Killer on a shoestring

One Year (back) on the travelling road...

Killer in Kenia

KENYA | Thursday, 22 May 2008 | Views [182]

   

Welcome to KENIA (7 Tage)

Datum: 03.05.08 – 09.05.08

Tag 1: Nairobi & Mombasa (Arrival in Nairobi and full day transfer to Mombasa)

Tag 2: Mombasa & Beach (Morning walk in old Mombasa & afternoon in Diani Beach)

Tag 3: Mombasa – Lamu (Transfer to Unesco World Heritage listed Lamu)

Tag 4: Lamu (Getitng lost in the winding streets of old Lamu)

Tag 5: Lamu – Mombasa (full day drive) Transfer back to Mombasa…)

Tag 6: Nairobi & North Kenia (…and continuing to Nairobi…and further up north…)

Tag 7: Moyale (... to Moyale at the border to Ethiopia)

Vorwort – Welcome back to Kenia

Mit der Reise von der ugandischen Grenze nach Nairobi in Kenia bin ich an den Ausgangspunkt meiner Afrika Reise von 2005 zurück gekehrt. Damals habe ich von Nairobi (und einem Abstecher auf den Kilimanscharo) auf dem Landweg Kenia, Tanzania, Malawi, Botswana, Zambia, Namibia und South Africa (leider hat die Zeit nur fuer Cape Town gereicht…) und damit den südlichen Teil der legendären “Kairo – Cape Town” Overland Route bereist. Nur zu gut mag ich mich daran erinnern, dass ich auf einem Zeltplatz am Lake Malawi zwei Typen getroffen habe, welche von Kairo quer durch Ägypten, Sudan, Äthiopien und Nordkenia gereist sind und somit auf dem langen Weg nach Cape Town den nördlichen Teil des Overland Klassikers absolviert und mir ihre spannende Reiseerlebnisse berichtet haben. Seither träumte ich davon, eines Tages selbst die gesamte Strecke auf dem Landweg zu absolvieren. Nun bin ich nach Nairobi zurück gekehrt, um diesen Traum wahr werden zu lassen. D.h. das “böse”  Nordkenia, das wunderschöne Äthiopien sowie den “bösen” Sudan zu passieren. Da ich meine Reise in Kairo nicht beende, sondern auf dem Landweg via Middle East und Central Asia in die Schweiz zurückkehre, träume ich nicht nur von der Absolvierung der “Cape Town to Kairo”, sondern von der “Cape Town to Switzerland” Route. Ich werde alles daran setzen, auch diesen (Overland) Traum wahr werden zu lassen. Ob mir dies gelingen wird, hängt vorallem davon ab, ob ich (innert vernünftiger Zeit) die Visas für die zu passierenden Ländder on the way arrangieren kann (kritisch ist u.a. das Visum für Sudan, Syrien, Iran und für gewisse *stan Laender) und mir zudem der Landweg aufgrund sonstiger Umstände (z.B. politische Unruhen, Naturkatastrophen etc.) nicht verwehrt bleiben wird. Selbst wenn ich Mal in ein Flugzeug steigen müsste, wäre dies kein Weltuntergang….

Visited places: Mombasa, Lamu and North Kenia

Nachdem ich auf meiner ersten Kenia Reise den südlichen Teil besucht habe, fokussierte ich mich dieses Mal auf den östlichen Teil (d.h. auf Mombasa und das idyllische Lamu) sowie (aufgrund meiner Weiterreise nach Äthiopien) auf den nördlichen Teil des Landes.

MombasaMombasa ist die grösste Stadt an Kenias Ostküste (pop 650'000) und ist – im Gegensatz zu Nairobi (auch NairOBBERY genannt) – weniger gefährlich und sogar sehr charmant. So hat mir v.a. der frühmorgendliche Walk durch die engen Gassen der historischen Altstadt (mit schönen Swahili Gebäuden) und entlang des Hafens sehr gut gefallen. Am Nachmittag habe ich die in der Umgebung von Mombasa gelegenen Strände erkundet. Während die Strände von Diani Beach (30min Busfahrt ausserhalb von Mombasa) im europäischen Winter mit Touristen überbevölkert sind, habe ich bei meinem Spaziergang entlang des Beaches fast nur geschlossene Hotels (viele sind im Mai/Juni für Renovationsarbeiten geschlossen…) und kaum Leute angetroffen. Ein Luxushotel (www.dianireef.com)  mit einem wunderschönen Strand (Anmerkung: Wie ich schon in Sri Lanka feststellte, sind die Strände auch in Kenia meist nur stellenweise resp. vor gewissen Luxushotel wunderschön. Sonst aber dreckig, steinig, etc.…) war geöffnet, so dass ich mir auf der Terrasse ein paar Bierchens gönnte, die Hotelanlage erkundete und von einer (Flitter-)Woche mit Nicole an diesem bezaubernden Ort träumte… Na ja…, bevor ich dann zu sehr ins Träumen kam, habe ich meine 7 Sachen gepackt und mich zurück in meine USD 4 (statt USD 100 im dianireef) Unterkunft in Mombasa  transferieren lassen….

Lamu ArchipelagoDas Lamu Archipelago gehört zu den schönsten Gebieten Kenias und entzückt – ähnlich wie z.B. das Sine-Saloum Delta in Senegal – mit einer beeindruckenden Mangroven Wasserlandschaft, welche sich auf einem Motorboot oder besser auf einem “dhow” (=traditionelles aus Holz gebautes kleines Segelschiff) erkunden lässt. Ein weiteres Highlight ist das Schlendern durch (das Fischerdorf) Lamu, welches – analog “Stonetown” in Zanzibar – aus einem Labyrinth von klein(st)en Gassen und schönen Bauten mit imposanten Holztüren besteht. War echt spannend, im “Gassenlabyrinth” nach dem Zufallsprinzip links oder rechts abzubiegen und dabei nicht zu wissen, was sich hinter der nächsten Ecke verbirgt…

Das Geniessen der Schönheit von Lamu musste ich mir aber regelrecht verdienen, da die Anreise von Mombasa per Bus knapp 8h dauerte und aufgrund der miserablen Strassenverhältnisse kein Vergnügen war. Das EDA empfiehlt - da die Strasse in der Vergangenheit des öfteren Ziel von Anschlägen und Übergriffen war - Lamu nur per Flugzeug anzureisen. Da mir die Buscompany und verschieden Locals versichert haben, dass es auf der Strecke nach Lamu schon seit Jahren keine Zwischenfälle mehr gab, habe ich trotzdem den Bus hin und ZURUECK (phuuuuuuuuh…., leider gab es keine Busse von Lamu direkt nach Nairobi, so dass mir nur der lange Umweg via Mombasa blieb und ich fast 24h am Stück im Bus verbrachte) genommen und wurde dabei von ein paar bewaffneten Armeeangehörigen begleitet…

North Kenia – The gateway to EthiopiaKaum zurück in Nairobi (aufgrund der guten Strassenverhältnisse zwischen Mombasa und Nairobi konnte ich wenigstens ein paar Stunden im Nachtbus schlafen…) habe ich mich zwecks Visabeantragung direkt zur Botschaft von Äthiopien begeben. Die Visumsausstellung dauert offiziell einen vollen Tag; da ich den langen Weg in die Richtung Norden (bis zur Grenze sind es rund 1000km) möglichst bald in den Angriff nehmen wollte, habe ich die Lady am Schalter um eine raschere Bearbeitung gebeten und das Visum tatsächlich bereits nach 2h erhalten…

Der Norden von Kenia gehört zu den touristisch am wenigsten erschlossene Gebiete in Kenia. Er besticht v.a. durch die faszinierenden Great Riff Valley Seen (v.a. der türkisblaue Lake Turkana Nahe der Grenze zu Äthiopien muss wunderschoen sein) und – ähnlich den Massais im Süden – der Vielzahl farbenprächtiger ethnischer Gruppierungen resp. Tribes. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen diesen Gruppierungen, so dass bei Reisen in den Norden, die nötige Vorsicht geboten ist.

Nur zu gerne hätte ich den Lake Turkana und die erwähnten Tribes besucht. Leider "liegen" diese Destinationen fernab der “Nairobi – Äthiopien” Hauptachse und sind ohne eigenen 4WD Jeep kaum erreichbar, habe ich darauf verzichtet und werde stattdessen die farbenprächtigen Tribes und Rift Valley Seen in Südäthiopien besuchen.

Die total rund 24h und knapp 1000km Fahrt von Nairobi zur äthiopischen Grenze war ein echtes Abenteuer. Gemäss meiner Vorabklärungen war die Sicherheitslage stabil (anscheinend kam es schon seit einer Weile zu keinen Unruhen entlang der Hauptachse; zudem wurde der Bus – analog wie in Lamu – bei der Fahrt durch das “kritische” Gebiet von ein paar mit Sturmgewehren bewaffneten Armeeangehörigen  begleitet, so dass keine Zwischenfälle zu erwarten waren…),  Die Strasse war jedoch in einem derart schlechten Zustand, dass ich - leider in der hintersten und damit exponiertesten Reihe sitzend – wortwörtlich hin- und hergeschleudert wurde. Der Fahrer scherte sich nicht darum, dass die Strasse voller Löcher ist. Er fuhr im Slalomkurs, mit konstanten 60-80km/h, versuchte den Löchern auszuweichen oder fuhr mit voller Wucht darüber… Habe somit – kaum verwunderlich – in der Nacht im Bus kaum ein Auge zugetan und war froh, als der nächste Tag anbrach und ich mich nicht nur an den Sitz krallen musste, sondern zur “Ablenkung” etwas aus dem Fenster schauen und die vorbeiziehende, äusserst karge Steppenlandschaft betrachten konnte… Habe nicht schlecht gestaunt, als ich durch das Fenster blickend plötzlich einen Reifen ins Gebüsch rollen sah. Als der Fahrer zu einer Vollbremsung ansetzte, war mir klar, dass wir soeben einen Vorderreifen “verloren” hatten. Der Fahre konnte den Bus nur mit grösster Mühe auf der Strasse halten und zum Stillstand bringen… Wow, das war eine Schrecksekunde…; bei voller Fahrt, mit vollbesetzten Bus auf einer Schotterpiste ein Rad resp. den Pneu (zumal sich “nur” der Pneu löste und die Felge weiterhin auf der Radaufhängung festgeschraubt war => wusste gar nicht, dass sich nur der Pneu loesen und davorollen kann….) zu verlieren, hätte defintiv böse enden können… Na ja, einmal mehr das notwendige Glück auf meiner Seite, habe ich den Zwischenfall unbeschadet überlebt und war Stunden später überglücklich, heil an der äthiopischen Grenze angekommen zu sein und die Reise auf geteerten (äthiopischen) Strassen fortsetzen zu können….

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