) von nur 30 Minuten am gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Flughafen S&amp;uuml;dafrikas sei knapp bemessen (oder wie sie sagte &amp;bdquo;illegal&amp;ldquo;). So sind wir dann voll bepackt mit 3 Rucks&amp;auml;cken, Windeltasche, Gitarre (ja, die habe ich auch dabei), zwei Stoffhunden, zwei Pfauenfedern (die MUSSTE Elias unbedingt mitnehmen) und nat&amp;uuml;rlich unseren beiden Kindern durch den Flughafen gerannt und haben unseren Flieger tats&amp;auml;chlich gekriegt. Nach insgesamt also 13h Anreisezeit sind wir nun also hier im Shanti Ghar Guest House. Wir sind zwar erst eine Nacht hier, aber w&amp;uuml;rden&amp;lsquo;s jetzt schon uneingeschr&amp;auml;nkt empfehlen. Neben der Tatsache, dass die Anlage mit gro&amp;szlig;em Pool, Palmen, tropischen B&amp;auml;umen, offenen (schattigen!) Sitzgelegenheiten, H&amp;auml;ngematten, Ventilatoren, Blick auf die Berge, etc. etc. traumhaft sch&amp;ouml;n ist, herrscht hier ein Flair von Flower Power, Yoga, franz&amp;ouml;sischem Road Movie und Hostel. Die mauritianisch-s&amp;uuml;dafrikanische Inhaberfamilie mit Sohn, Tochter, Hund und Katzen h&amp;auml;ngt hier auch den ganzen Tag ab und am Abend isst man dann zusammen (teils mit unbekleidetem Oberk&amp;ouml;rper bei immer noch knapp 30 Grad und 90% Luftfeuchtigkeit) mit ihnen und den anderen G&amp;auml;sten an einem gro&amp;szlig;en Tisch und tauscht sich &amp;uuml;ber den Tag aus. Zwischenzeitlich kann man Yoga machen oder mit dem Sohn auf Exkursion gehen. Die Insel selbst werden wir dann langsam die n&amp;auml;chsten Tage erkunden&amp;hellip; wir haben ja Zeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Kapitel &amp;ndash; das wohl bisher eindr&amp;uuml;cklichste unserer Reise &amp;ndash; fehlt aber in unserem Bericht noch: Unser vorletzter Stopp in S&amp;uuml;dafrika war im Geralds Gift House nahe dem Addo Elephant Park. Dort hatte sich Bettina beim Fr&amp;uuml;hst&amp;uuml;cken mit einer Martha Cummings unterhalten. Wie sich herausstellte, hatte die Amerikanerin Martha ein paar Jahre zuvor nach einem Besuch der Schule des Townships vor Ort entschlossen, diese irgendwie unterst&amp;uuml;tzen zu wollen und eine Stiftung zu diesem Zweck gegr&amp;uuml;ndet. In den letzten paar Jahren hatte diese Stiftung ca. 1 Mio. Dollar gesammelt und damit unter anderem ein Schulhaus mit Computer-, Kunst-, Musik- und Wissenschaftsraum gebaut. Wir sind mit ihr hingefahren, um uns das alles anzusehen und vor allem auch um die Klassen (Jahrgangsstufen Preschool bis 7) und Lehrer zu besuchen. Der Empfang war in etwa so, wie wenn William und Kate aus dem englischen K&amp;ouml;nigshaus in Afrika irgendwelche Einrichtungen besuchen. Die Kinder (und Lehrer) haben sich richtiggehend an uns geschmissen und wollten vor allem Fotos mit uns machen. Dabei waren sie unglaublich herzlich und aufgeschlossen. Von Vorbehalten gegen&amp;uuml;ber der anderen Rasse nichts zu sp&amp;uuml;ren. Das sage ich deshalb, da man dies sonst bei farbigen Erwachsenen noch sehr sehr stark sp&amp;uuml;rt und sich dies offensichtlich und zum Gl&amp;uuml;ck (noch) nicht auf die Kinder &amp;uuml;bertragen hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch wenn das Township selbst nicht zu den &amp;auml;rmsten z&amp;auml;hlt die wir gesehen haben, sind die Lebensumst&amp;auml;nde dort schon erb&amp;auml;rmlich. Die &amp;bdquo;besseren H&amp;auml;user&amp;ldquo; bestehen tats&amp;auml;chlich aus 4 gemauerten W&amp;auml;nden und einem soliden Dach. Die Wohnfl&amp;auml;che d&amp;uuml;rfte wohl ca. 20 Quadratmeter betragen und man m&amp;ouml;chte sich das Innenleben gar nicht vorstellen. Mittendrin stehen dann immer wieder die klassischen Wellblechh&amp;uuml;tten oder Bretterverschl&amp;auml;ge. Die &amp;bdquo;Stra&amp;szlig;en&amp;ldquo; sind nat&amp;uuml;rlich nicht asphaltiert, der M&amp;uuml;ll liegt &amp;uuml;berall rum und an Kanalisation ist nicht zu denken. Krass, dass es so etwas noch im 21. Jahrhundert gibt. Auf der anderen Seite sieht man dann die Kinder, die mit unglaublicher Freude lernen und recht unbeschwert die Schule genie&amp;szlig;en. Man kann nur hoffen, dass hier eine Generation entsteht, die eine echte Chance bekommt, aus dem Kreislauf aus Armut, Entt&amp;auml;uschung, Drogen und Kriminalit&amp;auml;t auszubrechen. W&amp;auml;hrend ich dies schreibe, spielen unsere Kinder im Pool einer wundersch&amp;ouml;nen Anlage auf Mauritius. Sie wurden einfach ohne eigenes Zutun in eine andere &amp;bdquo;Welt&amp;ldquo; geboren. Wir jedenfalls werden Martha mit ihrem Projekt unterst&amp;uuml;tzen und hoffen, ihr tut das auch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(BH) Jetzt sind sie also um, unsere 4 Wochen S&amp;uuml;dafrika und hinterlassen viele bleibende Eindr&amp;uuml;cke. Tats&amp;auml;chlich war es wirklich einfacher als gedacht. Auch wenn man die ganze Zeit &amp;uuml;ber kein supersicheres Gef&amp;uuml;hl hatte, was sehr schade ist und so m&amp;ouml;chte ich echt nicht leben, hat alles super geklappt und ich kann S&amp;uuml;dafrika mit Kids aus vollem Herzen empfehlen. Gerade die Restaurants und viele Unterk&amp;uuml;nfte sind total kinderfreundlich. Auch die st&amp;auml;ndige Aus- und Einpackerei hat mich eigentlich nicht gest&amp;ouml;rt. Die Jungs haben alles super mitgemacht und je weniger geboten war, desto weniger haben sie sich gelangweilt. Ich glaube schon, dass der Trip die beiden auch als Br&amp;uuml;der zusammengeschwei&amp;szlig;t hat. Klar haben sie sich oft gestritten - "nein, du nisch, Alias!" haben wir t&amp;auml;glich mehrmals geh&amp;ouml;rt. Aber beim Weinachtslieder singen im Auto waren sie sich immer total einig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie der Johann schon gesagt hat, der Schulbesuch hat uns nachhaltig beeindruckt. Vielleicht waren die Kids und Lehrer auch deshalb alle so begeistert von uns, weil sie angenommen haben, wir sind von Marthas Organisation. Aber diese Neugier der Kinder war schon toll. Und der Albino-Jonah war nat&amp;uuml;rlich der Knaller schlechthin. Sicher ist es extrem wichtig und der richtige Weg, in die Bildung der Kinder zu investieren. Das ist ihre einzige Hoffnung, aus diesem Loch rauszukommen. Hut ab vor Marthas Initiative. Aber es ist noch ein weiter weiter Weg. Das Thema "Umweltbildung" ist zum Beispiel so ein Thema. Ich wei&amp;szlig;, dass die Township Bewohner vorrangig andere Sorgen haben, aber ich als Umwelt- und Naturp&amp;auml;dagogin (badabusch.... sollte ein Tusch sein;)) hab echt die Vollkrise gekriegt. In S&amp;uuml;dafrika liegt so viel M&amp;uuml;ll rum, das macht dich v&amp;ouml;llig fertig. In Jeffries Bay war ich jeden Tag am Strand M&amp;uuml;ll sammeln. Die Leut schaun dich nur deppert an. Plastik noch und n&amp;ouml;cher. In den Superm&amp;auml;rkten ist ALLES doppelt und dreifach in Plastik verschwei&amp;szlig;t. Ich hab mit M&amp;uuml;h und Not loses Obst und Gem&amp;uuml;se gesucht. Beim Abwiegen wollten sie's mir in ne Plastikt&amp;uuml;te stecken. Ich verweigert. Verst&amp;auml;ndnislose Blicke. An der Kasse wollten sie's mir dann wieder in ne Plastikt&amp;uuml;te stecken. Ich wieder abgelehnt. Da sagt die doch zu mir: "but it is for free". Nix, aber gar nix kapiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch so ein Kapitel: wir sind in einem etwas feineren Restaurant. H&amp;auml;ngen gro&amp;szlig;e Plakate an der Wand von wegen, sie sch&amp;uuml;tzen die heimischen Seepferdchen, deshalb gibts hier "vegetable-based bio straws" (gro&amp;szlig;e Strohhalm-Fans die S&amp;uuml;dafrikaner). Ich frag die Kellnerin total begeistert, was das f&amp;uuml;r besondere Strohhalme sind. Sagt sie: "ah no, they are out of stock. We use regular straws." Aha. Ich so aus Neugier: und woraus sind denn diese offensichtlich so aufwendig produzierten und schwer zu bekommenden Bio-Strohhalme gemacht? "They are maccaroni"... ohne Worte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das macht einen echt fertig. Und in Mauritius siehts auch nicht gro&amp;szlig; anders aus. Ich will jetzt nicht sagen, dass das in Deutschland so rund l&amp;auml;uft, aber da liegen Meilen dazwischen. Wo bleibt hier die Aufkl&amp;auml;rung und Bildung? Ein weiter weiter Weg liegt vor uns.&lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/johannhermann/story/151657/Mauritius/Da-waren-sie-wieder-meine-drei-Probleme</link>
      <category>Travel</category>
      <category>Mauritius</category>
      <author>johannhermann</author>
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      <pubDate>Wed, 13 Mar 2019 00:05:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Noch mehr Tierchen groß und klein</title>
      <description>&lt;div&gt;
&lt;div&gt;
&lt;p&gt;(BH) Nach unserem sehr beeindruckendem Aufenthalt im Botlierskop Private Reserve ging die Fahrt weiter nach Knysna an der Garden Route. Gr&amp;uuml;n ists hier - deshalb wohl auch Garden Route. Aber vor 2 Jahren gab es ein verheerendes Buschfeuer in der Gegend und man sieht immer noch weite Teile verbrannt und reihenweise verkohlte Baumst&amp;auml;mme. Knysna selbst ist ziemlich bizarr, fand ich. Zum einen gibt es den "Stadtkern", der sich rund um die Waterfront erstreckt. Die Waterfront selbst ist eine kleine Passage mit Souvenirl&amp;auml;den und Restaurants, wo haupts&amp;auml;chlich Wei&amp;szlig;e und Touristen flanieren. Drum herum gibt es die regul&amp;auml;ren L&amp;auml;den - hier findet man haupts&amp;auml;chlich Schwarze. Dar&amp;uuml;ber hinaus sind &amp;uuml;ber Br&amp;uuml;cken mehrere Halbinseln angeschlossen, die von Kameras &amp;uuml;berwacht werden. Hier ist der wohlhabende Wei&amp;szlig;e unter seinesgleichen. Da w&amp;auml;re zum Beispiel Leisure Island mit akkurat gestutztem Rasen und bl&amp;uuml;henden Hecken ums&amp;auml;umten Villen, einem Golfplatz ums Eck und einem bl&amp;uuml;tenwei&amp;szlig;en Sandstrand, wo hautps&amp;auml;chlich Rentner freundlich gr&amp;uuml;&amp;szlig;end ihre Hunde Gassi f&amp;uuml;hren. Stacheldrahtz&amp;auml;une und Mauern um die H&amp;auml;user wie sonst &amp;uuml;blich braucht es hier nicht. Der Zugang ist ja wie gesagt video&amp;uuml;berwacht, wobei ich nicht genau wei&amp;szlig;, ob und was das bringen soll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann w&amp;auml;re da Thesen Island, ebenfalls kamera&amp;uuml;berwacht - eine Aneinanderreihung von wei&amp;szlig;en Bungalows, einer Shoppingzeile (dominiert von Immobilienmaklern) und einer Restaurant-Plaza, die an einem Samstag Abend fast ausgestorben war und eher an eine Las Vegas Kunstkulisse erinnert hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unsre Unterkunft war bei The Heads, auch direkt am Meer bzw. an der wundersch&amp;ouml;nen Lagune gelegen - nicht ganz so posh, aber auch eher gehoben. Supersch&amp;ouml;n, keine Frage. Man konnte ewig weit in feinstem Sand ins Meer wandern, es gab Kajaks und SUPs zur freien Benutzung und wir haben einfach ein bi&amp;szlig;erl in unserer Blockh&amp;uuml;tte abgehangen. Aber der Ort war sehr sehr merkw&amp;uuml;rdig und dieses Aufbauen von "Parallel-Welten" macht einem ein sehr flaues Gef&amp;uuml;hl. Wohin soll das f&amp;uuml;hren? Das Ende der Apartheit war 1994. Die Fortschritte sind aus meiner Sicht marginal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach Knysna gings weiter in den Dschungel. Der Johann hat wieder mal eine 1a Unterkunft aufgetan (meine G&amp;uuml;te, was gibt es hier f&amp;uuml;r irrsinnig sch&amp;ouml;ne und individuelle Bleiben f&amp;uuml;r echt kleines Geld!) mit dem wundervollen Namen "Moon Shine on Whiskey Creek" und zwar bei einem wie sich herausstellte Schwaben. Kanadische Blockh&amp;uuml;tten mit Gaud&amp;iacute; inspirierten Badezimmern mitten im afrikanischen Wald. Ich glaub, der Johann hat nur was von Whiskey gelesen und das Ding war gebucht. Leider gabs keinen. Whiskey Creek hei&amp;szlig;t der "Flu&amp;szlig;" (momentan eher ein Rinnsal) in einem kleinen Tal in der N&amp;auml;he und da sind wir auch tapfer mit den Jungs hingewandert. Leoparden hamma leider keine gesehen, aber einen drohnen&amp;auml;hnlichen K&amp;auml;fer, einen Heuschreck so gro&amp;szlig; wie ein Dackel und Fr&amp;ouml;sche zur gro&amp;szlig;en Freude der Kids. War aber echtes Dschungel-Feeling - sehr coole Vegetation hier. Am Nachmittag gabs dann noch einen Plansch-Ausflug ins Nature's Valley - wieder eine traumhaft sch&amp;ouml;ne Lagune mit dem tosenden Meer dahinter. Getoppt wurde der Tag mit einem exzellenten Abendessen bei Enricos Restaurant mit Blick auf den Indischen Ozean und kleiner Delfin-Showeinlage. Oh Mann, was f&amp;uuml;r ein Leben!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach 2 N&amp;auml;chten und 2 vom Johann todesmutig erschlagenen Rainspiders (googelt die mal - zum F&amp;uuml;rchten) sind wir dann - Gott sei Dank - wieder weitergezogen, diesmal Richtung Addo Elephant Park. Auf der Hinfahrt haben wir noch einen kurzen Zwischenstopp im Tsitsikamma Nationalpark eingelegt, um uns den Turi-Hotspot Storms River Mouth H&amp;auml;ngebr&amp;uuml;cke anzuschauen. Wir waren fr&amp;uuml;h dran, also vor den ganzen Reisebussen, was wirklich sehr zu empfehlen ist. Eigentlich wollten wir dann nur noch einen kleinen Schlenker zum Lookout machen, was sich als wahre Bergtour herausstellte. Der Johann mitm Jonah aufm Buckel, der Elias wie a Berggoa&amp;szlig; geklettert, ich elfengleich hinterhergestolpert. Und dann wieder runter!! Meine G&amp;uuml;te, das war echt steil und ned ohne. A bisserl Nervenkitzel mu&amp;szlig; halt immer sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jetzt sind wir also in der N&amp;auml;he vom Addo Elephant Park in einer wieder sehr sch&amp;ouml;nen Bleibe mit Riesengarten (meine zweite Buchung: Volltreffer! Puh...). Bei Ankunft vorgestern hatte es sage und schreibe 43 Grad. Ich dacht, ich bin im Schneeanzug beim Bikra &lt;a href="http://Yoga.Am" target="_blank"&gt;Yoga.Am&lt;/a&gt; Tag drauf dann kleiner Temperatursturz auf 26 Grad und heute schiffts bei 16 Grad. Nix f&amp;uuml;r Wetterf&amp;uuml;hlige hier... Gestern war ma im Park auf L&amp;ouml;wenjagd. War leider nix, aber viele viele Elefanten, noch mehr Warzenschweine (der Johann meinte zurecht, der Park m&amp;uuml;sste Addo Warzenschwein Park hei&amp;szlig;en, aber klingt halt ned sooooo geil), Zebras, Kudus, Strau&amp;szlig;e, Wasserb&amp;uuml;ffel... mei, wenn man so verdorben ist wie wir und schon mit Hippos und Nash&amp;ouml;rnern gefr&amp;uuml;hst&amp;uuml;ckt hat, ist der Kitzel nimmer so gro&amp;szlig;. Aber war trotzdem sehr sch&amp;ouml;n, vorallem weil man ja selber durchfahren kann (Johann, Elias und Jonah im Wechsel), Fernglas im Anschlag und sich wie ein Gro&amp;szlig;er f&amp;uuml;hlt, wenn man was entdeckt. Der Elias hatte hier im Guest House noch eine kleine Urlaubsliebelei mit der Matilda (3 Jahre) aus M&amp;uuml;nchen. Aber das eigentliche Highlight hatten wir heute morgen und das berichtet der Johann im n&amp;auml;chsten Eintrag.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/johannhermann/story/151656/South-Africa/Noch-mehr-Tierchen-gro-und-klein</link>
      <category>Travel</category>
      <category>South Africa</category>
      <author>johannhermann</author>
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      <pubDate>Fri, 8 Mar 2019 00:02:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Again what learned</title>
      <description>&lt;p&gt;(JH) Hippo (das, Kurzform f&amp;uuml;r Hippopotamus; BH: nicht zu verwechseln mit "Hypothalamus" ;))&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nicht zu verwechseln mit dem Nilpferd, denn das gibt es wie der Name ja schon so zutreffend sagt nur am &amp;hellip; Rhein! Eh klar! Hippo steht wie jeder Lateiner von uns wei&amp;szlig; f&amp;uuml;r unter. Und da befindet es sich auch den Gro&amp;szlig;teil des Tages, n&amp;auml;mlich unter Wasser. Genauer gesagt nur 99,97% des K&amp;ouml;rpers. Der Rest, n&amp;auml;mlich die &amp;Ouml;hrchen (anders kann man es wohl kaum bezeichnen) und die nach oben abstehenden Glupschaugen, befinden sich ca. 50% des Tages &amp;uuml;ber Wasser. Ca. 20 Stunden des Tages gammelt das Viech nur so vor sich hin, um sich dann in Zeitlupengeschwindigkeit aus dem Wasser zu bewegen, um herumzuschlendern und Gras zu fressen, bevor es sich dann wieder zum Verdauungsschl&amp;auml;fchen ins Wasser bewegt. Offensichtlich hat dem Hippo keiner gesagt, dass man nach dem Fressen nicht direkt ins Wasser gehen soll, wegen Herzinfarktgefahr und &amp;auml;hnlichem. Dabei muss man sagen, dass statistisch nur wenige Hippos an Herzinfarkt sterben. M&amp;ouml;glicherweise ist dies aber auch nicht weiter belegbar, da ja nur wenige Hippos nach Ableben einer gerichtsmedizinischen Untersuchung unterzogen werden. Dennoch sprechen die Indizien nach Analyse des hippopotanischen Lebensstils eher f&amp;uuml;r eine geringe Herzinfarktrate, denn die Viecher fressen entweder unglaublich langsam, bewegen sich unglaublich langsam oder entspannen nur &amp;ndash; von was nur fragt man sich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Genauer betrachtet, passt diese Beobachtung f&amp;uuml;r die meisten Tiere des Buschs. Entweder fressen sie oder sie liegen in der Gegend rum. Haben die denn gar keine Hobbys? Scheinbar nicht. Halt,&amp;hellip; Kacken hab ich vergessen. Das kann man aber wohl kaum als Hobby, sondern nur als Folge des Lebensstils bezeichnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Woher ich das alles wei&amp;szlig;? Nein, ich bin nicht unter die Hobbyzoologen gegangen. Auf dem letzten Stopp unserer Reise hatten wir einfach nur eine unglaublich geile Bude mitten in einem Game Reserve. Ich versuchs gar nicht erst zu beschreiben, denn Worte werden dem ganzen eher nicht gerecht. Wen&amp;rsquo;s interessiert der googelt einfach mal nach Botlierskop Bush Villas (Anmerkung BH: oder schaut sich unsere Bilder an). Vor unserer Villa mit Grillstelle und eigenem kleinen Planschpool befanden sich zwei kleine Wasserl&amp;ouml;cher mit jeweils ca. 10m Durchmesser. Die Wasserl&amp;ouml;cher grenzten direkt an unser &amp;bdquo;Anwesen&amp;ldquo; und waren nur durch einen Elektrodraht wie man ihn von bayerischen Almwiesen kennt von selbigem getrennt. Ich hab aus versehen mal hingelangt und muss sagen, der Stromsto&amp;szlig; glich eher einer sanften Empfehlung, nicht weiterzugehen als nach einem Verbot. Wie ein Hippo oder Nashorn das &amp;uuml;berhaupt durch die dicke Haut sp&amp;uuml;ren soll &amp;hellip; keine Ahnung. Wie dem auch sei. Wir waren dort insgesamt drei Tage und es war wie ein Laufsteg f&amp;uuml;r die Buschtiere. Nacheinander kamen: Zebras, Gnus, Impalas, B&amp;ouml;cke unterschiedlicher Couleur, Giraffen, Nash&amp;ouml;rner und eben unser Freund das Hippo vorbei. So sa&amp;szlig;en wir also da und beobachteten uns gegenseitig den ganzen Tag lang. Ich frag mich grad, was eigentlich das Hippo so &amp;uuml;ber uns in seinen Reiseblog schreibt&amp;hellip; Unsere Kinder fanden das Ganze &amp;uuml;brigens gar nicht so &amp;uuml;berw&amp;auml;ltigend, immerhin haben sie die Viecher ja alle schon in Hellabrunn gesehen. Auf einen Game Drive sind wir dann auch noch gegangen. Dort kamen zur Liste noch Elefanten, Straussen und B&amp;uuml;ffel dazu. Die L&amp;ouml;wen waren nach Aussage der Wildh&amp;uuml;ter zu vollgefressen (was sonst) und haben sich daher irgendwo versteckt und also nicht blicken lassen. Drauf geschissen. Es waren unfassbar sch&amp;ouml;ne drei Tage.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Ende bleibt die Erkenntnis, was den Menschen vom Tier unterscheidet. Zumindest die meisten von uns haben mehr als Essen, Schlafen und Ausscheiden im Sinn. Wobei sehr viele unserer Zeitgenossen nur dies in S&amp;uuml;dafrika zu tun scheinen. R&amp;uuml;lps!&lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/johannhermann/story/151655/South-Africa/Again-what-learned</link>
      <category>Travel</category>
      <category>South Africa</category>
      <author>johannhermann</author>
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      <pubDate>Sun, 3 Mar 2019 23:58:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Der frustrierte Straußen-Bauer</title>
      <description>&lt;p&gt;(BH) Da simma nu. Im Regen auf der Strau&amp;szlig;enfarm. Tats&amp;auml;chlich hat es heute den ersten Tag geregnet und jajaja die Pflanzen freuen sich und so, aber Mist ist das trotzdem f&amp;uuml;r den sonnenhungrigen Turi. Und kalt ists auch geworden. Von gestern 38 Grad auf heute 16. Rotznase, Halskratz und Hustenanfall welcome &amp;ndash; wir haben euch schon vermisst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist ja nun so, dass der Johann den Gro&amp;szlig;teil der Reiseroute und Buchungen &amp;uuml;bernommen hat. Ich hab eigentlich nur zwei Aufenthalte beigesteuert: die Strau&amp;szlig;enfarm und den Addo Elephant Park. Sagen wir so: meine Hoffnung ruht nun auf dem Addo Elephant Park&amp;hellip; Es ist jetzt nicht unnett hier, aber die Hoffnung war eigentlich, dass die Kinder hier ein echtes afrikanisches Farm-Erlebnis haben, so mit Tiere f&amp;uuml;ttern und streicheln und vielen anderen Kindern zum Spielen. Als wir hier ankamen, waren wir orginial die einzigen G&amp;auml;ste, die Strau&amp;szlig;e musste man mitm Fernglas suchen und neben dem Mini-Pool, der bei 38 Grad echt hilfreich ist, wurde flei&amp;szlig;ig gebohrt, s&amp;auml;mtliche Elektrokabel wie ein Damokles-Schwert &amp;uuml;ber uns Poolg&amp;auml;ngern schwebend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Anwesen liegt zwar sch&amp;ouml;n auf einem H&amp;uuml;gel und man hat uneingeschr&amp;auml;nkte Sicht auf die verd&amp;ouml;rrten Felder ringsum, aber irgendwie gibt&amp;rsquo;s hier so gar nix zu tun und irgendwie ist &amp;uuml;berall Baustelle. Warum hat also diese Strau&amp;szlig;enfarm so hervorragende Online-Bewertungen bekommen? Und warum ist das Publikum hautps&amp;auml;chlich 60+? Wisst ihrs? Na, na? Wegen dem ESSEN. Dieses ist zugegebenerma&amp;szlig;en delikat und ich muss sagen so ein Strau&amp;szlig;ensteak frisch vom Braai schmeckt wunderbar, aber ist das hier wirklich&amp;hellip;.moment ich muss kurz runterschlucken&amp;hellip;das Ma&amp;szlig; aller Dinge? R&amp;uuml;lps.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die morgendliche Farmf&amp;uuml;hrung mit dem holl&amp;auml;ndischen Besitzer Neill war aber tats&amp;auml;chlich ein Highlight. Wir durften die Strau&amp;szlig;e f&amp;uuml;ttern (bzw. zitternd ein paar Kr&amp;auml;uter hinhalten und halb ohnm&amp;auml;chtig fallen lassen, in dem Moment, wo der Strau&amp;szlig; zuschnappen will) - die sind schon durchaus sehr imposant, wenn sie so vor einem stehen und einen mit ihren langen Wimpern anklimpern. Wir haben gelernt, dass man sich wenn m&amp;ouml;glich nicht in einen Zweikampf mit einem Strau&amp;szlig; begeben sollte und falls doch, einfach den Kopf runterdr&amp;uuml;cken (den vom Strau&amp;szlig;). Dass diese Viecher 50km/h laufen und nur 6 Monate im Jahr Eier legen, und dann ca. alle 2-3 Tage eins. Die Eier sind so gro&amp;szlig; wie Elias Kopf und man muss sie ca. 1 Stunde kochen, damit man sie essen kann (gilt nicht f&amp;uuml;r Elias Kopf). Und alle paar Monate werden sie &amp;bdquo;gerupft&amp;ldquo;, d.h. die reifen Federn werden gezogen. Ist wohl wie Fu&amp;szlig;n&amp;auml;gel schneiden. Woher will man das wissen, frag ich mich. Ach ja und das Sprichwort &amp;bdquo;den Kopf in den Sand stecken&amp;ldquo; wie ein Strau&amp;szlig; ist Bullshit. Macht a ned.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Farmer Neill ist ein recht geselliger und redseliger Mensch. Er kommt auch recht schnell auf den Punkt: die H&amp;uuml;hnergrippe und die daraus resultierenden f&amp;uuml;r ihn v&amp;ouml;llig &amp;uuml;berzogenen Einfuhrverbote f&amp;uuml;r Strau&amp;szlig;enfleisch in die EU haben sein Business gekillt und das kotzt ihn tierisch an. Er hat noch ca. 100 Strau&amp;szlig;e, aber die sind reine Turi-Attraktion. Eigentlich konzentriert er sich auf Merinoschafe und Getreideanbau.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun ja, wir haben den Regentag eigentlich gut rumgebracht. Bissl bummeln in Swellendam, was ein echt nettes kleines St&amp;auml;dtchen ist und ein interessantes Museum hat, bestehend aus der dritt&amp;auml;ltesten Siedlung in Schwarzafrika (ja hallooo? bissl Bildung schadet auch uns nicht....).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also: was lernen wir aus unserem Strau&amp;szlig;enfarm-Besuch? Nicht jede &lt;a href="http://Booking.com" target="_blank"&gt;Booking.com&lt;/a&gt; Bewertung h&amp;auml;lt was sie verspricht, aber wir nehmen auf jeden Fall noch einen Sack voll Strau&amp;szlig;enfleisch mit f&amp;uuml;r unsere Weiterreise ins Botlierskop Game Reserve, wo endlich die Big 5 auf uns warten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kleiner Nachtrag: Heute morgen kurz vor Abreise strahlt die Sonne wieder und es ist eine Horde Schweizer Kinder angereist. Do I need say more?&lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/johannhermann/story/151654/South-Africa/Der-frustrierte-Strauen-Bauer</link>
      <category>Travel</category>
      <category>South Africa</category>
      <author>johannhermann</author>
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      <pubDate>Wed, 27 Feb 2019 23:57:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Besuch in der Weinregion - Leberzirrhose inklusive</title>
      <description>&lt;p&gt;(BH) Unser Aufenthalt in Paarl war ein Mix aus Dauerbes&amp;auml;ufnis und Fressgelage (also der totale Gegensatz zur Woche davor, harharhar). Ich unterstelle mal, dass generell 90% der S&amp;uuml;dafrika Besucher nur deswegen hier sind. Man kriegt hier aber nat&amp;uuml;rlich auch entsprechend gutes Essen und hervorragenden Wein f&amp;uuml;r extrem gutes Geld. Trotzdem. Ich f&amp;uuml;hl mich schon wie ein tr&amp;auml;chtiger Rollmops.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie der Johann ja schon beschrieben hat, war es in der Weinregion rund um Paarl, Stellenbosch und Franschhoek wirklich sch&amp;ouml;n und auch recht entspannt. Wobei wie gesagt die Arm-Reich-Schere brutal offensichtlich ist, so extrem wie bisher nirgends. Wir haben unter anderem Babylonstoren besucht &amp;ndash; eine riesige G&amp;auml;rtnereianlage, wo ein stinkreicher S&amp;uuml;dafrikaner alle m&amp;ouml;glichen Dinge anbauen l&amp;auml;sst und man wie im Garten Eden wandelt. Supersch&amp;ouml;n. Sogar seine eigenen Bienenv&amp;ouml;lker hat er. Sicherlich notwendig, sieht man doch irgendwie so gar keine Insekten au&amp;szlig;er Fliegen rumschwirren. Die sollten hier auch mal ein Volksbegehren starten&amp;hellip; wenn die Themen Rassentrennung, Kriminalit&amp;auml;t und Wassermangel behoben sind&amp;hellip; Auch hier wird man nur von Schwarzen bedient. Die Arbeiter trotten mit gesenktem Blick an einem vorbei. Wenn man gr&amp;uuml;&amp;szlig;t, schauen sie total perplex auf und stammeln nur ein &amp;bdquo;Ma&amp;rsquo;am&amp;ldquo;. Die Restaurants vor Ort kann sich ein S&amp;uuml;dafrikaner nicht leisten, angeblich nicht mal ein normal verdienender wei&amp;szlig;er.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Problem ist meiner Meinung nach aber auch, dass sich die Schwarzen so in ihrem Befehlsempf&amp;auml;ngertum eingefunden haben, dass sie aus der M&amp;uuml;hle schwer wieder rauskommen. Kriegen sie wahrscheinlich als Kind schon so anerzogen. Sie machen genau das, was man ihnen sagt, aber auch keinen Millimeter mehr. Hirn einschalten eher selten, Flexibilit&amp;auml;t gleich null. Haben wir mehrmals so erlebt. Und so bleiben die Rollen klar verteilt, die Wei&amp;szlig;en managen, die Schwarzen schwenken Fahnen an den Stra&amp;szlig;enbaustellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Kontrastprogramm sind wir nach Paarl in die Little Karoo weitergefahren. Die Karoo ist ein riesiger Landstrich bestehend aus Steppe und W&amp;uuml;ste, der sich &amp;uuml;ber weite Teile S&amp;uuml;dafrikas erstreckt. Die Anfahrt zum Gecko Rock Nature Reserve war recht holprig, noch dazu hatte es die &amp;bdquo;Stra&amp;szlig;e&amp;ldquo; ne Woche vorher bei sintflutartigen Regenf&amp;auml;llen weggeschwemmt. Unser Panzer f&amp;uuml;hlte sich wie ein &amp;bdquo;Fisch im Wasser&amp;ldquo; (erinnert ihr euch noch?), Schwiegerpapas Toyota Corolla sa&amp;szlig; dagegen etliche Male ordentlich auf. Endlich angekommen erwarteten uns idyllische Blockh&amp;uuml;tten im Nirvana. Um uns nix als sogenannter &amp;bdquo;fin bush&amp;ldquo;, Ameisen und zur Freude vom Jonah Fliegen, die beim Landen auf ihm jedes Mal mit einem schmerzverzerrtem Aua kommentiert wurden. Schmetterlinge sind f&amp;uuml;r ihn &amp;uuml;brigens &amp;auml;hnlich gef&amp;auml;hrlich. Da sa&amp;szlig;en wir also in v&amp;ouml;lliger Abgeschiedenheit mit dem Fernglas im Anschlag auf der Suche nach Wild Life. Au&amp;szlig;er V&amp;ouml;geln, einer Riesenheuschrecke in schwarz/rot/gelb und immerhin Bergen von Zebra und Springbock Schei&amp;szlig;e war aber absolut gar nix zu entdecken. Nada. Egal. Die Landschaft war au&amp;szlig;erordentlich beeindruckend und der Sternenhimmel der absolute Oberwahnsinn. Sternschnuppenregen eingeschlossen. Kommt vor allem mit ner Flasche Rotwein hervorragend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach 1,5 Tagen totaler Besinnung auf das Wesentliche (Kommentar Elias: &amp;bdquo;laaaaangweilig&amp;ldquo;) trennten sich schlie&amp;szlig;lich die Wege von meinen Schwiegereltern und uns schweren Herzens. Gott sei Dank hat der Opa am letzten Abend noch einige Witze zum Besten gegeben, die der Elias nun bei jeder Gelegenheit vortr&amp;auml;gt. Hier mein Lieblingswitz: sitzen 2 K&amp;uuml;he im Keller und s&amp;auml;gen Heiz&amp;ouml;l. Sagt die eine zur anderen: &amp;bdquo;Morgen ist Pfingsten&amp;ldquo;, sagt die andere: &amp;bdquo;Langweilig. Geh ma ned hin.&amp;ldquo; Der Br&amp;uuml;ller oder?? W&amp;auml;hrend also Oma und Opa Hermann in einem Tagesritt zur&amp;uuml;ck nach Kapstadt gefahren, den total verdreckten und schrottreifen Corolla (&amp;uuml;brigens ohne Probleme, weil man bei so viel Dreck die ganzen Schrammen nicht sieht. Super Tipp!) losgeworden, mitm Flieger nach Durban und dort weiter in den Hluhluwe-Nationalpark und die Drakensberge gefahren sind, setzen wir unseren Trip Richtung Garden Route fort und machen als n&amp;auml;chstes bei einer Strau&amp;szlig;enfarm in Heidelberg Halt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Autofahrten klappen im &amp;Uuml;brigen ziemlich gut, wobei wir meistens auch nur maximal 2 Stunden am St&amp;uuml;ck unterwegs sind. Der Jonah pennt in der Regel, der Elias sagt im 5 Minuten Takt &amp;bdquo;laaaaangweilig&amp;ldquo;, aber zwischendurch wird lauthals &amp;bdquo;Oh Tannenbaum&amp;ldquo; oder &amp;bdquo;Jingle Bert&amp;ldquo; gesungen und so vergeht die Zeit wie im Flug.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ansonsten sind die Jungs auch echt gut drauf. Der Elias hat zwar t&amp;auml;glich ca. 3-8 Unf&amp;auml;lle, so hat er sich schon Spreissl in den Fu&amp;szlig; gezogen, ist gegen ne Glast&amp;uuml;r gelaufen, ist &amp;uuml;ber alle Treppenstufen, Erh&amp;ouml;hungen und am Boden liegende Bl&amp;auml;tter in der s&amp;uuml;dlichen Hemisphere gestolpert &amp;ndash; immer begleitet von minutenlangen Heulattacken&amp;hellip;. aber als der Johann neulich mitm Kopf gegen den Beckenrand geklatscht ist, weil er beim Tauchen die Augen zu hatte, dachte ich mir nur: der Apfel f&amp;auml;llt nicht weit vom Stamm. Der Jonah plappert nonstop und annektiert alles, was er so finden kann. &amp;bdquo;Meins?&amp;ldquo; &amp;ndash; &amp;bdquo;Nein, Jonah.&amp;ldquo; &amp;ndash; &amp;bdquo;Warum denn?&amp;ldquo; (mit Schmollmund). Ansonsten zupft er sich mit Vorliebe am Schniedel und pupst, dass es nur so scheppert. Ein ganz normaler Junge also&amp;hellip;&lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/johannhermann/story/151653/South-Africa/Besuch-in-der-Weinregion-Leberzirrhose-inklusive</link>
      <category>Travel</category>
      <category>South Africa</category>
      <author>johannhermann</author>
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      <pubDate>Wed, 27 Feb 2019 23:55:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Penguin's eye view</title>
      <description>&lt;p&gt;(JH) Ich frag mich was sich wohl die Pinguine am Boulder Beach denken m&amp;uuml;ssen. Da sitzen, stehen oder l&amp;uuml;mmlen diese niedlichen Viecher an diesem wundersch&amp;ouml;nen mit gro&amp;szlig;en Bouldern (wer h&amp;auml;tts gedacht) ges&amp;auml;umten Strand und fragen sich bestimmt wer jetzt hier wohl eingesperrt ist bzw. wer hier wohl wen beobachtet. Man kann die Szenerie nur schwer beschreiben. Man zahlt nach s&amp;uuml;dafrikanischen Verh&amp;auml;ltnissen ein erkleckliches S&amp;uuml;mmchen um in einen abgez&amp;auml;unten Bereich zu gelangen um dann wiederum &amp;uuml;ber angelegte Wege zu den Holzplattformen zu gelangen um dort eben die Pinguine zu beobachten. Dort steht man dann mit ca. 150 weiteren Touris und versucht ein ganz besonderes Bild zu knipsen auf dem nach M&amp;ouml;glichkeit alles so aussieht als w&amp;auml;re es NICHT so wie oben beschrieben. Daheim zeigt man die Bilderchen dann seinen Freunden und alle sind sooo Beeindruckt von der wunderbaren Natur. Wie h&amp;auml;tt der Monaco dazu gesagt: A rechter Schei&amp;szlig;dreck is'! Wir haben das gl&amp;uuml;cklicherweise nicht gemacht, sind einfach am Strand weitergelaufen hin zum &amp;ouml;ffentlichen Teil und siehe da, viiieeeel weniger Menschen und Pinguine die einem vor die F&amp;uuml;&amp;szlig;e schwimmen. Wie immer ist es so dass diese abgepackten Touri-Veranstaltungen nicht viel mehr hinterlassen als einen faden Nachgeschmack.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;Auml;hnlich aber weitaus weniger schlimm war es beim Trip nach Robben Island - das Gefangnis in dem Mandela einen gro&amp;szlig;en Teil seines Lebens mit dem Klopfen von Steinen verbracht hat. Hier geht's nat&amp;uuml;rlich um ein wichtiges St&amp;uuml;ck Menschheitsgeschichte und der Ort vermittelt schon eine gewisse Grausamkeit und Trostlosigkeit. Auch hier war eine Stadtf&amp;uuml;hrung mit einem der Free Walking Tour Guides in Kapstadt weitaus interessanter, da hier der Guide einfach Geschichten aus dem Leben erz&amp;auml;hlt und nicht einfach nur ein Skript runtergebetet hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Land und unser Trip ist bisher wirklich ein Traum und ich kann kaum erwarten was als n&amp;auml;chstes kommt. Allerdings fehlt mit hier ein bisschen die M&amp;ouml;glichkeit Dinge selbst zu erkunden. Gerne w&amp;auml;re ich in Noordhoek einen der sch&amp;ouml;nen Berge hochgestiegen oder mit dem MTB hochgefahren. Davon wird einem aber wirklich von jedem abgeraten. Gefahr des &amp;Uuml;berfalls zu gro&amp;szlig;! Somit war auch der geplante Aufstieg auf den Tafelberg passe. Zu mindest hab ich mir mal das MTB unseres AirBNB Gastgebers geschnappt und bin den Chapmans Peak Asphaltpass hochgekurbelt - sicherlich auch eine der beeindruckendsten K&amp;uuml;stenstra&amp;szlig;en der Welt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Inzwischen sitzen wir in einem traumhaften alten Gutshaus (Baujahr 1685) in Paarl (der Weinregion S&amp;uuml;dafrikas) mit Swimmingpool und wundersch&amp;ouml;nem Garten der von Obstplantage und Weing&amp;auml;rten umgeben ist. Dahinter ragen dann Berge wie im alpinen hochgebrige empor. Sobald man das Anwesen verl&amp;auml;sst findet man sofort wieder ziemlich runtergekommene Townships der &amp;uuml;bleren Sorte (richtige Blechh&amp;uuml;tten). Das gilt im &amp;uuml;brigen f&amp;uuml;r die meisten Weing&amp;uuml;ter hier in der Gegend. Nie in meinem Leben haben ich einen gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren Gegensatz von absolutem Reichtum und umwerfender landschaftlicher Sch&amp;ouml;nheit zu erb&amp;auml;rmlicher Armut gesehen. Das ganze macht aber insofern Sinn als dass die meisten Schwarzen wohl f&amp;uuml;r sehr wenig Lohn eben diese Weing&amp;uuml;ter in Schuss halten. Nicht selten unterhalten die Weing&amp;uuml;ter selbst noch riesige Parks mit G&amp;auml;rten, Spielpl&amp;auml;tzen, Restaurants und der gleichen. In diesen kann man dann easy ganze Tage wie im Schlarraffenland verbringen. Ich will hier nicht meckern.... es gibt wirklich schlimmeres. Der Realit&amp;auml;tscheck kommt dann aber wieder abrupt bei der Ausfahrt aus den meist sehr pomp&amp;ouml;sen Gates. Oder eben wenn man mitten bei der Einnahme eines vorz&amp;uuml;glichen Mahls zweimal von seinem Kind (Jonah) in vollem Strahl angekotzt wird - Jup das ist passiert. War wohl eine der bekannten 24 Stunden-Viren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Abschlie&amp;szlig;end komm ich nochmal zur &amp;Uuml;berschrift. Manchmal stellt man sich die Frage, wer hier eingesperrt ist: Der Pinguin oder der Mensch. Man ist hier mitten im Paradies aber dies eben zu dem Preis, dass man sich selbst daf&amp;uuml;r die meiste Zeit wegsperren muss.&lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/johannhermann/story/151652/South-Africa/Penguins-eye-view</link>
      <category>Travel</category>
      <category>South Africa</category>
      <author>johannhermann</author>
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      <pubDate>Thu, 21 Feb 2019 23:51:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Angriff der Paviane</title>
      <description>&lt;div&gt;
&lt;div&gt;
&lt;p&gt;(BH) Jetzt muss ich nochmal einen Nachtrag zu unserem abenteuerlichen Ausflug ans Kap der Guten Hoffnung machen. Unsere erste Begegnung mit Pavianen verlief n&amp;auml;mlich etwas durchwachsen. Also diese Viecher sitzen da ja &amp;uuml;berall am Parkplatz rum. Drum herum 1.000 Schilder mit "gef&amp;auml;hrlich", "wilde Tiere", "Mord und Totschlag" und so (mit solchen Schildern haben sie's hier &amp;uuml;brigens. Total beruhigend.), sodass man besser gesagt wir - die Bravehermanns - mit leicht wackeligen Knien an den Z&amp;auml;hne fletschenden Biestern vorbeigeschlichen sind. Als wir vom Winde verweht wieder am Auto ankommen, sehen wir schon von Weitem eine Menschentraube mit Kamera gez&amp;uuml;ckt um unser Auto stehen. Da sa&amp;szlig; also eine Pavianfamilie, Mama, Papa, Baby (schon drollig, aber trotzdem gef&amp;auml;hrlich und wild!!!) gem&amp;uuml;tlich auf unserem Autodach und lie&amp;szlig; sich sch&amp;ouml;n ablichten. Sah nicht so aus, als ob sie das in den n&amp;auml;chsten 3 Tagen &amp;auml;ndern wollten. Ein anderer Pavian machte sich w&amp;auml;hrenddessen am Nachbarauto zu schaffen und biss mit einer Leichtigkeit gro&amp;szlig;e St&amp;uuml;cke Plastik aus dem Windschutzscheibenrahmen. Kam jetzt keiner auf die Idee, den zu verscheuchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also was tun? Nach langer Beratung beschlossen wir, dass wir (in dem Fall der Johann) irgendwie ins Auto gelangen und mit einem beherzten R&amp;uuml;ckw&amp;auml;rts-Superspeed die Monster vertreiben mussten. Gesagt getan. Wir hielten den Atem an. Die anderen 1.000 Menschen um uns nicht. Die fotografierten fr&amp;ouml;hlich weiter, offensichtlich unbewusst der Riesengefahr, die &amp;uuml;ber uns schwebte. Der Johann h&amp;uuml;pfte also leicht wie ein Springbock zum Auto, T&amp;uuml;r auf, hinters Steuer und bei 5 km/h mit quietschenden Reifen r&amp;uuml;ckw&amp;auml;rts - wir ins fahrende Auto gesprungen... und jetzt kommts: der Pavian vom Nachbarauto richtete sich w&amp;uuml;tend auf, fletschte das l&amp;uuml;ckenlose Gebiss und warf mit 3cm Riesenplastikteilen nach uns!!!! Das muss man sich mal vorstellen!!!! Meine G&amp;uuml;te, was waren wir fix und alle nach diesem gerade noch abgewandten Desaster und dass wir noch nicht davon erz&amp;auml;hlt haben, kann einzig und allein nur daran liegen, dass wir an posttraumatischer Amnesie gelitten hatten. Ist jetzt vorbei.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/johannhermann/story/151651/South-Africa/Angriff-der-Paviane</link>
      <category>Travel</category>
      <category>South Africa</category>
      <author>johannhermann</author>
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      <pubDate>Mon, 18 Feb 2019 23:49:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Get'cha Groove on</title>
      <description>&lt;div&gt;
&lt;div&gt;
&lt;p&gt;(JH) Mein Kollege sagt immer: &amp;bdquo;Was machst du richtig, was alle anderen falsch machen?&amp;ldquo; Dazu kann ich nur sagen: Die Wahl der Stra&amp;szlig;enseite, auf der man fahren sollte. Wir haben jetzt Tag 4 und so langsam krieg ichs auf die Reihe. Die ersten drei Tage bin ich entweder rechts oder soweit links gefahren, dass Bettina den Chapmans Peak Drive (Stra&amp;szlig;e an einer Steilk&amp;uuml;ste die ihren Namen wirklich verdient) von der Seite begutachten konnte. Immer wieder erschrecke ich weil mir einer auf meiner Stra&amp;szlig;enseite entgegenkommt und hoffentlich sein &amp;bdquo;&amp;Uuml;berholman&amp;ouml;ver&amp;ldquo; noch rechtzeitig vollendet. Bis ich dann merke, dass ich mich wieder links einordnen sollte. Zum Gl&amp;uuml;ck haben wir bei der Wahl des Mietwagens &amp;ndash; einem 7 sitzigen Toyota SUV von der Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e eines Audi Q7 &amp;ndash; alles richtig gemacht. Selbst wenn wir mit der Karre einen Anderen rammen, atmen wir ihn durch den K&amp;uuml;hler ein und blasen ihn zum Auspuff wieder raus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie gesagt, wir haben Tag 4 und so laaaaaangsam legt sich mal der erste Druck den man versp&amp;uuml;rt, wenn man dies, das, jenes und noch das andere sehen will. Wir haben 6 Wochen Urlaub und das sollte man auch bei der Wahl der Geschwindigkeit ber&amp;uuml;cksichtigen. Wir gammeln also gerade alle so richtig sch&amp;ouml;n rum. Elias und Jonah sammeln alles, was man so im Garten finden kann, bis man dann wieder einen lauten Schrei h&amp;ouml;rt, gefolgt von hysterischem Wegrennen weil sie grad einen roten Frosch entdeckt haben. Und der war nach Elias Zeugenaussage &amp;bdquo;t&amp;ouml;dlich&amp;ldquo;. Na Gl&amp;uuml;ck gehabt sag ich da nur. Auch alle anderen haben sich jeweils in eins der 4 Zimmer verteilt und chillen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bisheriges Highlight war f&amp;uuml;r mich Cape Point, was mehr ist als wie von mir vermutet nur ein Schild, ein paar Steine und viel Ozean. Nein, das Kap befindet sich in einem ziemlich eindr&amp;uuml;cklichen Nationalpark in dem man wohl allein schon eine Woche verbringen k&amp;ouml;nnte. Einziges Manko, der Wind pfeift hier oft so, dass einem h&amp;ouml;ren und sehen vergeht. So auch als wir dort waren. Ich hatte den Jonah in der Kraxe und hab ihn die H&amp;uuml;gel hochgeschleppt. Von hinten erklang dann das Lied &amp;bdquo;Hey, Hey Hossassa der Herbst ist da&amp;ldquo;. Und zwar ca. ne halbe Stunde am St&amp;uuml;ck. Dann wurd's auch ihm irgendwann zu viel und er schrie den Wind einfach nur an: &amp;bdquo;H&amp;Ouml;R AUF WIND!!!&amp;ldquo; Hat er aber nicht :)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ansonsten muss ich mich hier noch ein bisschen eingrooven. Bislang f&amp;uuml;hlt sich&amp;rsquo;s an wie ein sehr gro&amp;szlig;er von Schwarzen betriebener Vergn&amp;uuml;gungspark, bei dem auch wirklich ausschlie&amp;szlig;lich die Wei&amp;szlig;en die coolen Fahrgesch&amp;auml;fte mitmachen k&amp;ouml;nnen. Allein der Table Mountain National Park in dem sich das Kap der guten Hoffnung befindet kostet pro Erwachsenem am Tag ca. 20 EUR (BH: Anmerkung der Redaktion: es gibt aber auch Ohoamische Kochtn wie der Tiroler zu sagen pflegt). Das k&amp;ouml;nnen sich die Schwarzen &amp;ndash; die schon ab 100 Rand Scheinen (umgerechnet 6 EUR) das Schwarzlicht rausholen, um zu checken, ob sich's um Falschgeld handelt &amp;ndash; in der Regel nicht leisten. Weiter geht&amp;rsquo;s bei Essen, Picknick im Weingut, Ausfl&amp;uuml;gen usw. Dazu kommt noch die vermeintliche Kriminalit&amp;auml;t (von der wir bisher nichts mitbekommen haben, die aber sicherlich da ist). Mal abgesehen davon, dass hier jeder Zweite ein Deutscher ist (gef&amp;uuml;hlt), muss man sich an das alles schon erst einmal gew&amp;ouml;hnen. Aber wir haben ja Zeit. Und weil wir grad beim Thema waren, jetzt wird&amp;rsquo;s Zeit zu den Pinguinen am Boulder Beach zu fahren. Danach hauen wir den Yellow Fin Tuna, den uns unser Gastgeber geschenkt hat (ein Steak mit ca. 2 Kilo) in den im Wohnzimmer integrierten Grillplatz (die nennen's hier &amp;bdquo;Braai&amp;ldquo;) und trinken dazu ein gutes Glas Pf&amp;auml;lzer Rotwein&amp;hellip;Scherz&amp;hellip;wir trinken nur italienische Weine :)&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/johannhermann/story/151650/South-Africa/Getcha-Groove-on</link>
      <category>Travel</category>
      <category>South Africa</category>
      <author>johannhermann</author>
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      <pubDate>Sat, 16 Feb 2019 23:48:00 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Bis ans Ende der Welt</title>
      <description>&lt;div&gt;
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&lt;p&gt;(JH sen.) Der Vormittag lief schon am ersten Tag sehr entspannt. Wer immer es schaffte, das kuschelige Bett zu verlassen, trank eine Tasse Kaffee und wer wollte ein kleines M&amp;uuml;sli. Gro&amp;szlig;es Fr&amp;uuml;hst&amp;uuml;ck gabs gegen Mittag, nachdem Jo das Brat-Kochfeld im K&amp;uuml;chenblock entdeckt hatte. Test mit Speck und R&amp;uuml;hrei war perfekt gelaufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach ging es ans Ende dieser Welt zum s&amp;uuml;dwestlichsten Punkt Afrikas, dem Kap der Guten Hoffnung. Die Kap-Halbinsel ist ein riesiger Nationalpark mit atemberaubenden Ausblicken von den Klippen des Kaps und vom Leuchtturm am Cape Point. Bei den Seefahrern des 16. Jahrhunderts war die Kap-Umfahrung ge- und bef&amp;uuml;rchtet. Viele Schiffe sind an den Felsen zerschellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit vielen sch&amp;ouml;nen Eindr&amp;uuml;cken zur&amp;uuml;ck in Noordhoek, kurz duschen und dann ab zum Weingut. Mit viel Gl&amp;uuml;ck konnten wir zwei Tische ergattern und an einen schattigen Platz bringen. Essen gab es aus aller Herren L&amp;auml;nder an Food-St&amp;auml;nden, Wein direkt vom Weingut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Freitag Vormittag "same procedure".&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachmittags Cape Town - Waterfront. Der Hafen hat schon was. Gospelch&amp;ouml;re, Marimbaphonspieler, Solos&amp;auml;nger, Stra&amp;szlig;enakrobaten... an jeder Ecke afrikanische Rhythmen, Malls und Cafes, Restaurants und Museen. Ein kurzer Plausch mit einem U-Boot (deutscher Herstellung) - Kommandanten. 45 Mann und 3 Frauen als Besatzung. Jo, Betty und die Kinder waren im Aquarium.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hin- und R&amp;uuml;ckfahrt &amp;uuml;ber den legend&amp;auml;ren Chapmans Peak Drive, eine in Fels gehauene K&amp;uuml;stenstra&amp;szlig;e mit fantastischen Ausblicken. Auf der R&amp;uuml;ckfahrt Abendessen in Camps Bay vor herrlicher Strandkulisse und Sonnenuntergang beim anschlie&amp;szlig;enden Strandspaziergang.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/johannhermann/story/151649/South-Africa/Bis-ans-Ende-der-Welt</link>
      <category>Travel</category>
      <category>South Africa</category>
      <author>johannhermann</author>
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      <pubDate>Sat, 16 Feb 2019 23:46:00 GMT</pubDate>
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      <title>The Mother City</title>
      <description>&lt;div&gt;
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&lt;p&gt;(BH) Nach l&amp;auml;ngerer Abstinenz sind wir nun also wieder unterwegs in der Welt. Die Idee war, die Elternzeit nochmal voll auszukosten bevor der Gro&amp;szlig;e in die Schule kommt. Und S&amp;uuml;dafrika ist es geworden.&amp;nbsp; Trotz wochenlanger unruhiger N&amp;auml;chte mit allen nur m&amp;ouml;glichen Schreckenszenarien vor dem inneren Auge: L&amp;ouml;we verschleppt Kind, Krokodil verschleppt Kind, bi&amp;szlig;erl Mord und Totschlag, Hy&amp;auml;ne verschleppt Kind, Krokodil verschleppt Hy&amp;auml;ne mitsamt Kind.... also ich geb zu die Verschlepp-Paranoia war recht gro&amp;szlig;. Gr&amp;ouml;&amp;szlig;er als vor dem Verbrechen. Wobei ich mir beim Schreiben grad in die Hose gemacht h&amp;auml;tte -hier ert&amp;ouml;nen n&amp;auml;mlich grad seit ner Viertelstunde aus zwei Richtungen Sirenen und ich hab nur eine Gestalt im spiegelnden Laptop hinter mir vorbeihuschen sehen. War der Johann. Puh!&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was hei&amp;szlig;t denn eigentlich "hier". Also mal der Reihe nach. Vorgestern Abend ging es los: mit dem Flieger nach Kapstadt. Die Stunden davor waren noch recht anstrengend, irgendwie f&amp;uuml;hlten wir uns nicht so richtig vorbereitet auf diesen Trip. Zu viele andere Dinge, die uns umtrieben. Aber dann war es eben soweit. 10 Stunden nonstop Flug lagen vor uns und meinen Schwiegereltern, die uns dieses Mal auf unserer Reise begleiten -zumindest eine Zeit lang. Gro&amp;szlig;e Aufregung nat&amp;uuml;rlich bei den Kindern. Der Flug selber war leider grausam. Unsre Kinder haben tats&amp;auml;chlich alles brav mitgemacht - der Elias war paralysiert vom Fernseher im Vordersitz und der Jonah hat sich &amp;uuml;ber das portionierte Essen gefreut. Geschlafen haben sie auch ein paar Stunden. Nicht so aber das Kind schr&amp;auml;g hinter uns, dass immer wenn man grad mal kurz weggenickt ist, einen schrillen Schrei ausgesto&amp;szlig;en hat. Die Eltern sa&amp;szlig;en recht teilnahmslos daneben. Zum die Wand hoch gehen! Au&amp;szlig;erdem war der Flug recht turbulent, hat gscheit gerumpelt, und obwohl sich der Flieger O-Ton Kapit&amp;auml;n "wohl f&amp;uuml;hlt, wie ein Fisch im Wasser", war das trotzdem nicht sehr angenehm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;V&amp;ouml;llig ger&amp;auml;dert sind wir dann also am n&amp;auml;chsten Tag morgens in der Mother City (wie sie sich selbst nennt - warum? was wei&amp;szlig; ich...) Kapstadt gelandet. Mietauto geholt, ein schicker Jeep zur Freude der Kinder, und ab in den Berufsverkehr auf dem Weg zu unserem Haus in Noordhoek s&amp;uuml;dlich von Kapstadt. Mit ein paar Verfahrern haben wir es dann auch gefunden und es ist der Hammer hier. Wundersch&amp;ouml;ner Blick aufs Meer, tolle Terrasse mit Pool, fetter Grill im Wohnzimmer (das wird interessant) alles total stylisch und extrem nette Gastgeber. Full Service inbegriffen, sprich jeden Morgen kommt die Maid und der G&amp;auml;rtner. Erstere ist sehr nett und gespr&amp;auml;chig. Als wir sie nach Kindern gefragt haben, hat sie uns erz&amp;auml;hlt, dass sie ihren 8 Jahre alten Sohn nur ungef&amp;auml;hr alle 2 Jahre sieht. Die Fahrt nach Hause dauert wohl 3 Tage und sie muss viel Urlaub ansammeln, damit sie zu ihm fahren kann. Herholen kann sie ihn nicht, weil die Schulen hier zu teuer sind.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich geb zu, ich lass mich auch gern bedienen, aber irgendwie ist es schon komisch, dass es hier grunds&amp;auml;tzlich Schwarze sind, die das tun. Die Trennung schwarz und wei&amp;szlig; wird einem hier schon sehr schnell sehr pr&amp;auml;sent. Und das f&amp;uuml;hlt sich nicht gut an, kann ich euch sagen. Und an den Townships vorbeifahren, die direkt an den Flughafen angrenzen, ist auch leicht verst&amp;ouml;rend. Vorallem wenn man 10 Minuten sp&amp;auml;ter die Villenviertel durchkreuzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber jetzt mal nicht gleich so kritisch am Anfang der Reise. Hier ist es jedenfalls herrlich. Die Sonne strahlt, 27-30 Grad, ein leichtes L&amp;uuml;ftchen, die Pfaue marschieren durch den Garten. Ein wahres Paradies - in einem Kokon.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gestern haben wir dann erstmal Gro&amp;szlig;einkauf gemacht, waren kurz am Nordhoek Strand, der wundersch&amp;ouml;n und einsam ist Und den Warnschildern zu Folge auch ein perfekter Ort, um ausgeraubt zu werden. Abends haben wir unsere Terrasse genossen und den kurzen Abend bei einer Flasche Rotwein ausklingen lassen, bevor wir wie ein Haufen Steine in die Betten gefallen sind.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/johannhermann/story/151648/South-Africa/The-Mother-City</link>
      <category>Travel</category>
      <category>South Africa</category>
      <author>johannhermann</author>
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      <pubDate>Thu, 14 Feb 2019 23:40:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>6 Wochen im Camper durch die USA - Das Fazit!</title>
      <description>&lt;p&gt;(JH) Nachdem unser Trip nun langsam zu Ende geht (krass wie schnell 6 Wochen vergehen k&amp;ouml;nnen) hier noch ein paar Tipps f&amp;uuml;r alle Elternzeitler die &amp;auml;hnliches vorhaben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;-&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Urlaub mit Wohnmobil: In dem Gebiet und der Landschaft in der wir unterwegs waren und f&amp;uuml;r Leute die genau diese Natur erleben wollen, absolut das Richtige. Die Campgrounds der Stateparks und National Parks sind einfach der Hammer. Man k&amp;ouml;nnte allein schon hier Tage lang einfach nur vor dem Camper sitzen, das Lagerfeuerchen ansch&amp;uuml;ren und in die Landschaft schaun. Gek&amp;uuml;hltes Bier (ich empfehle jeweils die Party-Boxes mit unterschiedlichen Bier-Arten der einzelnen Brauereien) dabei zu haben schadet dabei nicht und ein Burgerchen ist schnell auf den Grill geworfen. Mit dem Camper kann man zudem immer auf alle Eventualit&amp;auml;ten schnell reagieren. Schaut der Kleine mit glasigen Augen vertr&amp;auml;umt nach links oben, gefolgt von einem kleinen Donner in der Windel, f&amp;auml;hrt man rechts ran und entfernt das braune (BH: gr&amp;uuml;ne, orange&amp;hellip;) Gold aus der Windel. Mit dem Hunger ist es &amp;auml;hnlich. Geschlafen hat unserer w&amp;auml;hrend der Fahrt immer spitze und selbst wenn er wach war, fand er alles spitze. Klar wenn man neben Daddy Co-Pilot spielen darf. Nachts hat er mittelm&amp;auml;&amp;szlig;ig geschlafen und nachdem man ja im gleichen &amp;bdquo;Zimmer&amp;ldquo; liegt, bekommt man jeden Muckser hautnah mit. Hier also ein kleines Minus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;-&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Reisegebiet (Californien, Arizona, Nevada, Utah): Ist echt ein Traum gerade f&amp;uuml;r Leute die auf Aktivit&amp;auml;ten in der Natur stehen. Aber das sagte ich ja schon. Wenn man ohne Baby unterwegs ist, kommen dann noch der Night Life Faktor von San Francisco, L.A., Las Vegas und diversen coolen Strandorten dazu. Ideal w&amp;auml;re eigentlich das Ganze mit anderen Paaren mit Baby zu machen. Dann k&amp;ouml;nnte man sich mit Babysitten abwechseln. Auch zu wissen, dass man immer relativ schnell vern&amp;uuml;nftige medizinische Versorgung f&amp;uuml;r den Kleinen bekommen k&amp;ouml;nnte, beruhigt das Gewissen. Ich denke dabei nur mit Grausen an die &amp;bdquo;Krankenh&amp;auml;user&amp;ldquo; in Kambodscha.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;-&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Klima im S&amp;uuml;dwesten Amerikas im Oktober und November: Das ist schon schwieriger. F&amp;uuml;r Strand war es Anfang Oktober noch warm genug. F&amp;uuml;r Wanderungen in der W&amp;uuml;ste oder im Grand Canyon. Bryce Canyon, Arches genau richtig. In eben diesen Nationalparks wird&amp;rsquo;s abends aber schon gut kalt. Wir hatten hier teils unter 0 Grad. Eine Woche nach der wir weg waren gings Richtung -10 Grad und Schneefall. Da k&amp;ouml;nnen dann auch schnell mal ein paar Highways geschlossen werden. Im Camper wird&amp;rsquo;s bei Temperaturen unter 0 Grad auch frisch. Es gibt zwar ne Heizung, aber die ist a) laut und b) macht die wahnsinnig trockene Luft. F&amp;uuml;r Erwachsene alles kein Thema. F&amp;uuml;rs Baby suboptimal. Auch das abends drau&amp;szlig;en Sitzen wird bei solchen Temperaturen ungem&amp;uuml;tlich (vor allem wenn die Frau eine Frostbeule ist &amp;ndash; so was soll&amp;rsquo;s geben). Insgesamt hatten wir Gl&amp;uuml;ck mit dem Wetter. Ein Regentag in 6 Wochen, wann gab es das zuletzt in Deutschland?&amp;nbsp; Ich glaub 2006.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;-&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Flug: Wir hatten einen Direktflug mit der Lufthansa. Ich bin ja normal kein Freund vom Kranich aber der Service f&amp;uuml;r Reisende mit Baby ist absolut 1 a). Auch ergeben die paar Kr&amp;ouml;ten mehr f&amp;uuml;r den Direktflug durchaus Sinn. Mehrfach br&amp;auml;uchte ich die ganze Arie mit Ein- und Aussteigen, Security, Sperr-Gep&amp;auml;ck aufgeben, etc. nicht. By the way, unser Emaljunga (Kinderwagen) h&amp;auml;tte fast einen der M&amp;uuml;nchner Sercurity-Scanner Schach-Matt gesetzt, als er sich auf dem F&amp;ouml;rderband im Scanner verhakt hatte. W&amp;auml;hrend des Flugs selber hat sich Junior eigentlich ganz gut gehalten. Schlaf war zwar Mangelware, da der L&amp;auml;rmpegel im Flieger doch beachtlich ist (f&amp;auml;llt einem sonst nicht so auf). Aber ansonsten hat er einfach die Flugroute auf dem Monitor verfolgt. Ich glaube er wird mal Pilot&amp;hellip; oder Steward J. Den Jet-Lag hat der Kleine einigerma&amp;szlig;en verkraftet. Die ersten 3 N&amp;auml;chte waren zugegebenerma&amp;szlig;en hart, aber man konnte ja auch selber kaum schlafen. Wenn die Reise entsprechend lang ist, kann man das in Kauf nehmen. F&amp;uuml;r nur 2 Wochen w&amp;uuml;rde ich&amp;lsquo;s nicht machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;-&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Kosten: Ok, billig ist die Nummer nicht. Die Kosten f&amp;uuml;r den Camper sind ein wenig geringer als in Europa. Daf&amp;uuml;r s&amp;auml;uft das Ding wie Harald Juhnke zu seinen besten Zeiten. 30 Liter auf 100 km sind da schnell rausgeblasen. Die Campgrounds kosten so zwischen 20-40 USD. Sonstige Lebenshaltungskosten sind in etwa wie daheim (wenn nicht grad Frau Hermann sich importierten K&amp;auml;se aus der Schweiz f&amp;uuml;r 10 USD f&amp;uuml;r 100 g rausl&amp;auml;sst &amp;ndash; zugegeben ohne auf das Preisschild zu schauen; BH: der hat aber 2 Wochen gehalten!!). Direktflug ist in der Economy auch kaum unter 1000 EUR zu haben.&amp;nbsp; Aber Kosten sind ja immer relativ, und fasst man oben Geschriebenes zusammen war es der Trip auf jeden Fall wert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fazit: Was h&amp;auml;tte ich anders gemacht? Ein Au Pair f&amp;uuml;r Elias mitgenommen J, sonst nix! Also ihr zuk&amp;uuml;nftigen Eltern da drau&amp;szlig;en: Viel Spa&amp;szlig; beim Urlaub machen!&lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/johannhermann/story/108514/USA/6-Wochen-im-Camper-durch-die-USA-Das-Fazit</link>
      <category>Travel</category>
      <category>USA</category>
      <author>johannhermann</author>
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      <pubDate>Sun, 10 Nov 2013 12:34:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Sinn City?</title>
      <description>&lt;p&gt;(BH) Es ist 21h, ich bin in Las Vegas und sitz im Hotelzimmer mit einer (nat&amp;uuml;rlich) Styroporpackung H&amp;uuml;hnchen Nasi Goreng. Tja so ist das mit Baby. Nicht die Styroporpackung, sondern das Im-Zimmer-Sein zu bester Partystunde. Gestern dachten wir, wir bringen den Elias einfach mal sp&amp;auml;ter ins Bett, aber das war kein Spa&amp;szlig; beim Abendessen (in der Cheesecake Factory &amp;ndash; war nicht mal mehr Zeit f&amp;uuml;r Cheesecake&amp;hellip;). Insofern richten wir uns jetzt nach unsrem Kind, so wie es sich geh&amp;ouml;rt. Wenigstens ist der Johann heut Abend losgezogen, um unsere Urlaubskosten wieder reinzuspielen &amp;ndash; oder alternativ unser Hab und Gut zu verlieren. Man darf gespannt sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Inzwischen liegen alle Nationalparks hinter uns. Nach meinem - wie ich beschlossen habe - Lieblingspark Bryce Canyon (wo der Johann &amp;uuml;brigens mitsamt Elias von einer Horde Asiaten eifrig geknipst worden ist &amp;ndash; ich stand wieder mal auf den Boden starrend daneben&amp;hellip; hat mich irgendwie an Columbien erinnert), &amp;nbsp;gings &amp;uuml;ber eine Wahnsinns-Panoramastra&amp;szlig;e zum Capitol Reef National Park (super sch&amp;ouml;n und sehr entspannter Campingplatz mit Apfelb&amp;auml;umen zum Selbstpfl&amp;uuml;cken &amp;ndash; man musste nur die grasenden Rehe und Hirsche zur Seite schieben) und schlie&amp;szlig;lich nach Moab zum Arches Nationalpark. Moab selber ist echt witzig, ein richtiger Backpacker Ort. Und eigentlich nur Mountainbiker unterwegs. Der Johann hat sich das nat&amp;uuml;rlich nicht entgehen lassen, aber das soll er euch selber berichten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Arches war cool, aber nach dem f&amp;uuml;nften Bogen denkt man sich dann auch, ok Stein mit Loch, ich habs verstanden. Der Elias hat alles super mitgemacht, hat sich brav &amp;uuml;ber Stock und Stein wuchten lassen und ab und zu ein Nickerchen gemacht. Und besonders wichtig wieder einige &amp;bdquo;oh baby!&amp;ldquo; Ausrufe provoziert. Ja, im Grunde ist er der Star dieser Reise. Die Frauenwelt liegt ihm jetzt schon zu F&amp;uuml;&amp;szlig;en, unglaublich. Aber man sieht halt auch echt wenig Babies hier. Komisch. Und er wei&amp;szlig; halt auch, wie man kokettiert. Das wird mal ein ganz schlimmer Finger f&amp;uuml;rcht ich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(JH) Urlaubskasse reinspielen war nicht. Mehr sag ich an der Stelle nicht. Was will man auch gewinnen, wenn neben dir ein Bayern-Fan im Martinez-Trikot sitzt der nur auf die R&amp;uuml;ckennummern der Bayern setzt und immer wenn die 8 kommt, aufsteht, sich umdreht und mit beiden Daumen auf die R&amp;uuml;ckennummer deutet (Anm. d. Red.: Martinez hat die &amp;bdquo;8&amp;ldquo;), als h&amp;auml;tt&amp;lsquo; er grad das Tor des Jahrhunderts geschossen. Auch das Abheben des Geldes zum Zocken (hatte leider kein Cash mehr) war ein Spie&amp;szlig;rutenlauf sondergleichen. Erst zum Bankautomaten, an dem man einen Zettel bekam auf dem Stand man m&amp;ouml;ge zum Cashier gehen, um gegen die aberwitzige Geb&amp;uuml;hr von USD 12,95 die 100 &amp;Ouml;cken zu erhalten. Dabei musste ich meine Identit&amp;auml;t mit dem Reisepass belegen (Perso und F&amp;uuml;hrerschein reichten nicht). Also hoch ins Hotelzimmer und Reisepass holen, um dann gegen Abgabe eines Fingerabdrucks (!!!) tats&amp;auml;chlich das Geld zu erhalten. Die Chips bekommt man dann erst am Tisch. Hallo Regulierungswut sage ich da nur! Na und dann kommt auch noch zehn Mal (!!!) in Folge rot &amp;ndash; dem Bayern-Fan war&amp;lsquo;s ein Fest &amp;ndash; und ich immer brav auf schwarz gesetzt nach dem Motto &amp;bdquo;jetzt muss dann doch mal schwarz kommen!&amp;ldquo; H&amp;auml;tt ich mal besser in Stochastik aufgepasst. Naja, wenigstens hat das Geld so lange gereicht, dass ich einige der kostenlosen Drinks, die von Frauen, die man alle durch eine Schablone pressen k&amp;ouml;nnte (Silikon an Arsch, Titten und Lippen sorgen wohl f&amp;uuml;r ein gewisses Gleichgewicht), gebracht wurden. Man kann also sagen, ich hab den Verlust liquidiert!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Drehen wir die Uhr ein wenig zur&amp;uuml;ck zu Moab. Der Ort hat den gewissen Vibe, bei dem man von der ersten Sekunde sagt, jip, hier kann man&amp;rsquo;s aushalten. Die Leute eine Mischung aus Outdoor-Junkies, Hippies, Touris und Rednecks. Um dich herum nur Felsen und Berge. Und klimatisch sind hier Bronchoretard und Nasivin fehl am Platz (zumindest als wir da waren). Der kleine Sch&amp;ouml;nheitsfehler liegt darin, dass Moab in Utah liegt. Wenn du hier mit Baby in ein Restaurant gehst, in dem es auch eine Bar gibt (also jedes Restaurant in USA), wird man in einen Extra-Raum abgeschoben, weil unter 21-j&amp;auml;hrige ja nicht in eine Bar d&amp;uuml;rfen. &amp;bdquo;Sorry, it&amp;rsquo;s State Law&amp;ldquo; bekommt man da zu h&amp;ouml;ren. Ich hab jedenfalls meine Augen soweit nach oben gerollt, dass ich meinen Kopf von innen sehen konnte. Das sind die Momente, da m&amp;ouml;chte man verzweifeln oder zumindest der unschuldig dreinschauenden Bedienung einfach eine kurze Standpauke &amp;uuml;ber das Konzept des &amp;bdquo;Hirn-Einschaltens&amp;ldquo; halten. Aber wozu, Gesetz ist schlie&amp;szlig;lich Gesetz! (BH: Ihr braucht aber nicht glauben, dass das nur in Utah so ist. Wir hocken in Las Vegas und d&amp;uuml;rfen weder in ein Casino (nur auf dem Laufstreifen) noch in eine Bar&amp;hellip;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Moab musst du nat&amp;uuml;rlich biken gehen. Ich w&amp;uuml;rde den Ort MTB-technisch auf ein Niveau mit Nord-Gardasee stellen. Kaum ein Auto auf dem nicht eine oder mehrere MTB-Waffen festgezurrt sind. Die Moab Cyclery hat mich mit einem neuen Canondale Jekyll versorgt sowie mir den Guide Tim zur Seite gestellt. Tim war am Vorabend richtig saufen, so dass er die ersten 1-2 Stunden recht maulfaul war und wohl eher mit seinem Kater zu k&amp;auml;mpfen hatte. Sp&amp;auml;ter ist er dann allerdings redseliger geworden und hat mir und Ake (meinem schwedischen Mitstreiter fortgeschrittenen Alters) &amp;uuml;ber seinen Aufriss in allen Details erz&amp;auml;hlt. Eigentlich hatten wir nur die Tour &amp;bdquo;The whole Enchilada&amp;ldquo; (direkt &amp;uuml;bersetzt, &amp;bdquo;das volle Programm&amp;ldquo;) gebucht. Nachdem aber Ake (der alte Langl&amp;auml;ufer) bergauf recht flott war und ich bergab wieder die Spitze &amp;uuml;bernommen hatte und wir damit Mittags schon fertig waren, gabs als Zubrot noch &amp;bdquo;Captain Ahab&amp;ldquo; (so genannt weil am h&amp;ouml;chsten Punkt eine Steinformation mit dem Umriss von Moby Dick steht). Absolut Wahnsinn bei den Touren sind hier vor allem die riesigen Steinplatten (genannt Slickrock), &amp;uuml;ber die man auch in sehr steilem Winkel abfahren kann. Man muss sich nur trauen. Beide Touren waren eine absolute 10 und das Gebiet hat noch viele andere zu bieten. Ich glaub ich muss irgendwann mal wieder her (wie schauts aus Reini, Thomas, Peter, Carsten, Henni?) &amp;ndash; (BH) Moment mal!!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So genug zu Moab und nochmal ein/zwei S&amp;auml;tze zu Vegas. Achtung jetzt kommen die Breaking News: Die Stadt gl&amp;auml;nzt vor allem durch sein Night Life. Mit Baby hat man wenig davon (BH: och wieso? Wir sind nachts doch auch wach&amp;hellip;). Aber auch so wars einen Abstecher wert. Sich einfach mal die ganzen Hotels anzusehen, sowie die Zombies die Tag und Nacht vor den einarmigen Banditen (auch wenn diese fast vollst&amp;auml;ndig durch Slot-Machines mit simplen Kn&amp;ouml;pfen ersetzt wurden) sitzen und auf DEN GEWINN Ihres Lebens hoffen. Trotzdem freue ich mich jetzt wieder auf den eigenen Rhythmus, den man auf der Reise mit dem Camper hat, sowie die Natur. &amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(BH) Genau. Ausserdem verhungert hier unser Kind, weil es ein 4 Sterne Hotel nicht fertig bringt, ein Glas Babyfutter warm zu machen. Dar&amp;uuml;ber hinaus gehen uns die Socken aus. Der Elias hat neuerdings den Tick sich heimlich seine Socken auszuziehen und fallen zu lassen. Insofern liegen jetzt auf dem Strip zwei Babysocken verteilt rum. M&amp;ouml;gen sie dem Finder Gl&amp;uuml;ck bringen. Ach ja, seit vorgestern sagt er "Mama", naja, meistens "Mamamam". Macht er leider nur immer, wenn ihm was nicht passt, insofern f&amp;uuml;hl ich mich nicht geschmeichelt. Morgen packen wir&amp;rsquo;s wieder Richtung Californien. Da ists wenigstens wetterm&amp;auml;&amp;szlig;ig ok. Denn Ihr werdets nicht glauben, aber hier in Las Vegas ist grad ne Kaltfront. Wir schaffens auch immer wieder.&lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/johannhermann/story/108107/USA/Sinn-City</link>
      <category>Travel</category>
      <category>USA</category>
      <author>johannhermann</author>
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      <pubDate>Fri, 1 Nov 2013 14:59:00 GMT</pubDate>
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      <title>David Hasselhoff und der Mountain Lion</title>
      <description>&lt;p&gt;(BH) Nachdem der Johann immer nur l&amp;auml;stert, muss ich da Geschehene erz&amp;auml;hlen. Also das wirklich Wichtige. Santa Barbara war ganz nett, nicht riesig oder wahnsinnig spannend, aber da k&amp;ouml;nnt man&amp;rsquo;s sich schon ne Weile gut gehen lassen. Am n&amp;auml;chsten Tag haben wir einen Abstecher nach L.A. gemacht. War f&amp;uuml;r den Johann nicht so lustig die Fahrerei mit dem Camper im &amp;ndash; wie &amp;uuml;blich &amp;ndash; Monsterstau. Erst waren wir kurz in Santa Monica und dann haben wir bei meinen Kollegen und den Sony Studios vorbeigeschaut. Von vier m&amp;ouml;glichen Zugangstoren haben wir drei durchprobiert, bis wir endlich reingelassen wurden. Ihr k&amp;ouml;nnt euch deren depperte Gesichter vorstellen, als wir da jedes Mal mit unserem Camper eingebogen sind. Sehen die auch nicht alle Tage. Dachten wohl, das ist der Breaking Bad Fanclub. Da wir in M&amp;uuml;nchen keine Firmenausweise haben und ich nat&amp;uuml;rlich auch keine Visitenkarten mitgeschleppt hab, wollten sie uns partout nicht reinlassen. Erst nach rumemailen und telefonieren, gings dann. Der Johann hat dann noch fast das Firmenausweisleseger&amp;auml;t abgefahren. Na, wir habens ja auch nicht gebraucht&amp;hellip;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kaum auf dem &amp;bdquo;Lot&amp;ldquo; wandert David Hasselhoff an uns vorbei mit nem Kahlk&amp;ouml;pfigen &amp;ndash; seinem Manager wahrscheinlich. Ausgerechnet! Meine Kollegen haben sich totgelacht, wo doch Hasselhoff so ne gro&amp;szlig;e Nummer in Deutschland ist/war. Ja, so&amp;rsquo;n Schmarrn k&amp;ouml;nnen sie sich merken. War dann aber sehr nett, alle haben sich total gefreut und den Elias bewundert, wie er ganz gechillt im Kinderwagen lag, freundlich gel&amp;auml;chelt und dabei seine F&amp;uuml;&amp;szlig;e geknetet hat. Rolle hat er trotzdem keine angeboten bekommen. Wird schon!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach einer sehr angenehmen Nacht ohne Heizung in Malibu aufm Campingplatz gings dann endlich Richtung Grand Canyon. Wurde ja auch Zeit. Und nach knapp 400 Meilen waren wir auch schon da. Echt &amp;uuml;berw&amp;auml;ltigend! Ich war ja vor 25 (!) Jahren schon mal da und kann mich erinnern, dass es mich da nicht so umgehauen hat. Vielleicht war&amp;rsquo;s auch, weils der erste Canyon war, den wir gesehen haben und beim letzten Mal, war&amp;rsquo;s glaub ich der letzte. Der ist einfach riesig und man kommt sich vor wie ein kleines W&amp;uuml;rmeli. Es war verh&amp;auml;ltnism&amp;auml;&amp;szlig;ig wenig los &amp;ndash; wahrscheinlich wegen der ganzen Shutdown Nummer. Insofern sind wir ganz entspannt am &amp;bdquo;Rim&amp;ldquo; entlanggewandert. Der Elias hat brav in seiner Manduca (an alle zahlreichen Schwangeren da drau&amp;szlig;en: super Teil!) geschlafen und ist nur einmal aufgewacht, um ordentlich in die Windeln plus Body und Hose zu ballern. Auch ne Aussage.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ach ja, in diesem Fall gabs &amp;uuml;berall Warnschilder bzgl. Elche. Und&amp;hellip; klar Ihr habts erraten, wir sind nat&amp;uuml;rlich direkt einem in die Hufen gelaufen. Der war aber Gott sei Dank friedlich und hat gem&amp;uuml;tlich an seinem Baum weitergekaut. Insofern gibt&amp;rsquo;s auch ein Bild, wenn auch ein Unscharfes. Der Johann ist dann noch ein St&amp;uuml;ck runter in den Canyon und nach 2 Tagen sind wir weiter zum Lake Powell.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sch&amp;ouml;ner See keine Frage, aber halt &amp;bdquo;man made&amp;ldquo; durch einen Staudamm. Wir hatten aber nen sehr coolen Campingplatz direkt am Strand (&amp;bdquo;Lone Rock&amp;ldquo;). Und durch einen freundlichen Hinweis der Powell Museum Infodame sind wir zum &amp;bdquo;Antelope Canyon&amp;ldquo; gefahren. Das ist Navajo Indianerreservat, also total unprofessionell aufgezogen im Vergleich zu den Nationalparks. Wenn mans nicht wei&amp;szlig;, f&amp;auml;hrt man eh vorbei. Ticket kauft man an nem Holzverschlag, die F&amp;uuml;hrung macht ne gelangweilt aussehende Indianerkugel (aber sie hat &amp;uuml;berall durchgepasst und toll Fl&amp;ouml;te gespielt) und dann latscht man praktisch &amp;uuml;ber einen Felsen, auf dem ein Millionen Jahre alter Dinosaurierfu&amp;szlig;abdruck ist &amp;ndash; aber nix da, markiert, abgesperrt oder sonstwas. Ne, das erw&amp;auml;hnen sie so nebenbei. Ach &amp;uuml;brigens, du stehst mit deinem reudigen Stra&amp;szlig;enlatschen gerade auf einem arch&amp;auml;ologischem Meisterwerk. Und der Canyon war so unglaublich sch&amp;ouml;n! Unterirdisch, durch j&amp;auml;hrlich wiederkehrende Sturzfluten geformt. Die bizarrsten Formen, Oberfl&amp;auml;chen und Farben. Die Indianer erkennen nat&amp;uuml;rlich &amp;uuml;berall was: ein&amp;auml;ugige Katze rechts, humpelnde Schlange links und so. F&amp;uuml;r mich warens nur sagenhafte Felsen. Recht abenteuerlich steigt man &amp;uuml;ber sausteile Eisentreppen runter. War auch ziemlich eng da. Na, der Johann hat ungef&amp;auml;hr 2.000 Bilder gemacht, insofern zeigen wir&amp;rsquo;s euch am besten oder Ihr googelt. Ach ja, der Elias hat geschlafen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(JH) Ja hat scho&amp;lsquo; Recht die Mei. Oft denkt man sich im Urlaub ja, das gibt&amp;rsquo;s auch daheim. Da werden Erinnerungen an unseren Neuseeland Trip wach, wo die Leute massenhaft zu irgendwelchen Bergen und Gletschern gepilgert sind. Gibt&amp;rsquo;s alles daheim auch Leute! (BH: nenene, &amp;uuml;ber Neuseeland lass ich nix kommen!)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber das hier ist &amp;acute;ne andere Nummer. Vom Grand Canyon hatte ich vorher ja nicht so die h&amp;ouml;chste Meinung. Warum auch immer. Dort angekommen hat&amp;rsquo;s mir aber die Kinnlade sauber runtergezogen. Unglaubliches Teil! Auch der Trip Richtung Canyon-Grund (Ich sage Richtung, da es ein Abstieg und dann wieder Aufstieg von ca. 1600hm ist) war einer der sch&amp;ouml;nste Wege, die ich je gegangen bin. H&amp;auml;tt nur noch die Klapperschlange am Wegesrand gefehlt und ein Cowboy der auf seiner Mundharmonika die Titelmelodie von Nobody spielt. Naja, und dann f&amp;auml;hrst du weiter und denkst &amp;bdquo;was soll jetzt schon noch kommen&amp;ldquo;. Bums, da war er der Antelope Canyon. Hattet ihr schon mal das Gef&amp;uuml;hl, dass ihr beim Anblick einer Landschaft einfach nur loslachen musstet, so absurd sch&amp;ouml;n war sie. Selbiges mit dem Bryce Canyon. Ja, Bilder hat man schon viele gesehen, aber glaubt mir, die Wirkung live in 3D ist anders.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da hinter jeder Geschichte mehr sein muss als nur Beschreibung von sch&amp;ouml;nen Pl&amp;auml;tzen, hier nun noch ein paar tiefsinnige Gedanken (ja zu so was bin ich f&amp;auml;hig &amp;ndash; muss halt gut ausgeschlafen sein): Millionen Jahre haben diese Landschaften hier gepr&amp;auml;gt. Vulkane, Eiszeiten, Erdverschiebungen, Erosion und was wei&amp;szlig; ich noch alles haben hieran gehoben, gemei&amp;szlig;elt, geschliffen und modelliert. Zwischenzeitlich sind ein paar Dinosaurier durchmarschiert, dann haben sich die Steinzeitmenschen eingerichtet, die Indianer haben ihre B&amp;uuml;ffel gejagt bis der Wei&amp;szlig;e alles an sich gerissen hat. Aber darauf will ich gar nicht hinaus. Beim Anblick all dessen f&amp;uuml;hlt man sich wie ne Eintagsfliege. F&amp;uuml;r die Welt hier drau&amp;szlig;en spielt das eigene Leben praktisch keine Rolle. Es ist erdgeschichtlich sozusagen ein Wimpernschlag. Und das sollte man mitnehmen, wenn man &amp;uuml;ber die eigenen kleinen Probleme sinniert. Ich hab mir dann einfach eine B&amp;uuml;chse Miller Genuine Draft aufgerissen und hab den Hypophysenlappen ganz leise im Wind f&amp;auml;cheln lassen. Sch&amp;ouml;nen Gru&amp;szlig; an Gerhard Polt f&amp;uuml;r die Leihgabe!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(BH) Ja sch&amp;ouml;n ists hier. Und der Campingplatz auch. Wir sind nur etwas vorsichtig, weil anscheinend ein Mountain Lion sein Unwesen treibt. Und bei unsrem Gl&amp;uuml;ck. Gibt auch wieder tolle Tipps, was man machen soll, wenn einer kommt. Ihn mit Steinen und St&amp;ouml;cken bewerfen, aber sich dabei nicht b&amp;uuml;cken... Dr&amp;uuml;ckt uns die Daumen!&lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/johannhermann/story/107848/USA/David-Hasselhoff-und-der-Mountain-Lion</link>
      <category>Travel</category>
      <category>USA</category>
      <author>johannhermann</author>
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      <pubDate>Wed, 23 Oct 2013 12:27:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>The land of the free!</title>
      <description>&lt;p&gt;(JH) Ich hatte ja bereits zur Regulierungssucht der Amis geschrieben und deren Liebe zu Regeln. Hier noch ein Nachtrag dazu, da &amp;ndash; sobald man mal darauf achtet &amp;ndash; einem diese Regeln sowie &amp;bdquo;Hilfestellungen&amp;ldquo; wirklich &amp;uuml;berall begegnen. Ich empfehle an dieser Stelle nach dem Lied/Video &amp;bdquo;Dumb ways to die&amp;ldquo; auf Youtube zu suchen. Das erkl&amp;auml;rt die Lage ziemlich treffend und ist auch noch wahnsinnig nett gemacht. Hier also meine Top 3 der letzten paar Tage&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;-&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Top 5 reasons why people die at Lake Powell: Steht da wirklich genau so in der Brosch&amp;uuml;re. Darunter fallen: Von Klippen Springen, Motorabgase inhalieren sowie besoffen und/oder zu schnell mit dem Speedboot fahren&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;-&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Top 10 causes for Injuries while hiking in Bryce Canyon: Schuhwerk scheint wichtig zu sein, da es 3 von 10 Pl&amp;auml;tzen belegt. Daneben hat man dann noch so abgefahrene Sachen wie &amp;bdquo;was zu trinken mitnehmen&amp;ldquo;, &amp;bdquo;sich nicht &amp;uuml;bersch&amp;auml;tzen&amp;ldquo; und ach ja, &amp;bdquo;den Weg kennen&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;-&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Radiowerbung zu Alkoholismus: Geht in etwa so: Frau: &amp;bdquo;Mein Mann ist ein super wichtiger Executive Manager und sagt, trinken geh&amp;ouml;re zum Gesch&amp;auml;ft. Ich wusste nicht was ich als armes Hausm&amp;uuml;tterchen denn nun tun sollte! Dann bin ich zur Beratungsstelle f&amp;uuml;r Angeh&amp;ouml;rige von Alkoholikern gegangen. Die haben mir gesagt wie ich damit umgehen soll. Mein Mann ist zwar immer noch Alki aber mir geht&amp;rsquo;s gut damit!&amp;ldquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Naja, Hauptsache jeder kann Knarren kaufen, sogar im Walmart Supercenter. Aber sicherlich sind da auch wieder ein paar wichtige Hinweise zum Umgang mit dem Todesger&amp;auml;t inkludiert. Insofern, macht euch keinen Sorgen, es ist an alles gedacht!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja eine leicht kritische Haltung zu dem Volk hier ist nicht zur verleugnen. Genauso mag ich aber den Pragmatismus mit dem die Leute an Problemstellungen herangehen. Ganz nach dem Motto, was nicht passt wird passend gemacht. Und einen Weg gibt es immer! Auch die absolute Offenheit und Hilfsbereitschaft der Amerikaner ist bewundernswert. Selten dass man einmal nicht angequatscht wird und sofort in ein Gespr&amp;auml;ch verwickelt ist. Da ist der Deutsche einfach gewaltig verstockt und eigenbr&amp;ouml;tlerisch.&amp;nbsp; Auch das Land &amp;ndash; also Landschaft, Tier- und Pflanzenwelt sind umwerfend. Ich sag nur Grand Canyon, Bryce Canyon, Antelope Canyon &amp;ndash; mir kanns nicht Canyon genug sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber was w&amp;auml;ren wir denn wenn wir nicht l&amp;auml;stern k&amp;ouml;nnen. Darum werde ich auch fr&amp;ouml;hlich weiter unseren gro&amp;szlig;en Bruder durch den Dreck ziehen, wo es was zum durch-den-Dreck-ziehen gibt. Ach ja, die Website, auf der man sich zu Obamas Krankenversicherungsprogramm (Obamacare; Anm. BH: im &amp;uuml;brigen der Grund, warum es zum Government Shutdown kam) anmelden kann, bekommen sie nicht zum Laufen. &amp;nbsp;Aber: &amp;ldquo;Top professionals from the private sector are working on it 24/7.&amp;rdquo; (Zitat: Obama himself). Also singt mit: &amp;ldquo;America the Beautiful&amp;hellip;!&amp;rdquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(BH) Der Johann wieder. Aber die Radiowerbungen hier sind echt der Knaller. Alles immer total dramatisch mit Geigenmusik. Geht eigentlich nur um Drogenprobleme und Krankheiten. Immer super schlimme Geschichten. Geschichten sind hier eh sehr wichtig. Auf jeder Essens- und Getr&amp;auml;nkepackung steht die Geschichte dazu inkl. Zitate z.B. &amp;bdquo;The more you know, the more you can eat&amp;ldquo; und die Menschen, die dieses tolle Produkt hervorgebracht haben und die nichts mehr auf der Welt lieben, als ihren Job.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und ich mach auf jeden Fall mal Fotos von den 20 Warnschildern in unsrem Camper J. Eine lustige Geschichte hab ich auch noch, apropos in ein Gespr&amp;auml;ch verwickeln. Letztens haben wir mit ein paar Amis &amp;uuml;ber unsren Urlaub gesprochen und da meint der eine, nachdem wir gesagt haben, dass wir aus Deutschland sind: &amp;bdquo;Do you say &amp;sbquo;holiday&amp;lsquo; or &amp;sbquo;vacation&amp;lsquo;?&amp;ldquo;. Und der Johann so: &amp;bdquo;We say Urlaub!&amp;ldquo;. Ratlose Gesichter&lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/johannhermann/story/107847/USA/The-land-of-the-free</link>
      <category>Travel</category>
      <category>USA</category>
      <author>johannhermann</author>
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      <pubDate>Wed, 23 Oct 2013 12:24:00 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Frittiertes Fett in Pismo</title>
      <description>&lt;p&gt;(BH) Jetzt sind wir seit 3 Tagen in Pismo Beach, einem echt coolen Surferst&amp;auml;dtchen. Unser Campingplatz ist direkt neben einer riesigen Sandd&amp;uuml;nenlandschaft, von der in keinem Reisef&amp;uuml;hrer was geschrieben steht. Der Elias hat gleich zum Heulen angefangen, weil er wohl dachte, wir w&amp;auml;ren in der W&amp;uuml;ste und w&amp;uuml;rden nie mehr zur&amp;uuml;ckfinden. Aber mal kurz zu unsrem Sohnemann, falls sich jemand fragt, wie&amp;rsquo;s dem eigentlich so geht: hervorragend. Ich glaub, er hat sich jetzt endg&amp;uuml;ltig akklimatisiert und ist den ganzen Tag nur am Grinsen. Seit ein paar Tagen kriegt er Karotte und Banane. W&amp;uuml;rgt ihn zwar noch bei jedem Bissen, aber er macht artig den Mund auf. Seine Socken isst er aber trotzdem lieber. Schlafen tut er inzwischen auch gut, auch wenns nachts echt arschkalt im Camper wird. Haben schon s&amp;auml;mtliche Fenster mit Sitzpolstern und Isomatte verbarrikadiert und heizen auch kr&amp;auml;ftig, aber sind halt nachts dann auch nur so um die 7 Grad. Auch tags&amp;uuml;ber wird&amp;rsquo;s jetzt immer frischer, aber zumindest scheint die Sonne.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vorgestern haben wir uns Hearst Castle angeschaut &amp;ndash; das war wirklich beeindruckend. Der Zeitungsverleger William Hearst hat dieses Monsterschloss nach europ&amp;auml;ischen Vorbildern in 25 Jahren erbauen lassen, mit r&amp;ouml;mischen Pools und einem Privatzoo (mit L&amp;ouml;wen, Eisb&amp;auml;ren, Zebras und sonstigem Getier &amp;ndash; letztere sind noch zu sehen) . Zudem hat er massig Einrichtungsgegenst&amp;auml;nde aus Europa importiert. So hat er in vielen R&amp;auml;umen kompletten Decken (also das Ding an der Decke nicht das zum Zudecken), Statuen, Wandteppiche, Kaminsimse (naja die Dinger sind ca. 5m breit und 3m hoch) aus irgendwelchen spanischen oder italienischen Klostern oder Kirchen r&amp;uuml;berschiffen lassen. &amp;nbsp;Das einzige, was er sich von uns Deutschen abgeschaut hat, war das Eisb&amp;auml;rengehege. Toll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und heute waren wir nochmal surfen. Jawohl ich auch! Anschlie&amp;szlig;end noch einen Burger bzw. frittiertes Fett hinterher und jetzt liegen wir platt im Wohnmobil. Ausser Elias, der qu&amp;auml;kt fr&amp;ouml;hlich die Wand an. Unglaublich dieses Kind &amp;ndash; es schl&amp;auml;ft tags&amp;uuml;ber einfach nicht. Ja wenn doch auch alles so spannend ist!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Morgen geht&amp;rsquo;s weiter nach Santa Barbara, dann ein kurzer Abstecher bei Sony in Los Angeles und DANN: auf zu den Nationalparks!!!! Sie sind wieder offen!!!!!!!!!! Jippieeeh!&lt;/p&gt;</description>
      <link>https://journals.worldnomads.com/johannhermann/story/107668/USA/Frittiertes-Fett-in-Pismo</link>
      <category>Travel</category>
      <category>USA</category>
      <author>johannhermann</author>
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      <pubDate>Mon, 14 Oct 2013 09:07:00 GMT</pubDate>
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