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whereislinda

Von Johannesburg über Botswana nach Livingstone, Sambia

ZAMBIA | Sunday, 12 July 2009 | Views [532]

Hallo Ihr Daheimgebliebenen!

Kurz nachdem ich angekommen bin wurd ich gleich überfallen. Hatte also
sofort kein Geld mehr, Laptop weg, Kreditkarte weg, Mp3Player weg, alles
weg. Haha, Spaaaaaaaaaß!!!

Um erstmal die wichtigsten Fragen zu beantworten: JA ich lebe noch, JA ich
bin gut angekommen, und JA mir geht es gut!!!

ANKUFT- JOBURG
Samstag 4.Juli bin ich in Johannesburg, Südafrika angekommen. Joost hat
mich vom Flughafen abgeholt und in unser Auto gesetzt und wir sind hoch
nach Limpopo gefahren. Ich war ehrlich gesagt total schockiert von dem
westlichen Standard in Südafrika. Ich hatte das Gefühl ich wär in Spanien,
nur dass die Leute mehr schwarz als weiß waren. Viele Schwarze halten sich
in der Stadt auf den Straßen auf und versuchen an Ampeln Sachen zu
verkaufen. In den Autos saßen meistens die weißen reichen Leute.

Angekommen in der Mashidu Lodge bin ich erstmal tot ins Bett gefallen. Ich
war insgesamt 30 Stunden unterwegs und vor Aufregung konnte ich natürlich
nicht richtig schlafen. Den Tag drauf mussten wir noch viele Dinge
erledigen und Camping Utensilien kaufen. Ich war zudem sehr überrascht,
dass man keineswegs dumm angeschaut, angemacht oder angestarrt wird, weil
man weiß und blond ist. Dennoch merkte man, dass man bei der schwarzen
Bevölkerung nicht sehr wilkommen war.

BOTSWANA
Darauf den Tag Montag sind wir nach Botswana gefahren. Auf der Autobahn
kamen uns Wildschweine, Sträuße und Kühe entgegen, sodass wir öfters eine
kleine Notbremse machen mussten. Der Joost bremst nämlich auch für Tiere
:) Die Straßen waren bis jetzt alle in einem super Zustand. Alle geteert
und manchmal kam uns erst nach 20 Minuten ein anderes Auto entgegen. Es
liegen viele tote Hunde auf den Straßen und einmal mussten wir auch einen
Giraffentransporter überholen. In Botswana waren wir im KHAMA RHINO
SANCTUARY bei Serowe und haben quasi in einem Zoo gecampt. So viele schöne
bunte Vögel und die Nashörner sind sogar bis ins Camplager vorgedrungen
und wir sind neben einem Eichhörnchenbaum eingeschlafen. In der Stadt gab
es eigentlich kaum weiße, wir haben zumindest niemanden gesehen außer ein
Albino Mädchen. Trotzdem war es wieder total europäisch. Die Leute waren
aber nicht sehr freundlich. Also sie waren nicht unfreundlich, aber sie
haben einen keines Blickes gewürdigt und haben versucht jede Konversation
zu vermeiden. So haben Joost und ich beschlossen lieber nach Sambia zu
reisen. In Nata haben wir dann einen Zwischenstopp eingelegt und eine
Nacht gecampt. Dort angekommen: eine Mückenplage. Und ich hab wegen meinen
Malaria Panik Attacken schnell alles eingesprüht und die ganze Zeit
schlechte Laune verbreitet, armer Joost. Egal wo man hingeschaut hat, egal
in welche Richtung, man hat immer ein bis 2 Mücken gesehen. Wir haben dort
dann noch 2 andere Holländer getroffen, die neben uns gecampt haben.
Und??? wie es der Zufall will: eine Fraukje und noch einen Joost. Und wo
kamen die beiden Guten her? Genau aus Groningen natürlich. Mussten die
beiden Joosts erst nach Botswana reisen um sich dann dort kennenzulernen.
(@Maren &Joana: Es war ein DJ vom Newscafe).
Die Autobahn nach Sambia (Grenze Kanzane) war richtig schlecht und es hat
Stunden gedauert vorwärts zu kommen. Riesenlöcher! Ich bin so froh, dass
wir uns dieses Riesenauto angeschafft haben, wir sind auch schon 2 mal im
Sand stecken geblieben und mussten auf Allradantrieb umschalten um vorran
zu kommen. Unser Auto ist toll!


SAMBIA
An der Grenze angekommen, mussten wir mit einer Fähre einen Fluss von ca.
750 m überqueren. Da hat es begonnen. Endlich haben wir das wirkliche
Afrika kennengelernt. Wir, die einzigen weißen auf dem Schiff + Auto und
die restlichen Leute alle vollgepackt mit Sachen, die sie anscheinend
günstig in Botswana erworben hatten. Die Kinder um den Körper gewickelt
und alle Dinge auf dem Kopf getragen. Nach ca. 5 Minuten waren wir dann
endlich da: in Sambia. Ein Unterschied wie Tag und Nacht, die Leute waren
gleich super freundlich, sehr herzlich und hilfsbereit. Das Polizeigebäude
war eine kleine Bruchbude und an die Fenstergitter waren Verbrecher
angekettet. Genau das war das Afrika was ich erwartet hatte, und in Sambia
habe ich es gefunden.

VIKTORIAFÄLLE
Momentan sind wir in einem kleinen Hostel in Livingstone, was wir aber
auch in ca. ner Stunde velassen werden, weiter nach Monze. Hier haben wir
freies WLAN, zwar sehr langsam aber immerhin :)Hier haben wir ein Ehepaar
kennengelernt aus England, die so in Ihren 50ern, 60ern sind und die eine
Weltreise machen mit ihrem Motorrad. Die Frau hinten drauf, kaum Gepäck,
so fuhren sie von England los, sind jetzt in Afrika, fliegen dann mit dem
Motorrad weiter nach Südamerika, fahren von dort nach Alaska und dann ist
natürlich noch die Australien Asien Seite geplant. Das alles wollen sie in
3 Jahren schaffen! Verrückt! Insgesamt trifft man auch erstaunlich viele
individuel Reisende, sehr viele weiße aus Südafrika, Iren, Engländer und
Holländer. Deutsche haben wir allerdings noch nicht getroffen.
So genug geschwafelt, ca. 11 km von hier sind die Viktoriafälle.
Erstaunlich schön. Unglaublich schön. Faszinierend schön. So einen schönen
Fleck habe ich noch nie zuvor gesehen. Der Entdecker der Viktoriafälle
meinte: On sights as beautiful as this, Angels in their flights must have
been gazed. Und er hat recht!
Die Wasserfälle sind 1,7km land und 108m tief, sodass das Wasser nach dem
Aufprall wieder nach oben gestoßen wird und es aussieht, als würde es von
unten nach oben regnen. Regencapes mussten ausgeliehen werden, wobei die
auch Löcher hatten und ich danach aussah wie geduscht ;)
Joost hatte dann noch seinen 14. Bungeejump machen. Er hat versucht mich
zu überrden, aber ich hatte schon unglaubliche Probleme von der Brücke
runter zu schauen und Fotos zu machen. Auf der Brücke, die zu Zimbabwe
führte, kamen uns dann Zimbabwische Polizeibeamte entgegen. Zerfetzte
Uniform, kaputte Schildmützen und kaum Zähne. Dort sah man schon wie arm
dieses Land sein muss. Auch viele zimbabwische "Dealer" waren auf der
Brücke, die versucht haben Schmuck zu verkaufen oder Geld zu tauschen. Als
ich dann meine Socken ausgezogen habe, weil sie so nass geworden waren,
wurde mir selbst dafür Geld angeboten. Ich wusste schon immer das meine
Füße nach Blumen riechen ;)


Wer sich Fotos von uns anschauen will:

http://picasaweb.google.nl/jcopray

und dann auf den Ordner Botswana und Viktoria Falls klicken.


Viele Grüße,
Lindu

Tags: afrika, backpacker, backpacking, kenia, livingstone, reisen, sambia, südafrika, viktoriafälle

 

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