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Abgefahren! auf Borneo (30.08.-20.09) & in Indien (20.09.-02.11) --> Videos: http://www.flickr.com/photos/dondadao

bishnoi, jaisalmer, bikaner, jaipur

AUSTRIA | Wednesday, 29 September 2010 | Views [611]

Sind nun also schon in Jaipur und vielleicht ein wenig faul geworden, sowohl so als auch schreibtechnisch...

Where to begin... Ah ja, die Bishnoi Villages:

Die Bishnoi siedeln nicht weit von Jodhpur und gehoeren zu den fruehesten Baumschuetzern der Welt. 1485 hat dort so ein Guru, waehrend einer Duerrezeit erkannt, dass diese in erster Linie durch die massive Abholzung der Waelder entstanden war und stellte daraufhin 29 Regeln auf, welche ein harmonisches Leben mit der Natur garantieren sollten. Darunter striktes Vegetariertum, das Verbot Tiere zu toeten und Baeume zu faellen. Seine Anhaenger heissen nach dem Marwari-Wort fuer 29 "Bishnoi".


Nun wollte ein Maharadscha 1730 in der gegend Baeume faellen, da sich diese besonders gut zum Kalkbrennen eigneten, nur bloederweise halt gerade auf Bishnoi-Land standen. Der Maharadscha will trotzdem die Baeume und beginnt zu faellen, woraufhin sich eine Bishnoi-Frau schuetzend an den naechsten Baum stellte und meinte, man muesse ihr schon den Kopf abschneiden um den Baum zu faellen. Gesagt getan, Kopf ab. Erst nachdem 363 weitere Baeume inkl. Bishnoi-Koepfen gefallen waren gab der Maharadscha auf (die spinnen die Bishnoi...) und bis heute ist auf diesem Territorium Holzschlag und Jagd verboten.

"Schoene" Geschichte, des schau ma uns an. Letztendlich verbrachten wir einen Tag am Jeep mit einem Guide, der uns in der Gegend herumschipperte und bei diversen Bishnoi-Familien absetzte (Toepfer, Weber,...), die natuerlich auch einem kleinem Verkaufsgeschaeft nicht abgeneigt gewesen waeren. War also im Grossen und Ganzen ein bisschen anstrengend, aber recht interessant, und man versuchte nicht, uns allzusehr in irgendwelche Kaufe hinein zu draengen. Ausserdem wurden wir mit einer Handflaeche voll Opiumtee willkommen geheissen - wovon man natuerlich keine Wirkung spuert. Is' dort halt so ein Ritual.

Von Jodphur gings dann weiter nach Jaisalmer, der "Wuestenstadt", wo wir 2 Tage verbracht haben und im gegensatz zu den meisten anderen Touristen keine Kamelsafari gemacht haben. Weil dort noch Vorsaison ist und weniger Touristen als sonst dort waren ist alles schoen angenehm ruhig gewesen und insgesamt recht gemuetlich.

Weiter gings dann nach Bikaner, wo wir eigentlich nur wegen dem nahe gelegenen Karni-Mata Tempel hin sind und uns von Bikaner selbst nicht viel erwarteten.

Wie sooft sind das aber dann eigentlich die netteren Oertchen und so auch hier, wo wir einen Volkschul-Lehrer einer islamischen Schule kennenlerten, der laengerfristig Touristguide werden will, da er als Lehrer nix verdient. Also bot er uns an, uns ein bisschen herum zu fuehren und lud uns ein, am Tag darauf in seine Klasse zu kommen, um den Kindern wieder einmal den Unterschied zwischen Australia und Austria naeher zu bringen. Normalerweise skeptisch, fanden wir das doch recht nett und sahen dadurch ein paar Fleckchen in Bikaner, die wir sonst sicher nicht gesehen haetten. Den Kindern in der Schule durften wir allerdings nicht sagen, dass wir Schweinefleisch essen... Mhh. War dennoch seeehr lustig und interessant.

Im Gegenzug gingen wir mit dem Lehrer ins Internet-Cafe, legten mit ihm eine E-Mail-Addresse an, suchten nach Tourist-Agencies, die moeglicherweise mit ihm zusammenarbeiten wollen koennten, und erklaerten ihm die Basics fuers WWW.

Der Karni-Mata Tempel, oder auch Rattentempel war dann eig so wie wir uns das erwartet hatten: jede Menge Ratten. Es soll ja Glueck bringen wenn einem eine solche ueber die Fuesse laeuft, was uns zum Glueck erspart geblieben ist. Totalen Uebersegen erhaelt man wenn man der ratte etwas zu essen hinhaelt und danach selbst vom Essen abbeisst. haben wir natuerlich nicht gemacht, und zum glueck auch nicht mitansehen muessen!

Von Bikaner gings dann weiter nach Jaipur, wo wir in einem bisserl besseren Hotel abgestiegen sind, was auch gut so is, da moni kraenkelt und wir uns so hier recht gut erholen koennen.

Fuer heute steht noch ein bisserl sightseeing am programm.

Nettes detail am Rande: wir haben hier im Hotle Gregors Freundin Heike getroffen, die gerade mit einer unigruppe in indien unterwegs war und jetzt noch urlaub macht. Die welt ist schon klein!

so, des wars.voererst.

 

 

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